Propanoic acid

C3H6O2

propanoic acid

CAS79-09-4
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
Danger

Beratung für Propanoic acid

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
79-09-4
EG-Nummer
201-176-3
UN-Nummer
1848
Index-Nummer
607-089-00-0
PubChem CID
1032

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C3H6O2
Molare Masse
74.08 g/mol
IUPAC-Name
propanoic acid

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C3H6O2/c1-2-3(4)5/h2H2,1H3,(H,4,5)
InChI Key
XBDQKXXYIPTUBI-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Propanoic acid (CAS 79-09-4) ist eine kurzkettige gesättigte Carbonsäure mit korrosiven Eigenschaften und charakteristischem stechendem Geruch. Diese organische Säure mit der Molekularformel C3H6O2 gehört zur Familie der aliphatischen Carbonsäuren und stellt das dritte Glied in der homologen Reihe dar, zwischen Essigsäure und der längerkettigen butanoic acid. Mit einer Molmasse von 74,08 g/mol ist Propansäure bei Raumtemperatur eine farblose, mit Wasser vollständig mischbare Flüssigkeit. Ihre korrosiven Eigenschaften erfordern besondere Vorsichtsmaßnahmen im Umgang, weshalb sie als hautätzender Stoff der Klasse 1B eingestuft und mit dem Gefahrenpiktogramm GHS05 gekennzeichnet wird. Die Substanz zeigt typische Carbonsäure-Eigenschaften mit einem pKa-Wert von etwa 4,9 und bildet stabile Salze sowie Ester. Als Gefahrgut der ADR-Klasse 8 unterliegt Propionsäure besonderen Transport- und Lagerungsbestimmungen. Der charakteristische durchdringende Geruch macht sie bereits in geringen Konzentrationen wahrnehmbar. In der chemischen Industrie findet Propanoic acid vielseitige Anwendung als Zwischenprodukt für die Synthese von Estern, Amiden und anderen Derivaten. Besonders bedeutsam ist ihr Einsatz als Konservierungsmittel in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie, wo sie und ihre Salze das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien hemmen. Darüber hinaus dient sie als Ausgangsstoff für pharmazeutische Wirkstoffe und Kunststoffadditive. OYSI bietet Propionsäure in verschiedenen Reinheitsgraden für industrielle Anwendungen an und gewährleistet dabei höchste Qualitätsstandards sowie zuverlässige Lieferung an Kunden in ganz Europa.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Skin Corr. 1B

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1848
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeIII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NamePropionsäure, 10 % <= Konz. < 90 %
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Propionsäure?

Propionsäure ist eine kurzkettige Carbonsäure mit der chemischen Formel C3H6O2 und der CAS-Nummer 79-09-4. Diese organische Verbindung mit einer Molmasse von 74,08 g/mol gehört zur Gruppe der gesättigten Fettsäuren und ist die dritte Verbindung in der homologen Reihe der Alkansäuren. Sie ist als hautätzend der Kategorie 1B klassifiziert und trägt das Gefahrenpiktogramm GHS05 mit dem Signalwort "Gefahr".

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Propionsäure?

Propionsäure ist eine farblose Flüssigkeit mit einem stechenden, unangenehmen Geruch, der an Essig erinnert. Sie ist vollständig wasserlöslich und mischbar mit den meisten organischen Lösungsmitteln wie Ethanol und Ether. Die Verbindung hat einen Siedepunkt von etwa 141°C und einen Schmelzpunkt von -20,8°C. Als schwache Säure zeigt sie korrosive Eigenschaften gegenüber Haut und Schleimhäuten.

Wofür wird Propionsäure verwendet?

Propionsäure wird hauptsächlich als Konservierungsmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, insbesondere zur Schimmelhemmung in Backwaren. In der chemischen Industrie dient sie als Ausgangsstoff für die Herstellung von Propionaten, Estern und anderen organischen Verbindungen. Weitere Anwendungen finden sich in der Kunststoffproduktion, als Herbizid in der Landwirtschaft und als antimikrobieller Wirkstoff in Futtermitteln für Nutztiere.

Wie handhabt man Propionsäure sicher?

Propionsäure erfordert aufgrund ihrer ätzenden Eigenschaften besondere Schutzmaßnahmen. Tragen Sie stets säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug, um Dampfeinwirkung zu vermeiden. Vermeiden Sie jeden Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen. Halten Sie Neutralisationsmittel wie Natriumhydrogencarbonat bereit und stellen Sie sicher, dass Notduschen und Augenspülstationen zugänglich sind.

Wie lagert man Propionsäure korrekt?

Propionsäure muss in dicht verschlossenen, säurebeständigen Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Wärmequellen. Die Lagerung sollte getrennt von Basen, Oxidationsmitteln und brennbaren Materialien erfolgen. Verwenden Sie korrosionsbeständige Materialien wie Edelstahl oder geeignete Kunststoffe. Stellen Sie sicher, dass der Lagerbereich über geeignete Auffangwannen und Notfallausrüstung verfügt.

Was tun bei Kontakt mit Propionsäure?

Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen sofort mit Wasser und halten die Augenlider geöffnet. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus, geben reichlich Wasser zu trinken und lösen kein Erbrechen aus. Suchen Sie in allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe auf.

Wie entsorgt man Propionsäure ordnungsgemäß?

Propionsäure muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Kleinere Mengen können durch Verdünnung und Neutralisation mit Natriumhydrogencarbonat behandelt werden, bevor sie entsprechend den lokalen Bestimmungen entsorgt werden. Größere Mengen müssen über lizenzierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Leere Behälter sind als kontaminiert zu behandeln und entsprechend zu kennzeichnen. Befolgen Sie stets die REACH-Verordnung und lokale Abfallbestimmungen.

Wie transportiert man Propionsäure?

Propionsäure ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 8 (ätzende Stoffe) der Verpackungsgruppe III klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechende Gefahrgutdokumentation, geeignete Verpackungen und geschultes Personal. Die Behälter müssen ordnungsgemäß gekennzeichnet und mit den entsprechenden Gefahrzetteln versehen sein. Transportfahrzeuge müssen über geeignete Notfallausrüstung verfügen. Beachten Sie die ADR-Vorschriften für Beladung, Trennung und Sicherheitsmaßnahmen während des Transports.

Unterliegt Propionsäure besonderen Regelungen?

Propionsäure unterliegt der REACH-Verordnung und muss gemäß CLP-Verordnung als hautätzend der Kategorie 1B mit dem Signalwort "Gefahr" eingestuft werden. Sie ist nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) gelistet. Als Lebensmittelzusatzstoff (E280) ist sie in der EU zugelassen und reguliert. Verwender müssen Sicherheitsdatenblätter bereitstellen und Expositionsszenarien befolgen. Je nach Anwendung können zusätzliche branchenspezifische Vorschriften gelten.

Wo kann man Propionsäure in Europa kaufen?

Propionsäure ist über spezialisierte Chemikalienhändler in Europa erhältlich. OYSI ist ein etablierter europäischer Distributor für technische Chemikalien und kann Propionsäure in verschiedenen Qualitäten und Gebindegrößen liefern. Als erfahrener Anbieter stellt OYSI vollständige Dokumentation, Sicherheitsdatenblätter und technischen Support zur Verfügung. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Anforderungen, Verfügbarkeit und technische Beratung zu Propionsäure für Ihre industriellen Anwendungen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.