Methanesulfonic acid

CH4O3S

methanesulfonic acid

CAS75-75-2
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
75-75-2
EG-Nummer
200-898-6
UN-Nummer
3265
Index-Nummer
607-145-00-4
PubChem CID
6395

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
CH4O3S
Molare Masse
96.11 g/mol
IUPAC-Name
methanesulfonic acid

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/CH4O3S/c1-5(2,3)4/h1H3,(H,2,3,4)
InChI Key
AFVFQIVMOAPDHO-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Methanesulfonic acid (CAS 75-75-2) ist eine starke Organosulfonsäure mit ausgezeichneter thermischer Stabilität und hoher Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln. Methanesulfonsäure, auch bekannt unter der IUPAC-Bezeichnung methanesulfonic acid, stellt eine der wichtigsten aliphatischen Sulfonsäuren in der chemischen Industrie dar. Mit der Summenformel CH4O3S und einer Molmasse von 96,11 g/mol gehört sie zur Klasse der starken organischen Säuren. Im Gegensatz zu anderen organischen Säuren wie butanoic acid oder heptanoic acid zeigt Methanesulfonsäure eine deutlich höhere Säurestärke und bietet einzigartige Eigenschaften für spezialisierte Anwendungen. Die Substanz ist als hautätzend der Kategorie 1B (Skin Corr. 1B) klassifiziert und trägt das Gefahrenpiktogramm GHS05 sowie das Signalwort "Danger". Aufgrund ihrer korrosiven Eigenschaften unterliegt sie der ADR-Klasse 8 für ätzende Stoffe. Methanesulfonsäure zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche chemische und thermische Beständigkeit aus, wodurch sie auch unter extremen Bedingungen stabil bleibt. In der Industrie findet Methanesulfonsäure vielfältige Anwendung als Katalysator in der organischen Synthese, insbesondere bei Veresterungs- und Alkylierungsreaktionen. Sie dient als Elektrolyt in galvanischen Prozessen, wo ihre hohe Leitfähigkeit und Stabilität geschätzt werden. Darüber hinaus wird sie als Beizmittel in der Textilindustrie sowie als pH-Regulator in verschiedenen chemischen Prozessen eingesetzt. Als etablierter europäischer Distributor für technische Chemikalien bietet OYSI Methanesulfonsäure in verschiedenen Qualitäten und Gebindegrößen für industrielle Anwendungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Skin Corr. 1B

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3265
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameMethansulfonsäure, freie Schwefelsäure <= 5 %, flüssig
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Methansulfonsäure?

Methansulfonsäure ist eine organische Schwefelsäure mit der chemischen Formel CH4O3S und der CAS-Nummer 75-75-2. Sie besitzt eine Molmasse von 96,11 g/mol und gehört zu den starken Säuren. Diese Verbindung ist hochkorrosiv und wird als Skin Corr. 1B klassifiziert, was bedeutet, dass sie schwere Hautverätzungen verursachen kann. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften findet sie vielfältige Anwendungen in der chemischen Industrie.

Welche sind die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Methansulfonsäure?

Methansulfonsäure ist eine farblose bis leicht gelbliche, viskose Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Sie ist vollständig wasserlöslich und hygroskopisch, das heißt sie zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Die Substanz ist thermisch stabil und nicht oxidierend, was sie von anderen starken Säuren unterscheidet. Ihre korrosiven Eigenschaften machen sie zu einer sehr reaktiven Verbindung, die mit vielen Materialien reagieren kann.

Wofür wird Methansulfonsäure verwendet?

Methansulfonsäure dient als starkes Säurekatalysator in der organischen Synthese und als Elektrolyt in galvanischen Prozessen. Sie wird häufig in der Pharma- und Agrochemie-Industrie eingesetzt, sowie bei der Herstellung von Tensiden und anderen chemischen Zwischenprodukten. Aufgrund ihrer nicht-oxidierenden Eigenschaften ist sie besonders wertvoll für Reaktionen, bei denen andere starke Säuren unerwünschte Nebenreaktionen verursachen würden.

Wie handhabe ich Methansulfonsäure sicher?

Methansulfonsäure erfordert aufgrund ihrer korrosiven Eigenschaften umfassende Schutzmaßnahmen. Tragen Sie immer säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und Laborkittel. Arbeiten Sie unter einem Abzug oder in gut belüfteten Räumen. Verwenden Sie säurebeständige Werkzeuge und Behälter aus geeigneten Materialien wie PTFE oder Glas. Halten Sie stets Neutralisationsmittel und Augenspülungen bereit. Vermeiden Sie jeden direkten Hautkontakt und das Einatmen von Dämpfen.

Wie lagere ich Methansulfonsäure korrekt?

Methansulfonsäure muss in fest verschlossenen, säurebeständigen Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Lagern Sie die Substanz getrennt von Basen, Metallen und organischen Materialien, um gefährliche Reaktionen zu vermeiden. Der Lagerbereich sollte über geeignete Auffangvorrichtungen für eventuelle Leckagen verfügen. Kennzeichnen Sie die Behälter deutlich und stellen Sie sicher, dass nur autorisiertes Personal Zugang hat.

Was tue ich bei Kontakt mit Methansulfonsäure?

Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen mindestens 15 Minuten mit Wasser oder Augenspüllösung. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus und trinken reichlich Wasser. Rufen Sie in allen Fällen sofort einen Arzt und bringen Sie das Sicherheitsdatenblatt mit. Niemals Erbrechen herbeiführen.

Wie entsorge ich Methansulfonsäure ordnungsgemäß?

Methansulfonsäure muss als gefährlicher Abfall über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Eine direkte Ableitung in die Kanalisation oder Gewässer ist strengstens verboten. Kleine Mengen können nach vorheriger Neutralisation mit geeigneten Basen wie Natriumhydrogencarbonat behandelt werden, jedoch nur durch fachkundiges Personal. Beachten Sie die örtlichen Abfallvorschriften und dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen.

Wie transportiere ich Methansulfonsäure?

Methansulfonsäure ist nach ADR als Gefahrgut der Klasse 8 (ätzende Stoffe), Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert spezielle Verpackungen und Kennzeichnungen gemäß den Gefahrgutvorschriften. Verwenden Sie nur zugelassene Transportbehälter und stellen Sie sicher, dass der Fahrer über einen ADR-Schein verfügt. Die Fahrzeuge müssen entsprechend ausgerüstet und gekennzeichnet sein. Beachten Sie die besonderen Vorschriften für Tunneldurchfahrten und Parkbeschränkungen.

Unterliegt Methansulfonsäure besonderen Vorschriften?

Methansulfonsäure unterliegt der REACH-Verordnung und muss bei Verwendung über einer Tonne pro Jahr registriert werden. Nach CLP-Verordnung ist sie als hautätzend (Skin Corr. 1B) eingestuft und muss entsprechend gekennzeichnet werden. Die Substanz ist nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) gelistet. Dennoch müssen Anwender die Arbeitsschutzbestimmungen einhalten und gegebenenfalls eine Gefährdungsbeurteilung durchführen sowie Betriebsanweisungen erstellen.

Wo kann ich Methansulfonsäure in Europa kaufen?

Methansulfonsäure können Sie bei OYSI, einem führenden europäischen Distributor für Chemikalien, beziehen. OYSI bietet professionelle Beratung und gewährleistet die ordnungsgemäße Lieferung unter Einhaltung aller Sicherheits- und Transportvorschriften. Als spezialisierter Chemikalienhändler verfügt OYSI über das notwendige Fachwissen und die erforderlichen Zulassungen für den Vertrieb dieser korrosiven Substanz. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Anfragen zu Verfügbarkeit und technischen Spezifikationen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.