Zinc bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolate)

C10H8N2O2S2Zn

zinc bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolate)

CAS13463-41-7
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
13463-41-7
EG-Nummer
236-671-3
UN-Nummer
2811
Index-Nummer
613-333-00-7
PubChem CID
26041

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C10H8N2O2S2Zn
Molare Masse
317.70 g/mol
IUPAC-Name
zinc bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolate)

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2C5H5NOS.Zn/c2*7-6-4-2-1-3-5(6)8;/h2*1-4,8H;/q;;+2/p-2
InChI Key
OTPSWLRZXRHDNX-UHFFFAOYSA-L

Überblick

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) (CAS 13463-41-7) ist eine organometallische Zinkverbindung mit antimikrobiellen und fungiziden Eigenschaften. Diese chemische Substanz mit der Molekularformel C10H8N2O2S2Zn und einer molaren Masse von 317,7 g/mol gehört zur Klasse der Zink-Pyridinderivate und wird hauptsächlich als Biozid in verschiedenen industriellen Anwendungen eingesetzt. Die Verbindung zeichnet sich durch ihre hohe biologische Aktivität gegen Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen aus, was sie zu einem wertvollen Wirkstoff in der Materialkonservierung macht. Als organometallischer Komplex kombiniert sie die antimikrobiellen Eigenschaften von Zink mit der stabilisierenden Wirkung des Pyridin-Thiolat-Ligandensystems. Besondere Vorsicht ist bei der Handhabung geboten, da die Substanz als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B klassifiziert ist und akute Toxizität sowie schwere Augenschäden verursachen kann. Die Einstufung als STOT RE 1 weist auf Organschäden bei wiederholter Exposition hin. Zusätzlich stellt sie eine erhebliche Gefahr für Gewässerorganismen dar. Industriell findet Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) Verwendung in der Kunststoffindustrie als antimikrobieller Zusatzstoff, in Beschichtungsformulierungen zum Schutz vor Mikroorganismen sowie in speziellen Konservierungssystemen. Im Gegensatz zu anderen antimikrobiellen Wirkstoffen wie 2,2-Dibrom-2-cyanoacetatamid bietet diese Zinkverbindung eine langanhaltende Schutzwirkung bei geringeren Konzentrationen. OYSI stellt Ihnen Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) in entsprechender technischer Qualität für Ihre spezifischen Anwendungsanforderungen zur Verfügung.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Repr. 1B; Acute Tox. 2; Acute Tox. 3; STOT RE 1; Eye Dam. 1; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer2811
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameZink-Pyrithion
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat)?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) ist eine organische Zinkverbindung mit der Summenformel C10H8N2O2S2Zn und der CAS-Nummer 13463-41-7. Diese Substanz hat eine Molmasse von 317,7 g/mol und gehört zu den metallorganischen Komplexverbindungen. Sie weist erhebliche Gesundheits- und Umweltgefahren auf, einschließlich reproduktionstoxischer Eigenschaften und akuter Toxizität. Die Verbindung wird hauptsächlich in spezialisierten industriellen Anwendungen eingesetzt.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat)?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) ist ein organischer Zinkkomplex mit einer Molmasse von 317,7 g/mol. Die genauen physikalischen Eigenschaften wie Aggregatzustand, Farbe und Löslichkeit hängen von den spezifischen Herstellungsbedingungen ab. Als metallorganische Verbindung zeigt sie typischerweise begrenzte Wasserlöslichkeit. Die Substanz enthält Schwefel- und Stickstoffatome in ihrer Struktur, was ihre chemischen Eigenschaften und Reaktivität beeinflusst.

Wofür wird Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) verwendet?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) wird hauptsächlich in spezialisierten industriellen Anwendungen eingesetzt, insbesondere als Zwischenprodukt in der chemischen Synthese. Die Verbindung kann als Katalysator oder Reagenz in organischen Reaktionen verwendet werden. Aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften ist die Anwendung auf professionelle industrielle Bereiche beschränkt, wo entsprechende Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet werden können. Spezifische Anwendungen erfordern Fachwissen über organometallische Chemie.

Wie manipuliert man Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) sicher?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) erfordert strikte Sicherheitsmaßnahmen aufgrund seiner Klassifizierung als reproduktionstoxisch und akut toxisch. Tragen Sie immer vollständige persönliche Schutzausrüstung einschließlich Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutz. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzugshauben. Vermeiden Sie jeden direkten Hautkontakt und das Einatmen von Dämpfen. Schwangere Frauen dürfen keinen Kontakt mit dieser Substanz haben.

Wie lagert man Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) korrekt?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) muss in fest verschlossenen Behältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Bewahren Sie die Substanz getrennt von unverträglichen Materialien auf und schützen Sie sie vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung. Der Lagerbereich sollte nur für autorisiertes Personal zugänglich sein und über entsprechende Warnschilder verfügen. Stellen Sie sicher, dass Notfallausrüstung und Erste-Hilfe-Material in der Nähe verfügbar sind.

Was tun bei Kontakt mit Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat)?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie sofort mit viel Wasser und suchen medizinische Hilfe auf. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen. In allen Fällen umgehend ärztliche Behandlung suchen und Sicherheitsdatenblatt vorlegen.

Wie entsorgt man Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) ordnungsgemäß?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Die Substanz darf nicht über das normale Abwassersystem oder den Hausmüll entsorgt werden. Wenden Sie sich an zugelassene Entsorgungsunternehmen für gefährliche Abfälle. Sammeln Sie Reste in geeigneten, beschrifteten Behältern und vermeiden Sie die Vermischung mit anderen Chemikalien. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den gesetzlichen Auflagen.

Wie transportiert man Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat)?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 6.1 (giftige Stoffe) und Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechende Gefahrgutdokumentation, zugelassene Verpackungen und geschultes Personal. Fahrzeuge müssen mit den vorgeschriebenen Warntafeln und Gefahrzetteln gekennzeichnet sein. Beachten Sie alle nationalen und internationalen Transportvorschriften für giftige Substanzen. Verwenden Sie nur zugelassene Spediteure für den Gefahrguttransport.

Unterliegt Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) besonderen Vorschriften?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) unterliegt strengen EU-Vorschriften gemäß REACH und CLP-Verordnung aufgrund seiner gefährlichen Eigenschaften. Die Substanz ist als reproduktionstoxisch (Kategorie 1B), akut toxisch und umweltgefährdend eingestuft. Verwender müssen entsprechende Risikobewertungen durchführen und Expositionsszenarien beachten. Aufgrund der reproduktionstoxischen Eigenschaften können zusätzliche Arbeitsschutzbestimmungen gelten. Prüfen Sie nationale Chemikaliengesetze und spezifische Beschränkungen für den gewerblichen Einsatz.

Wo kann man Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) in Europa kaufen?

Zink-bis(1-oxidopyridin-1-ium-2-thiolat) ist über OYSI, einen führenden europäischen Distributor für Spezialchemikalien, erhältlich. OYSI bietet professionelle Beratung und sorgt für die ordnungsgemäße Handhabung dieser gefährlichen Substanz. Aufgrund der hohen Toxizität ist der Verkauf auf qualifizierte gewerbliche Anwender beschränkt. Kontaktieren Sie OYSI für detaillierte Informationen zu Verfügbarkeit, technischen Spezifikationen und Compliance-Anforderungen. Alle Lieferungen erfolgen unter Einhaltung der Gefahrgutvorschriften.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.