Chloro(2-methoxyethyl)mercury
C3H7ClHgO
chloro(2-methoxyethyl)mercury
Beratung für Chloro(2-methoxyethyl)mercury
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Identifikation
- CAS-Nummer
- 123-88-6
- EG-Nummer
- 204-659-7
- UN-Nummer
- 2777
- Index-Nummer
- 080-009-00-4
- PubChem CID
- 12521357
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- C3H7ClHgO
- Molare Masse
- 295.13 g/mol
- IUPAC-Name
- chloro(2-methoxyethyl)mercury
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/C3H7O.ClH.Hg/c1-3-4-2;;/h1,3H2,2H3;1H;/q;;+1/p-1
- InChI Key
- VJTAZCKMHINUKO-UHFFFAOYSA-M
Überblick
Chloro(2-methoxyethyl)mercury (CAS 123-88-6) ist eine organische Quecksilberverbindung mit hochgiftigen Eigenschaften und starker Umweltgefährdung. Diese organometallische Verbindung mit der Molekularformel C3H7ClHgO und einer Molmasse von 295,13 g/mol gehört zu den gefährlichsten Chemikalien in der industriellen Anwendung. Die Substanz kombiniert die extreme Toxizität von Quecksilber mit der Mobilität organischer Verbindungen, was sie besonders bedenklich für Mensch und Umwelt macht. Mit der EC-Nummer 204-659-7 ist sie als akut toxisch (Kategorie 3), organtoxisch bei wiederholter Exposition (STOT RE 1), hautätzend (Skin Corr. 1B) und hochgefährlich für Wasserorganismen klassifiziert. Die Verbindung trägt das Gefahrensignal "Danger" und erfordert die GHS-Piktogramme für Totenkopf (GHS06), Gesundheitsgefahr (GHS08), Ätzwirkung (GHS05) und Umweltgefährdung (GHS09). Der ADR-Transport erfolgt unter Klasse 6.1 für giftige Stoffe. Wie andere organische Quecksilberverbindungen, beispielsweise nitrooxy(phenyl)mercury, zeigt sie eine hohe Bioakkumulation und Persistenz in Ökosystemen. Industrielle Anwendungen finden sich hauptsächlich in der Katalyse spezieller organischer Synthesen, als Reagenz in der pharmazeutischen Forschung und in hochspezialisierten analytischen Verfahren. Aufgrund der extremen Toxizität ist der Einsatz streng reguliert und auf unverzichtbare Anwendungen beschränkt. Ähnlich wie acetyloxy(phenyl)mercury erfordert die Handhabung höchste Sicherheitsstandards und speziell geschultes Personal. OYSI bietet chloro(2-methoxyethyl)mercury für qualifizierte industrielle Kunden mit entsprechenden Sicherheitszertifikaten und Entsorgungskonzepten an.
Sicherheit & Klassifizierung
Acute Tox. 3 *; STOT RE 1; Skin Corr. 1B; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1
GHS-Piktogramme
Totenkopf mit Knochen
GHS06
Akut toxisch. Lebensgefahr bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.
Gesundheitsgefahr
GHS08
Schwere Gesundheitsgefahr. Kann Krebs, Organschäden oder genetische Defekte verursachen.
Ätzwirkung
GHS05
Ätzend. Verursacht schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden.
Umwelt
GHS09
Umweltgefährlich. Giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Hautkontakt
Maßnahmen bei Berührung mit der Haut
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
- +P352Mit viel Wasser waschen.
- +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Augenkontakt
Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
- +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
- +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Verschlucken
Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P301BEI VERSCHLUCKEN:
- +P330Mund ausspülen.
- +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
- +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Allgemeine Maßnahmen
Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 2777 |
| ADR-Klasse | 6.1 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Tunnelbeschränkungscode | D/E |
| Proper Shipping Name | 2-Methoxyethylquecksilberchlorid |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Chloro(2-methoxyethyl)mercury?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury ist eine organoquecksilberverbindung mit der chemischen Formel C3H7ClHgO und der CAS-Nummer 123-88-6. Diese Substanz hat eine Molmasse von 295,13 g/mol und gehört zu den hochgiftigen Quecksilberderivaten. Sie wird als akut toxisch der Kategorie 3 eingestuft und verursacht spezifische Zielorganschäden bei wiederholter Exposition. Die Verbindung ist außerdem stark hautätzend und gewässergefährdend.
Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Chloro(2-methoxyethyl)mercury?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury ist eine organische Quecksilberverbindung mit spezifischen physikalisch-chemischen Eigenschaften, die typisch für Organoquecksilberderivate sind. Die genauen Angaben zu Aggregatzustand, Farbe, Geruch und Löslichkeit variieren je nach Reinheitsgrad und Herstellungsmethode. Aufgrund der hochgiftigen Natur dieser Substanz sind detaillierte Charakterisierungen nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen möglich. Die Molmasse beträgt 295,13 g/mol.
Wofür wird Chloro(2-methoxyethyl)mercury verwendet?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury wird hauptsächlich als Forschungschemikalie und in spezialisierten analytischen Anwendungen eingesetzt. Diese organische Quecksilberverbindung findet Verwendung in der chemischen Synthese als Reagenz für bestimmte Reaktionen sowie in toxikologischen Studien. Aufgrund ihrer extremen Toxizität ist die Anwendung streng auf Labore mit entsprechender Ausstattung und Fachpersonal beschränkt. Industrielle Großanwendungen sind aufgrund der Gefahren und rechtlichen Beschränkungen sehr begrenzt.
Wie manipuliert man Chloro(2-methoxyethyl)mercury sicher?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury erfordert höchste Sicherheitsvorkehrungen bei der Handhabung aufgrund seiner extremen Toxizität. Tragen Sie vollständige persönliche Schutzausrüstung einschließlich säurebeständiger Handschuhe, Schutzbrille und Laborkittel. Arbeiten Sie ausschließlich unter einem gut funktionierenden Abzug oder in einem geschlossenen System. Vermeiden Sie jeglichen direkten Haut- oder Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen. Halten Sie Notfallausrüstung und Erste-Hilfe-Material bereit.
Wie lagert man Chloro(2-methoxyethyl)mercury korrekt?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury muss in einem speziell für giftige Chemikalien vorgesehenen, verschließbaren Sicherheitsschrank gelagert werden. Bewahren Sie die Substanz in der Originalverpackung bei kontrollierter Raumtemperatur auf, fern von Hitze, direktem Sonnenlicht und unverträglichen Materialien. Der Lagerbereich muss gut belüftet, trocken und für Unbefugte unzugänglich sein. Führen Sie ein detailliertes Inventar und kennzeichnen Sie alle Behälter deutlich mit Gefahrenhinweisen.
Was ist bei Kontakt mit Chloro(2-methoxyethyl)mercury zu tun?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Exposition. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie gründlich mit Wasser und konsultieren einen Arzt. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen. Suchen Sie in allen Fällen sofort medizinische Hilfe und bringen das Sicherheitsdatenblatt mit.
Wie entsorgt man Chloro(2-methoxyethyl)mercury ordnungsgemäß?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury muss als Sondermüll über spezialisierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden, die für quecksilberhaltige Abfälle zertifiziert sind. Sammeln Sie Reste in den Originalbehältern oder in kompatiblen, dicht verschließbaren Gefäßen. Eine Entsorgung über den normalen Abfall oder das Abwasser ist strengstens verboten. Dokumentieren Sie die Entsorgung gemäß den nationalen und EU-Vorschriften für gefährliche Abfälle und bewahren Sie alle Nachweise auf.
Wie transportiert man Chloro(2-methoxyethyl)mercury?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 6.1, Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt strengen Transportvorschriften. Der Transport erfordert spezielle UN-zugelassene Verpackungen, entsprechende Gefahrzettel und Begleitdokumente. Nur geschultes Personal und zertifizierte Transportunternehmen dürfen diese Substanz befördern. Die Sendung muss den ADR-Bestimmungen für giftige Stoffe entsprechen und ordnungsgemäß gekennzeichnet sein. Informieren Sie sich über aktuelle Transportbeschränkungen.
Unterliegt Chloro(2-methoxyethyl)mercury besonderen Vorschriften?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury unterliegt umfangreichen regulatorischen Bestimmungen aufgrund seiner hohen Toxizität und Umweltgefährlichkeit. Die Substanz fällt unter die CLP-Verordnung mit Kennzeichnungspflicht und unter REACH-Registrierungsanforderungen. Als quecksilberhaltige Verbindung können zusätzliche nationale und EU-Beschränkungen gelten. Verwender müssen Sicherheitsdatenblätter bereitstellen, Expositionsszenarien beachten und möglicherweise Verwendungsbeschränkungen befolgen. Prüfen Sie stets die aktuellen rechtlichen Anforderungen vor Erwerb und Verwendung.
Wo kann man Chloro(2-methoxyethyl)mercury in Europa kaufen?
Chloro(2-methoxyethyl)mercury ist über spezialisierte Chemikalienhändler wie OYSI, einem europäischen Distributor für technische Chemikalien, erhältlich. Aufgrund der extremen Toxizität und rechtlichen Beschränkungen ist der Erwerb nur für qualifizierte Endverbraucher mit entsprechender Lizenz und Ausstattung möglich. Der Kauf erfordert üblicherweise den Nachweis der sachgerechten Verwendung und Entsorgung. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, Spezifikationen und regulatorische Anforderungen in Ihrem Land.
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Chloro(2-methoxyethyl)mercury ist ein Gefahrgut. Wir unterstützen Sie bei Kennzeichnung, Verpackung und Transportdokumentation.
Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.