Zinc bis(N,N-dimethylcarbamodithioate)

C6H12N2S4Zn

zinc bis(N,N-dimethylcarbamodithioate)

CAS137-30-4
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
137-30-4
EG-Nummer
205-288-3
UN-Nummer
2771
Index-Nummer
006-012-00-2
PubChem CID
8722

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C6H12N2S4Zn
Molare Masse
305.80 g/mol
IUPAC-Name
zinc bis(N,N-dimethylcarbamodithioate)

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2C3H7NS2.Zn/c2*1-4(2)3(5)6;/h2*1-2H3,(H,5,6);/q;;+2/p-2
InChI Key
DUBNHZYBDBBJHD-UHFFFAOYSA-L

Überblick

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) (CAS 137-30-4) ist eine organometallische Zinkverbindung mit fungiziden und bakteriziden Eigenschaften. Diese Substanz mit der Summenformel C6H12N2S4Zn und einer Molmasse von 305,8 g/mol gehört zur Klasse der Dithiocarbamate und stellt einen wichtigen Wirkstoff in der industriellen Biozid-Anwendung dar. Die Verbindung zeichnet sich durch ihre charakteristische schwefelhaltige Struktur aus, bei der zwei N,N-Dimethylcarbamodithioat-Liganden an ein zentrales Zinkatom koordiniert sind. Aufgrund ihrer hohen biologischen Aktivität ist sie als akut toxisch der Kategorien 2 und 4 eingestuft und trägt entsprechend das Signalwort "Danger" mit den GHS-Piktogrammen für Toxizität, Gesundheitsgefahr, Ätzwirkung und Umweltgefährlichkeit. Besondere Vorsicht ist bei der Handhabung geboten, da die Substanz schwere Augenschäden verursachen kann, sensibilisierend auf die Haut wirkt und spezifische Zielorgan-Toxizität aufweist. Die ADR-Klassifizierung 6.1 unterstreicht die Notwendigkeit spezieller Transportvorschriften für giftige Stoffe. In der industriellen Praxis findet Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) hauptsächlich Anwendung als Konservierungsmittel in Kühlschmierstoffen, als Biozid in Kautschuk- und Polymersystemen sowie in der Materialkonservierung. Anders als strukturell verwandte Verbindungen wie 2,2-Dibrom-2-cyanoacetamid bietet diese Zinkverbindung spezifische Vorteile durch ihre Metallkomplexstruktur. OYSI stellt diese technische Spezialchemikalie für qualifizierte industrielle Anwender zur Verfügung und gewährleistet dabei höchste Qualitätsstandards sowie fachgerechte Beratung bei der sicherheitskonformen Anwendung.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 4 *; STOT SE 3; STOT RE 2 *; Eye Dam. 1; Skin Sens. 1; Aquatic Acute 1...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H335

Kann die Atemwege reizen.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer2771
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameZiram (ISO)
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat)?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) ist eine organische Zinkverbindung mit der Summenformel C6H12N2S4Zn und der CAS-Nummer 137-30-4. Diese Substanz gehört zur Familie der Dithiocarbamate und weist eine Molekülmasse von 305,8 g/mol auf. Sie wird hauptsächlich als Fungizid und Vulkanisationsbeschleuniger in der Industrie eingesetzt und ist aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften als gefährlich eingestuft.

Welche physikochemischen Eigenschaften hat Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat)?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) liegt typischerweise als weißer bis gelblicher kristalliner Feststoff vor. Die Verbindung ist in Wasser schlecht löslich, löst sich jedoch in organischen Lösungsmitteln wie Alkoholen und Ketonen. Sie ist thermisch instabil und kann bei Erhitzung toxische Gase freisetzen. Die Substanz weist eine charakteristische schwefelartige Geruchsnote auf und ist lichtempfindlich.

Wofür wird Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) verwendet?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) wird hauptsächlich als Vulkanisationsbeschleuniger in der Gummi- und Kautschukindustrie eingesetzt. Es dient als Fungizid in der Landwirtschaft zum Schutz vor Pilzkrankheiten und findet Anwendung als Biozid in verschiedenen industriellen Prozessen. Zusätzlich wird es in der Herstellung von Kunststoffen und als Stabilisator in bestimmten chemischen Formulierungen verwendet.

Wie sollte Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) sicher gehandhabt werden?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) erfordert aufgrund seiner Einstufung als Acute Tox. 2 und Eye Dam. 1 strikte Sicherheitsmaßnahmen. Tragen Sie Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Staub. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Bei der Handhabung sind geschlossene Arbeitskleidung und geeignete Persönliche Schutzausrüstung (PSA) unerlässlich.

Wie wird Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) korrekt gelagert?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) muss trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Die Lagerung sollte in fest verschlossenen Originalbehältern in gut belüfteten Räumen erfolgen. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Oxidationsmitteln, starken Säuren und Basen. Der Lagerbereich muss für unbefugte Personen unzugänglich sein und entsprechend den örtlichen Vorschriften für gefährliche Stoffe ausgestattet werden.

Was ist bei Kontakt mit Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) zu tun?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie sofort mit Wasser und suchen einen Arzt auf. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen, Mund ausspülen und umgehend ärztliche Hilfe holen. Bei Einatmung die Person an die frische Luft bringen.

Wie wird Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) ordnungsgemäß entsorgt?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) darf nicht über den normalen Hausmüll oder das Abwasser entsorgt werden. Die Entsorgung muss über zugelassene Entsorgungsunternehmen für Sonderabfall erfolgen, da die Substanz als Aquatic Acute 1 klassifiziert ist. Kontaminierte Verpackungen und Reste müssen entsprechend den nationalen und europäischen Abfallvorschriften behandelt werden. Wenden Sie sich an Ihren lokalen Abfallentsorgungsdienstleister für spezifische Anweisungen.

Wie wird Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) transportiert?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 6.1 (Giftige Stoffe), Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechende Gefahrgutverpackungen, Kennzeichnung und Begleitpapiere. Transportunternehmen müssen über eine Gefahrgutzulassung verfügen und die ADR-Bestimmungen einhalten. Die Sendungen müssen mit den entsprechenden Gefahrenzetteln und UN-Nummern gekennzeichnet sein. Spezielle Ladungssicherung und Notfallausrüstung sind erforderlich.

Unterliegt Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) besonderen Regelungen?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) unterliegt der europäischen REACH-Verordnung und muss registriert werden. Die CLP-Verordnung regelt die Einstufung und Kennzeichnung mit dem Signalwort "Danger" und den Piktogrammen GHS06, GHS08, GHS05 und GHS09. Als Biozid kann es zusätzlich der Biozid-Verordnung unterliegen. Die Verwendung ist möglicherweise durch nationale Pflanzenschutzmittelgesetze reglementiert. Überprüfen Sie stets die aktuellen nationalen und europäischen Bestimmungen vor der Verwendung.

Wo kann man Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) in Europa kaufen?

Zink-bis(N,N-dimethylcarbamodithioat) können Sie bei OYSI, einem etablierten europäischen Distributor für Industriechemikalien, beziehen. OYSI verfügt über ein umfassendes Netzwerk und kann die Substanz in verschiedenen Mengen und Spezifikationen liefern. Als spezialisierter Chemikalienhändler gewährleistet OYSI die ordnungsgemäße Dokumentation, Verpackung und den sicheren Transport gemäß den europäischen Vorschriften. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, technische Datenblätter und Angebote.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.