Trioxochromium

CrO3

trioxochromium

CAS1333-82-0
GHS03 Gefahrensymbol: Brandfördernd – Flamme über Kreis
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
1333-82-0
EG-Nummer
215-607-8
UN-Nummer
1463
Index-Nummer
024-001-00-0
PubChem CID
14915

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
CrO3
Molare Masse
99.99 g/mol
IUPAC-Name
trioxochromium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/Cr.3O
InChI Key
WGLPBDUCMAPZCE-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Trioxochromium (CAS 1333-82-0) ist ein starkes anorganisches Oxidationsmittel mit hochgefährlichen toxischen und kanzerogenen Eigenschaften. Diese kristalline Verbindung mit der Molekularformel CrO3 und einer Molmasse von 99,994 g/mol stellt eines der wichtigsten Chrom(VI)-oxide in der chemischen Industrie dar. Trioxochromium zeichnet sich durch seine außergewöhnlich starken oxidierenden Eigenschaften aus, die es für verschiedene industrielle Anwendungen unverzichtbar machen, gleichzeitig aber auch extreme Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen. Die Substanz ist als Oxidationsmittel der Kategorie 1, Karzinogen 1A und Mutagen 1B klassifiziert und trägt entsprechend die GHS-Piktogramme für oxidierende Stoffe (GHS03), Gesundheitsgefährdung (GHS08), akute Toxizität (GHS06), Ätzwirkung (GHS05) und Umweltgefährdung (GHS09). Der ADR-Transportklasse 5.1 zugeordnet, erfordert Trioxochromium spezialisierte Handhabungs- und Lagerverfahren gemäß den strengsten Sicherheitsprotokollen. In der industriellen Praxis findet Trioxochromium hauptsächlich in der Galvanotechnik zur Herstellung von Chromschichten, in der organischen Synthese als selektives Oxidationsmittel sowie in der Katalysatorproduktion Anwendung. Verwandte Chromverbindungen wie Chromium(2+);dioxido(dioxo)chromium werden häufig in ähnlichen Anwendungsbereichen eingesetzt, wobei Trioxochromium aufgrund seiner besonderen Reaktivität oft die bevorzugte Wahl darstellt. Als spezialisierter europäischer Distributor bietet OYSI Trioxochromium mit vollständiger technischer Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern für qualifizierte industrielle Anwender an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Ox. Sol. 1; Carc. 1A; Muta. 1B; Repr. 2; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE ...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H271

Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H311

Giftig bei Hautkontakt.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H334

Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Giftig

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1463
ADR-Klasse5.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameChromtrioxid, wasserfrei
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Trioxochromium?

Trioxochromium ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel CrO3 und der CAS-Nummer 1333-82-0. Diese Chrom(VI)-Verbindung mit einer Molmasse von 99,994 g/mol ist ein starkes Oxidationsmittel und gehört zu den gefährlichsten Chromverbindungen. Aufgrund seiner hohen Toxizität und krebserzeugenden Eigenschaften ist es als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft und unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften in der industriellen Anwendung.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Trioxochromium?

Trioxochromium ist ein kristalliner Feststoff mit charakteristisch dunkelroter bis schwarzer Farbe. Die Verbindung ist hygroskopisch und löst sich sehr gut in Wasser unter Bildung von Chromsäure. Als starkes Oxidationsmittel reagiert es heftig mit organischen Materialien und brennbaren Stoffen. Die Substanz ist korrosiv und kann bei Kontakt mit Feuchtigkeit aggressive Dämpfe freisetzen, weshalb eine trockene Lagerung essentiell ist.

Wofür wird Trioxochromium verwendet?

Trioxochromium wird hauptsächlich in der Galvanotechnik zur Herstellung von Chromüberzügen und in der chemischen Industrie als Oxidationsmittel eingesetzt. Weitere Anwendungen finden sich in der Katalyse, bei der Herstellung organischer Verbindungen und in spezialisierten analytischen Verfahren. Aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit wird die Verwendung zunehmend durch weniger toxische Alternativen ersetzt und unterliegt strengen behördlichen Auflagen und Genehmigungsverfahren.

Wie manipuliert man Trioxochromium sicher?

Trioxochromium erfordert höchste Sicherheitsmaßnahmen mit vollständiger persönlicher Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, Schutzbrille und säurebeständigen Handschuhen. Arbeiten sind ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug durchzuführen. Jeglicher Hautkontakt ist zu vermeiden, da die Substanz hochgradig ätzend und krebserzeugend ist. Mitarbeiter müssen speziell geschult sein und regelmäßige Gesundheitsüberwachung erhalten. Notfallausrüstung und Dekontaminationsmittel müssen stets verfügbar sein.

Wie lagert man Trioxochromium korrekt?

Trioxochromium muss in dicht verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Die Lagerung erfolgt getrennt von brennbaren Materialien, organischen Stoffen und Reduktionsmitteln aufgrund der starken Oxidationswirkung. Ein spezieller Gefahrstofflagerbereich mit entsprechender Belüftung, Auffangwannen und Notfallausrüstung ist erforderlich. Regelmäßige Kontrollen der Behälter auf Beschädigungen und strikte Zugangsbeschränkungen sind unerlässlich.

Was tun bei Kontakt mit Trioxochromium?

Bei Hautkontakt mit Trioxochromium ist sofort mit reichlich Wasser mindestens 15 Minuten zu spülen und kontaminierte Kleidung zu entfernen. Bei Augenkontakt erfolgt ebenfalls sofortige Spülung mit Wasser für mindestens 15 Minuten. Nach Einatmen ist die Person an die frische Luft zu bringen. In allen Fällen ist unverzüglich ärztliche Hilfe zu suchen und das Sicherheitsdatenblatt mitzunehmen. Erbrechen nach Verschlucken nicht herbeiführen.

Wie entsorgt man Trioxochromium sachgerecht?

Trioxochromium ist als Sonderabfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften zu entsorgen und darf niemals über das normale Abwassersystem oder den Hausmüll entsorgt werden. Die Entsorgung erfolgt ausschließlich über zugelassene Entsorgungsunternehmen für Gefahrstoffe. Reste müssen in den Originalbehältern oder geeigneten Ersatzbehältern gesammelt und entsprechend gekennzeichnet werden. Eine ordnungsgemäße Dokumentation der Entsorgung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wie transportiert man Trioxochromium?

Trioxochromium wird als Gefahrgut der ADR-Klasse 5.1 (Entzündend wirkende Stoffe) der Verpackungsgruppe II transportiert. Der Transport erfordert spezielle UN-konforme Verpackungen und entsprechende Gefahrzettel. Transporteure benötigen ADR-Schulungen und Fahrzeuge müssen für Gefahrguttransporte zugelassen sein. Die Beförderung unterliegt strengen Dokumentationspflichten mit Beförderungspapieren und Unfallmerkblättern. Nur spezialisierte Logistikunternehmen dürfen diese hochgefährliche Substanz transportieren.

Unterliegt Trioxochromium besonderen Regelungen?

Trioxochromium unterliegt umfangreichen Regelungen unter REACH, CLP und nationalen Chemikaliengesetzen aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend der Kategorie 1A. Die Verwendung erfordert oft behördliche Genehmigungen und Substitutionsprüfungen. Als Chrom(VI)-Verbindung fallen zusätzliche Arbeitsschutzbestimmungen an. Unternehmen müssen Expositionsszenarien erstellen, Mitarbeiter speziell schulen und regelmäßige Gesundheitsüberwachung durchführen. Strenge Dokumentations- und Meldepflichten sind zu beachten.

Wo kann man Trioxochromium in Europa kaufen?

Trioxochromium ist bei OYSI als europäischem Spezialisten für technische Chemikalien erhältlich. Als erfahrener Distributor bietet OYSI professionelle Beratung zu Handling, Sicherheit und regulatorischen Anforderungen. Der Erwerb setzt eine nachgewiesene professionelle Verwendung und entsprechende Genehmigungen voraus. OYSI gewährleistet konforme Verpackung, Kennzeichnung und Dokumentation gemäß allen relevanten europäischen Vorschriften für diese hochregulierte Gefahrstoffkategorie.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.