Diazanium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

Cr2H8N2O7

diazanium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

CAS7789-09-5
GHS03 Gefahrensymbol: Brandfördernd – Flamme über Kreis
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
7789-09-5
EG-Nummer
232-143-1
UN-Nummer
1439
Index-Nummer
024-003-00-1
PubChem CID
24600

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
Cr2H8N2O7
Molare Masse
252.07 g/mol
IUPAC-Name
diazanium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2Cr.2H3N.7O/h;;2*1H3;;;;;;;/q;;;;;;;;;2*-1/p+2
InChI Key
JOSWYUNQBRPBDN-UHFFFAOYSA-P

Überblick

Diazanium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium (CAS 7789-09-5) ist ein starkes Oxidationsmittel mit hoher toxikologischer Relevanz und vielseitigen industriellen Anwendungen. Diese Chromverbindung mit der Summenformel Cr2H8N2O7 und einer molaren Masse von 252,07 g/mol gehört zur Familie der Chromate und stellt aufgrund ihrer oxidierenden Eigenschaften sowohl ein wertvolles Industriechemikalie als auch eine substanz mit erheblichen Sicherheitsanforderungen dar. Das Produkt ist unter der EC-Nummer 232-143-1 registriert und unterliegt strengen Transportvorschriften der Klasse 5.1 nach ADR-Regelwerk. Die Verbindung zeichnet sich durch ihre starken oxidierenden Eigenschaften aus, was sich in der Klassifizierung als Oxidationsmittel der Kategorie 2 widerspiegelt. Besondere Vorsicht ist aufgrund der krebserzeugenden, erbgutverändernden und reproduktionstoxischen Eigenschaften geboten, die eine Einstufung in die höchsten Gefährdungskategorien zur Folge haben. Die Kennzeichnung erfolgt mit dem Signalwort "Danger" und den entsprechenden GHS-Piktogrammen für Oxidationsmittel, Gesundheitsgefahr, akute Toxizität, Ätzwirkung und Umweltgefahr. In der Industrie findet diese Chromverbindung hauptsächlich in der Oberflächenbehandlung, in galvanischen Prozessen und als Katalysator in spezialisierten chemischen Synthesen Verwendung. Verwandte Substanzen wie disodium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium und trioxochromium werden häufig in ähnlichen Anwendungsbereichen eingesetzt, unterscheiden sich jedoch in ihren spezifischen Eigenschaften und Handhabungsanforderungen. OYSI bietet diese technische Chromverbindung für qualifizierte industrielle Anwender unter Einhaltung aller relevanten Sicherheits- und Transportbestimmungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Ox. Sol. 2 ****; Carc. 1B; Muta. 1B; Repr. 1B; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 4 *; Acute Tox. 3 *; ST...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H272

Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel.

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H312

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H334

Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1439
ADR-Klasse5.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameAmmoniumdichromat
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Diammoniumdichromat?

Diammoniumdichromat ist ein anorganisches Chromsalz mit der Formel Cr2H8N2O7 und der CAS-Nummer 7789-09-5. Diese chemische Verbindung hat eine Molmasse von 252,07 g/mol und wird auch als diazanium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium bezeichnet. Es handelt sich um ein hochgefährliches Oxidationsmittel mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften.

Welche physikochemischen Eigenschaften hat Diammoniumdichromat?

Diammoniumdichromat ist typischerweise ein orangefarbenes bis rötlich-oranges kristallines Pulver mit hoher Wasserlöslichkeit. Die Verbindung ist geruchlos und zersetzt sich bei Erhitzung unter Freisetzung von Stickoxiden und Chromoxiden. Als starkes Oxidationsmittel reagiert es heftig mit brennbaren Materialien und organischen Verbindungen. Die Substanz ist hygroskopisch und kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen.

Wofür wird Diammoniumdichromat verwendet?

Diammoniumdichromat wird hauptsächlich in der Fotografiebranche als Oxidationsmittel in Entwicklungsprozessen eingesetzt. Weitere industrielle Anwendungen umfassen die Verwendung als Katalysator in chemischen Reaktionen, als Korrosionsinhibitor und in der Oberflächenbehandlung von Metallen. Aufgrund seiner stark oxidierenden Eigenschaften findet es auch Verwendung in pyrotechnischen Zusammensetzungen und als Reagenz in analytischen Laborverfahren.

Wie manipuliert man Diammoniumdichromat sicher?

Diammoniumdichromat erfordert höchste Sicherheitsvorkehrungen bei der Handhabung. Tragen Sie immer vollständige Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, Schutzbrille, säurefeste Handschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeden Kontakt mit Haut, Augen und Atemwegen. Halten Sie brennbare Materialien fern und verwenden Sie funkenfreie Werkzeuge.

Wie lagert man Diammoniumdichromat ordnungsgemäß?

Diammoniumdichromat muss in trockenen, kühlen und gut belüfteten Räumen gelagert werden, getrennt von brennbaren Stoffen, organischen Materialien und Reduktionsmitteln. Verwenden Sie säurebeständige, dicht verschlossene Behälter und kennzeichnen Sie diese deutlich. Die Lagerung sollte in speziellen Gefahrstoffschränken erfolgen, mit Zugriffsbeschränkung und entsprechender Überwachung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen.

Was tun bei Kontakt mit Diammoniumdichromat?

Diammoniumdichromat erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten spülen und kontaminierte Kleidung entfernen. Bei Augenkontakt ausgiebig mit Wasser spülen und Augenlider offen halten. Bei Einatmung an die frische Luft bringen und Atemwege freihalten. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen. In allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen und Sicherheitsdatenblatt vorlegen.

Wie entsorgt man Diammoniumdichromat ordnungsgemäß?

Diammoniumdichromat muss als gefährlicher Abfall gemäß den geltenden Vorschriften entsorgt werden und darf niemals über das Abwasser oder den Hausmüll entsorgt werden. Die Entsorgung erfolgt ausschließlich über zugelassene Entsorgungsunternehmen für Gefahrstoffe. Behälterreste gelten ebenfalls als kontaminiert und müssen fachgerecht entsorgt werden. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den behördlichen Anforderungen und bewahren Sie Nachweise auf.

Wie transportiert man Diammoniumdichromat?

Diammoniumdichromat ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 5.1 (oxidierende Stoffe) Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt strengen Transportvorschriften. Der Transport erfordert spezielle Kennzeichnung, geprüfte Verpackungen und entsprechende Beförderungspapiere. Nur geschultes Personal darf den Transport durchführen. Fahrzeuge müssen mit entsprechender Sicherheitsausrüstung ausgestattet sein und die ADR-Vorschriften vollständig einhalten.

Unterliegt Diammoniumdichromat besonderen Regelungen?

Diammoniumdichromat unterliegt strengsten regulatorischen Kontrollen aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend (Carc. 1B), erbgutverändernd (Muta. 1B) und fortpflanzungsgefährdend (Repr. 1B). Die Substanz fällt unter die CLP-Verordnung und REACH-Registrierung. Verwendung und Inverkehrbringen sind stark reglementiert und erfordern besondere Genehmigungen. Arbeitsplatzgrenzwerte müssen strikt eingehalten werden und regelmäßige Überwachung ist vorgeschrieben.

Wo kann man Diammoniumdichromat in Europa kaufen?

Diammoniumdichromat können Sie als professioneller Anwender über OYSI, einen etablierten europäischen Distributeur für technische Chemikalien, beziehen. Aufgrund der extremen Gefährlichkeit und regulatorischen Beschränkungen ist der Erwerb nur für qualifizierte industrielle und Laboranwender mit entsprechenden Genehmigungen möglich. OYSI unterstützt Sie bei allen regulatorischen Anforderungen und stellt vollständige Dokumentation sowie fachkundige Beratung zur Verfügung.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.