Dipotassium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

Cr2K2O7

dipotassium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

CAS7778-50-9
GHS03 Gefahrensymbol: Brandfördernd – Flamme über Kreis
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
7778-50-9
EG-Nummer
231-906-6
UN-Nummer
3087
Index-Nummer
024-002-00-6
PubChem CID
24502

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
Cr2K2O7
Molare Masse
294.18 g/mol
IUPAC-Name
dipotassium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2Cr.2K.7O/q;;2*+1;;;;;;2*-1
InChI Key
KMUONIBRACKNSN-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Dipotassium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium (CAS 7778-50-9) ist ein anorganisches Chromat-Salz mit starken oxidierenden Eigenschaften und hoher Toxizität. Diese Verbindung mit der Summenformel Cr2K2O7 und einer Molmasse von 294,18 g/mol gehört zur Familie der Dichromate und stellt aufgrund ihrer vielfältigen Gefahrenklassifikation eine besonders kritische Industriechemikalie dar. Als starkes Oxidationsmittel der Klasse 5.1 nach ADR-Vorschriften erfordert sie höchste Sicherheitsstandards bei Transport und Handhabung. Die Substanz weist eine komplexe Gefahrstoffklassifikation auf, die karzinogene (Carc. 1B), mutagene (Muta. 1B) und reproduktionstoxische (Repr. 1B) Eigenschaften sowie akute Toxizität verschiedener Grade umfasst. Dies macht sie zu einem der am strengsten regulierten Chromverbindungen im europäischen Chemikalienrecht. Wie andere Chromate der gleichen Familie, etwa disodium;oxido-(oxido(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium, erfordert sie spezialisierte Schutzausrüstung und kontrollierte Arbeitsbedingungen. In der Industrie findet diese Chromverbindung hauptsächlich Anwendung in der Metallbearbeitung und Oberflächenveredelung, wo ihre oxidierenden Eigenschaften für spezielle Behandlungsverfahren genutzt werden. Weitere Einsatzbereiche umfassen katalytische Prozesse in der chemischen Synthese und als Reagenz in analytischen Laborverfahren, wobei der Trend zunehmend zu chromfreien Alternativen geht. Bei OYSI verstehen wir die besonderen Anforderungen beim Umgang mit hochregulierten Chromverbindungen und bieten Ihnen fachkundige Beratung sowie konforme Lieferlösungen für Ihre industriellen Anwendungen.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Ox. Sol. 2; Carc. 1B; Muta. 1B; Repr. 1B; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 4 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H272

Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel.

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H312

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H334

Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3087
ADR-Klasse5.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameKaliumdichromat
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Kaliumdichromat?

Kaliumdichromat ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel Cr2K2O7 und einem Molekulargewicht von 294,18 g/mol. Es handelt sich um ein starkes Oxidationsmittel, das aufgrund seiner hohen Toxizität und krebserregenden Eigenschaften als besonders gefährlich eingestuft wird. Die Substanz trägt das Gefahrensignal "Gefahr" und ist in mehrere Gefahrenklassen eingestuft, darunter krebserzeugend, erbgutverändernd und reproduktionstoxisch.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Kaliumdichromat?

Kaliumdichromat ist ein kristallines, orangerotes Pulver mit starken oxidierenden Eigenschaften. Es ist gut wasserlöslich und bildet dabei charakteristische orange-gelbe Lösungen. Die Verbindung ist thermisch stabil, zersetzt sich jedoch bei sehr hohen Temperaturen. Als Oxidationsmittel der Klasse 2 reagiert es heftig mit brennbaren Materialien und reduzierenden Substanzen. Seine oxidierenden Eigenschaften machen es zu einem wirksamen, aber gefährlichen chemischen Reagenz.

Wofür wird Kaliumdichromat verwendet?

Kaliumdichromat wird hauptsächlich in der chemischen Industrie als Oxidationsmittel für organische Synthesen eingesetzt. Es findet Anwendung in der Metallveredelung, bei der Chromierung von Oberflächen und in der analytischen Chemie für Titrationen. Weitere industrielle Anwendungen umfassen die Herstellung von Chromverbindungen, Pigmenten und Farbstoffen. Aufgrund seiner Toxizität ist der Einsatz jedoch stark reglementiert und wird zunehmend durch weniger gefährliche Alternativen ersetzt.

Wie manipuliert man Kaliumdichromat sicher?

Kaliumdichromat erfordert höchste Sicherheitsvorkehrungen aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit. Tragen Sie immer vollständige Schutzausrüstung inklusive Schutzbrille, Handschuhe aus geeignetem Material und Atemschutz. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeglichen Hautkontakt und das Einatmen von Staub. Waschen Sie sich nach dem Umgang gründlich die Hände und wechseln Sie kontaminierte Kleidung sofort. Halten Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen bereit.

Wie lagert man Kaliumdichromat korrekt?

Kaliumdichromat muss in fest verschlossenen, original Behältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Halten Sie es strikt getrennt von brennbaren Materialien, organischen Substanzen und Reduktionsmitteln, da heftige Reaktionen auftreten können. Der Lagerbereich sollte gegen unbefugten Zugang gesichert und deutlich gekennzeichnet sein. Vermeiden Sie Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit. Führen Sie regelmäßige Kontrollen der Behälter auf Beschädigungen durch.

Was tun bei Kontakt mit Kaliumdichromat?

Bei Hautkontakt spülen Sie sofort mit reichlich Wasser für mindestens 15 Minuten und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen ausgiebig mit Wasser und suchen umgehend einen Arzt auf. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und sofort medizinische Hilfe rufen. In allen Fällen ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich, da Kaliumdichromat hochgiftig und krebserregend ist.

Wie entsorgt man Kaliumdichromat ordnungsgemäß?

Kaliumdichromat ist als gefährlicher Abfall eingestuft und muss über spezialisierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Eine Entsorgung über den normalen Hausmüll oder das Abwasser ist streng verboten. Sammeln Sie Reste in den Originalbehältern und kennzeichnen Sie diese deutlich. Wenden Sie sich an zugelassene Entsorger für Sonderabfälle. Aufgrund der CMR-Eigenschaften (krebserzeugend, erbgutverändernd, reproduktionstoxisch) gelten besonders strenge Vorschriften für Transport und Entsorgung.

Wie transportiert man Kaliumdichromat?

Kaliumdichromat ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 5.1 (oxidierende Stoffe) Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert spezielle UN-zugelassene Verpackungen und entsprechende Kennzeichnung mit den Gefahrzetteln. Nur geschulte Personen dürfen den Transport durchführen. Die Ladung muss gegen Verrutschen gesichert und von inkompatiblen Stoffen getrennt werden. Transportdokumente und Sicherheitsdatenblätter müssen mitgeführt werden. Beachten Sie die besonderen Tunnelbeschränkungen für oxidierende Stoffe.

Unterliegt Kaliumdichromat besonderen Vorschriften?

Kaliumdichromat unterliegt strengen europäischen Vorschriften unter REACH und CLP-Verordnung. Als CMR-Stoff (krebserzeugend Kategorie 1B, erbgutverändernd 1B, reproduktionstoxisch 1B) ist es verwendungsbeschränkt und erfordert besondere Genehmigungen für industrielle Anwendungen. Die Abgabe ist nur an fachkundige Verwender erlaubt. Arbeitsplatzgrenzwerte müssen strikt eingehalten werden. Zusätzlich gelten spezielle Dokumentations- und Meldepflichten sowie Beschränkungen für bestimmte Verwendungszwecke.

Wo kann man Kaliumdichromat in Europa kaufen?

Kaliumdichromat können Sie über OYSI, einen etablierten europäischen Distributor für Spezialchemikalien, beziehen. Als Fachgroßhändler bietet OYSI qualitätsgeprüfte Produkte mit vollständiger Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern. Aufgrund der strengen Vorschriften für diese CMR-Substanz ist der Verkauf nur an qualifizierte industrielle Anwender mit entsprechenden Genehmigungen möglich. OYSI gewährleistet die ordnungsgemäße Abwicklung aller rechtlichen Anforderungen und bietet fachkundige Beratung zu Handhabung und Compliance.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.