Potassium hydrogen sulfate
HKO4S
potassium hydrogen sulfate
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Identifikation
- CAS-Nummer
- 7646-93-7
- EG-Nummer
- 231-594-1
- UN-Nummer
- 2509
- Index-Nummer
- 016-056-00-4
- PubChem CID
- 516920
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- HKO4S
- Molare Masse
- 136.17 g/mol
- IUPAC-Name
- potassium hydrogen sulfate
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/K.H2O4S/c;1-5(2,3)4/h;(H2,1,2,3,4)/q+1;/p-1
- InChI Key
- CHKVPAROMQMJNQ-UHFFFAOYSA-M
Überblick
Potassium hydrogen sulfate (CAS 7646-93-7) ist ein anorganisches Kaliumsalz mit sauren Eigenschaften und korrosiven Charakteristika. Diese kristalline Verbindung mit der Molekularformel HKO4S wird auch als Kaliumbisulfat bezeichnet und gehört zur Familie der sauren Sulfate. Mit einer Molmasse von 136,17 g/mol stellt diese Substanz ein wichtiges Zwischenprodukt in verschiedenen chemischen Prozessen dar. Die Verbindung zeichnet sich durch ihre hohe Löslichkeit in Wasser aus, wobei sie eine stark saure Lösung bildet. Aufgrund seiner korrosiven Eigenschaften ist Potassium hydrogen sulfate als hautätzend (Skin Corr. 1B) und als spezifisch zielorgantoxisch bei einmaliger Exposition (STOT SE 3) klassifiziert. Die Substanz trägt die GHS-Piktogramme für Ätzwirkung (GHS05) und Gesundheitsgefahr (GHS07) mit dem Signalwort "Danger". Beim Transport unterliegt sie der ADR-Klasse 8 für ätzende Stoffe, was besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Handhabung und Lagerung erfordert. In industriellen Anwendungen findet Potassium hydrogen sulfate hauptsächlich als Säuerungsmittel in der Metallverarbeitung, als Katalysator in organischen Synthesen und als Flussmittel in der Glasindustrie Verwendung. Seine Eigenschaften unterscheiden sich deutlich von anderen korrosiven Substanzen wie hydrogen chloride, das gasförmig vorliegt und andere Anwendungsbereiche abdeckt. Die Substanz erfordert sachkundige Handhabung und entsprechende Schutzausrüstung, insbesondere beim Umgang mit konzentrierten Lösungen. Ihre Stabilität und definierte chemische Eigenschaften machen sie zu einem zuverlässigen Reagenz für verschiedene technische Prozesse. OYSI bietet Potassium hydrogen sulfate in verschiedenen Qualitäten für industrielle Anwendungen an.
Sicherheit & Klassifizierung
STOT SE 3; Skin Corr. 1B
GHS-Piktogramme
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Einatmen
Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P304BEI EINATMEN:
- +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
- +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Hautkontakt
Maßnahmen bei Berührung mit der Haut
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
- +P352Mit viel Wasser waschen.
- +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Augenkontakt
Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
- +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
- +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Allgemeine Maßnahmen
Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 2509 |
| ADR-Klasse | 8 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Tunnelbeschränkungscode | E |
| Proper Shipping Name | Kaliumhydrogensulfat, fest |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Kaliumhydrogensulfat?
Kaliumhydrogensulfat ist ein anorganisches Salz mit der chemischen Formel HKO4S und der CAS-Nummer 7646-93-7. Diese Verbindung mit einer Molmasse von 136,17 g/mol ist auch unter dem Namen Kaliumbisulfat bekannt. Es handelt sich um eine saure Kaliumverbindung, die aufgrund ihrer korrosiven Eigenschaften als hautätzend (Skin Corr. 1B) und als spezifisch zielorgantoxisch (STOT SE 3) klassifiziert ist. Das Gefahrensignal lautet "Danger" mit den GHS-Piktogrammen GHS05 und GHS07.
Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Kaliumhydrogensulfat?
Kaliumhydrogensulfat ist ein weißer kristalliner Feststoff bei Raumtemperatur. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und bildet saure Lösungen mit einem niedrigen pH-Wert. Das Salz ist hygroskopisch, das bedeutet es zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Bei Erhitzung zersetzt sich Kaliumhydrogensulfat unter Freisetzung von Schwefeldioxid. Die Substanz ist geruchlos in trockenem Zustand, kann aber bei Kontakt mit Feuchtigkeit einen leicht säuerlichen Geruch entwickeln.
Wofür wird Kaliumhydrogensulfat verwendet?
Kaliumhydrogensulfat wird hauptsächlich in der chemischen Industrie als Säuerungsmittel und pH-Regulator eingesetzt. Es findet Anwendung bei der Herstellung von Düngemitteln, in der Metallverarbeitung zur Oberflächenbehandlung und beim Beizen von Metallen. In der analytischen Chemie dient es als Aufschlussmittel für schwer lösliche Materialien. Weitere Verwendungen umfassen die Anwendung in Reinigungsmitteln, bei der Weinherstellung zur pH-Einstellung und in verschiedenen industriellen Prozessen als Katalysator oder Zwischenprodukt.
Wie handhabe ich Kaliumhydrogensulfat sicher?
Kaliumhydrogensulfat erfordert aufgrund seiner ätzenden Eigenschaften besondere Sicherheitsmaßnahmen. Tragen Sie immer Schutzhandschuhe, Schutzbrille und säurebeständige Kleidung. Arbeiten Sie in gut belüfteten Räumen oder unter Abzug, um das Einatmen von Stäuben zu vermeiden. Vermeiden Sie direkten Haut- und Augenkontakt. Bei der Handhabung sollten Sie geeignete Atemschutzausrüstung verwenden, falls Staubentwicklung möglich ist. Halten Sie Augenspülstationen und Notduschen bereit und informieren Sie sich über die Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Wie lagere ich Kaliumhydrogensulfat richtig?
Kaliumhydrogensulfat muss trocken, kühl und gut belüftet gelagert werden, da es hygroskopisch ist. Verwenden Sie dichte, korrosionsbeständige Behälter und schützen Sie das Material vor Feuchtigkeit. Die Lagerung sollte getrennt von unverträglichen Stoffen wie starken Basen, Metallen und organischen Materialien erfolgen. Lagern Sie das Produkt nicht in der Nähe von Wärmequellen oder in direktem Sonnenlicht. Der Lagerbereich sollte gut belüftet sein und über entsprechende Auffangvorrichtungen für eventuelle Leckagen verfügen.
Was tue ich bei Kontakt mit Kaliumhydrogensulfat?
Bei Hautkontakt mit Kaliumhydrogensulfat spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen mindestens 15 Minuten mit klarem Wasser und halten die Augenlider dabei offen. Nach dem Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus und trinken reichlich Wasser - lösen Sie kein Erbrechen aus. Suchen Sie in allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe auf.
Wie entsorge ich Kaliumhydrogensulfat ordnungsgemäß?
Kaliumhydrogensulfat muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Das Material darf nicht über den normalen Hausmüll oder das Abwasser entsorgt werden. Sammeln Sie Reste in dichten, korrosionsbeständigen und entsprechend gekennzeichneten Behältern. Die Entsorgung muss über zugelassene Entsorgungsunternehmen erfolgen, die über die entsprechenden Genehmigungen für gefährliche Abfälle verfügen. Beachten Sie dabei die jeweiligen Abfallschlüsselnummern und dokumentieren Sie die Entsorgung ordnungsgemäß entsprechend den gesetzlichen Anforderungen.
Wie transportiere ich Kaliumhydrogensulfat?
Kaliumhydrogensulfat ist nach ADR als Gefahrgut der Klasse 8 (ätzende Stoffe) mit Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechende Gefahrgutverpackungen und -kennzeichnung gemäß den ADR-Vorschriften. Verwenden Sie nur zugelassene Verpackungen und stellen Sie sicher, dass diese ordnungsgemäß verschlossen und gekennzeichnet sind. Der Transport muss durch geschultes Personal mit gültigen ADR-Bescheinigungen erfolgen. Begleitpapiere wie Beförderungspapiere und Sicherheitsdatenblätter müssen mitgeführt werden. Beachten Sie besondere Bestimmungen für Tunnel und Beförderungseinheiten.
Unterliegt Kaliumhydrogensulfat besonderen Regelungen?
Kaliumhydrogensulfat unterliegt der europäischen REACH-Verordnung und muss entsprechend registriert sein. Nach der CLP-Verordnung ist es als hautätzend (Skin Corr. 1B) und spezifisch zielorgantoxisch (STOT SE 3) eingestuft. Die Substanz ist nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) gelistet. Bei der gewerblichen Verwendung sind die Arbeitsschutzbestimmungen zu beachten, einschließlich entsprechender Gefährdungsbeurteilungen. Nationale Bestimmungen zum Umgang mit ätzenden Stoffen sind ebenfalls zu berücksichtigen. Informieren Sie sich über spezifische Anforderungen in Ihrem Land.
Wo kann ich Kaliumhydrogensulfat in Europa kaufen?
Kaliumhydrogensulfat können Sie bei OYSI, einem europäischen Distributeur für Chemikalien, beziehen. OYSI bietet eine zuverlässige Versorgung mit technischen Chemikalien für industrielle Anwendungen in ganz Europa. Als spezialisierter Händler stellt OYSI sicher, dass alle regulatorischen Anforderungen eingehalten werden und die Produkte mit vollständiger Dokumentation geliefert werden. Kontaktieren Sie OYSI direkt für Verfügbarkeit, Spezifikationen und Lieferbedingungen. Das Unternehmen unterstützt Sie auch bei technischen Fragen und regulatorischen Anforderungen rund um Kaliumhydrogensulfat.
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Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.