Hydrogen chloride

ClH

hydrogen chloride

CAS7647-01-0
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
7647-01-0
EG-Nummer
231-595-7
UN-Nummer
1789
Index-Nummer
017-001-00-7
PubChem CID
313

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
ClH
Molare Masse
36.46 g/mol
IUPAC-Name
hydrogen chloride

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/ClH/h1H
InChI Key
VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Hydrogen chloride (CAS 7647-01-0) ist eine anorganische Verbindung mit stark korrosiven Eigenschaften und hoher Wasserlöslichkeit. Diese farblose, stechend riechende Gasverbindung gehört zu den wichtigsten Grundchemikalien der industriellen Produktion. Mit der molekularen Formel ClH und einer molaren Masse von 36,46 g/mol stellt Hydrogen chloride ein essentielles Zwischenprodukt für zahlreiche chemische Synthesen dar. Die Substanz zeichnet sich durch ihre außergewöhnlich hohe Affinität zu Wasser aus, wobei sie unter Bildung von Salzsäure vollständig dissoziiert. Die Sicherheitseigenschaften von Hydrogen chloride erfordern besondere Aufmerksamkeit. Als hautätzender Stoff der Kategorie 1B kann die Verbindung schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden verursachen. Die Klassifizierung als STOT SE 3 weist auf mögliche Reizungen der Atemwege hin. Der Gefahrenhinweis "Danger" und die GHS-Piktogramme GHS05 und GHS07 unterstreichen die erforderlichen Schutzmaßnahmen beim Umgang. Als Gefahrgut der ADR-Klasse 8 unterliegt Hydrogen chloride strengen Transportvorschriften. In der industriellen Anwendung findet Hydrogen chloride hauptsächlich bei der Produktion von Polyvinylchlorid (PVC) Verwendung, wo es als Ausgangsstoff für Vinylchlorid-Monomer dient. Darüber hinaus spielt die Verbindung eine zentrale Rolle in der Herstellung verschiedener Chlorverbindungen sowie als Katalysator in organischen Synthesereaktionen. Die Metallverarbeitung nutzt Hydrogen chloride für Beiz- und Reinigungsprozesse. OYSI bietet Ihnen als europäischer Fachdistributor für technische Chemikalien qualitätsgeprüftes Hydrogen chloride mit umfassender technischer Beratung und zuverlässiger Logistik.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

STOT SE 3; Skin Corr. 1B

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H335

Kann die Atemwege reizen.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Reizend

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1789
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeII
ADR Labels8
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameSALZSÄURE
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Chlorwasserstoff?

Chlorwasserstoff ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel HCl und der CAS-Nummer 7647-01-0. Diese Substanz hat eine Molmasse von 36,46 g/mol und ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Chlorwasserstoff ist hochkorrosiv und wird als hautätzend der Kategorie 1B sowie als spezifisch zielorgantoxisch der Kategorie 3 klassifiziert, weshalb beim Umgang besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Chlorwasserstoff?

Chlorwasserstoff ist ein farbloses Gas mit einem charakteristischen, stechenden und ätzenden Geruch. Die Verbindung ist bei Raumtemperatur gasförmig und löst sich sehr gut in Wasser, wobei Salzsäure entsteht. Mit einer Molmasse von 36,46 g/mol ist Chlorwasserstoff schwerer als Luft. Das Gas ist hochkorrosiv und reagiert heftig mit Metallen, Oxiden und organischen Materialien unter Bildung von Chloriden.

Wofür wird Chlorwasserstoff verwendet?

Chlorwasserstoff wird hauptsächlich zur Herstellung von Salzsäure verwendet, die in der chemischen Industrie vielseitig eingesetzt wird. Weitere wichtige Anwendungen umfassen die Produktion von Chloriden, die Metallbearbeitung zum Beizen und Ätzen, sowie die Verwendung als Katalysator in organischen Synthesen. In der Halbleiterindustrie dient es zur Reinigung von Siliziumoberflächen und zur Herstellung hochreiner Materialien.

Wie manipuliert man Chlorwasserstoff sicher?

Chlorwasserstoff erfordert aufgrund seiner ätzenden Eigenschaften umfassende Schutzmaßnahmen. Tragen Sie immer vollständige persönliche Schutzausrüstung einschließlich säurebeständiger Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzügen. Vermeiden Sie jeden direkten Kontakt mit Haut, Augen und Atemwegen. Halten Sie Neutralisationsmittel wie Natriumhydrogencarbonat bereit und stellen Sie Notduschen zur Verfügung.

Wie lagert man Chlorwasserstoff korrekt?

Chlorwasserstoff muss in speziellen Druckbehältern aus korrosionsbeständigen Materialien wie Edelstahl gelagert werden. Die Lagerung erfolgt an kühlen, trockenen und gut belüfteten Orten, fern von inkompatiblen Stoffen wie Metallen, Basen und organischen Materialien. Behälter sind vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitzequellen zu schützen. Regelmäßige Überprüfungen der Behälter auf Korrosion und Leckagen sind unerlässlich.

Was tun bei Kontakt mit Chlorwasserstoff?

Bei Hautkontakt mit Chlorwasserstoff spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und halten die Augenlider geöffnet. Bei Einatmung bringen Sie die Person an die frische Luft und sorgen für Ruhe. In allen Fällen ist unverzüglich medizinische Hilfe zu holen, da schwere Verätzungen auftreten können.

Wie entsorgt man Chlorwasserstoff ordnungsgemäß?

Chlorwasserstoff darf niemals über normale Abfallwege entsorgt werden und erfordert eine fachgerechte Behandlung als Sonderabfall. Die Entsorgung muss durch zugelassene Entsorgungsunternehmen erfolgen, die über entsprechende Genehmigungen für korrosive Stoffe verfügen. Kleinere Mengen können durch kontrollierte Neutralisation mit Basen wie Natriumhydroxid behandelt werden, wobei die entstehende Salzlösung entsprechend den örtlichen Vorschriften entsorgt wird.

Wie transportiert man Chlorwasserstoff?

Chlorwasserstoff wird gemäß ADR-Vorschriften als Gefahrgut der Klasse 8 (ätzende Stoffe) der Verpackungsgruppe II transportiert. Der Transport erfordert spezielle, druckfeste und korrosionsbeständige Behälter sowie entsprechende Kennzeichnung mit Gefahrzettel. Fahrzeugführer benötigen eine ADR-Schulungsbescheinigung und müssen Beförderungspapiere sowie Unfallmerkblätter mitführen. Die Beladung und Entladung darf nur durch geschultes Personal erfolgen.

Unterliegt Chlorwasserstoff besonderen Vorschriften?

Chlorwasserstoff unterliegt umfangreichen Regelungen nach REACH-Verordnung und CLP-Verordnung der EU. Die Substanz ist als hautätzend (Skin Corr. 1B) und spezifisch zielorgantoxisch (STOT SE 3) klassifiziert und trägt das Signalwort "Gefahr" mit den Piktogrammen GHS05 und GHS07. Verwender müssen entsprechende Sicherheitsdatenblätter bereithalten und Arbeitsplatzgrenzwerte einhalten. Chlorwasserstoff ist nicht als SVHC-Stoff eingestuft.

Wo kann man Chlorwasserstoff in Europa kaufen?

Chlorwasserstoff können Sie bei OYSI, einem etablierten europäischen Distributor für Chemikalien, beziehen. OYSI bietet professionelle Beratung und gewährleistet die ordnungsgemäße Abwicklung aller regulatorischen Anforderungen beim Kauf von Gefahrstoffen. Als spezialisierter Anbieter verfügt OYSI über die notwendigen Genehmigungen und Expertise für den Vertrieb ätzender Chemikalien und unterstützt Sie bei der sicheren Beschaffung und Handhabung.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.