Disodium;dioxido(dioxo)chromium

CrNa2O4

disodium;dioxido(dioxo)chromium

CAS7775-11-3
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
7775-11-3
EG-Nummer
231-889-5
UN-Nummer
3290
Index-Nummer
024-018-00-3
PubChem CID
24488

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
CrNa2O4
Molare Masse
161.97 g/mol
IUPAC-Name
disodium;dioxido(dioxo)chromium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/Cr.2Na.4O/q;2*+1;;;2*-1
InChI Key
PXLIDIMHPNPGMH-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Disodium;dioxido(dioxo)chromium (CAS 7775-11-3) ist ein anorganisches Chromat-Salz mit stark oxidierenden und hochgiftigen Eigenschaften. Diese gelbe, kristalline Verbindung mit der Molekularformel CrNa2O4 gehört zu den wasserlöslichen Chrom(VI)-Verbindungen und wird auch als Natriumchromat bezeichnet. Mit einer Molmasse von 161,973 g/mol weist die Substanz extreme Gefährlichkeit auf, was durch die Klassifizierung als krebserregend (Carc. 1B), erbgutverändernd (Muta. 1B) und fortpflanzungsgefährdend (Repr. 1B) unterstrichen wird. Die hohe akute Toxizität und die Fähigkeit zur Verursachung spezifischer Zielorgantoxizität bei wiederholter Exposition (STOT RE 1) erfordern höchste Sicherheitsmaßnahmen im Umgang. Die Verbindung zeigt starke oxidierende Eigenschaften und kann mit organischen Materialien heftige Reaktionen eingehen. Anders als weniger reaktive Verbindungen wie 1-chloro-4-isocyanatobenzene erfordert Natriumchromat aufgrund seiner Chromat-Struktur besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Transport und Lagerung. Die ADR-Klassifizierung 6.1 kennzeichnet es als giftigen Stoff für den Gefahrguttransport. Industriell findet die Substanz Anwendung in der Galvanotechnik zur Oberflächenbehandlung von Metallen, in der Pigmentherstellung sowie als Ausgangsmaterial für andere Chromverbindungen. In der chemischen Analytik dient es als Oxidationsmittel und Reagenz. Die Verwendung unterliegt jedoch strengen regulatorischen Beschränkungen aufgrund der erheblichen Gesundheits- und Umweltrisiken. OYSI bietet Disodium;dioxido(dioxo)chromium für qualifizierte industrielle Anwendungen mit vollständiger Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern gemäß europäischen Standards.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 1B; Muta. 1B; Repr. 1B; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 4 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE 1; Skin Cor...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H312

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H334

Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3290
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameNatriumchromat
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Dinatriumchromat?

Dinatriumchromat ist eine anorganische Verbindung mit der Formel CrNa2O4 und der CAS-Nummer 7775-11-3. Diese chemische Substanz hat eine Molmasse von 161,973 g/mol und gehört zur Gruppe der Chromate. Es handelt sich um ein hochgefährliches Material, das als krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend eingestuft ist. Die Verbindung wird hauptsächlich in industriellen Anwendungen verwendet und unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Dinatriumchromat?

Dinatriumchromat ist typischerweise ein kristallines Pulver mit gelber Farbe. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und bildet alkalische Lösungen. Aufgrund seiner Chromat-Struktur zeigt es starke oxidierende Eigenschaften. Die Substanz ist hygroskopisch und kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Bei Kontakt mit organischen Materialien oder Reduktionsmitteln kann es zu gefährlichen Reaktionen kommen. Die thermische Stabilität ist begrenzt, und bei hohen Temperaturen kann Zersetzung auftreten.

Wofür wird Dinatriumchromat verwendet?

Dinatriumchromat wird hauptsächlich in der Galvanikindustrie für Chrombeschichtungen und als Korrosionsschutzmittel eingesetzt. Es findet Anwendung in der Lederindustrie beim Gerben, in der Textilindustrie als Farbstoff und Beizmittel sowie in der Holzimprägnierung. Weitere industrielle Verwendungen umfassen die Herstellung anderer Chromverbindungen und den Einsatz als Oxidationsmittel in chemischen Synthesen. Aufgrund seiner hohen Toxizität ist die Verwendung jedoch stark reglementiert und wird zunehmend durch weniger gefährliche Alternativen ersetzt.

Wie manipuliert man Dinatriumchromat sicher?

Dinatriumchromat erfordert strikte Sicherheitsmaßnahmen aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit. Tragen Sie immer vollständige Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, Schutzbrille, säurebeständige Handschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Stäuben. Essen, trinken und rauchen ist im Arbeitsbereich strengstens verboten. Nach der Arbeit gründlich waschen und kontaminierte Kleidung sofort wechseln.

Wie lagert man Dinatriumchromat korrekt?

Dinatriumchromat muss in fest verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Die Lagerung sollte getrennt von brennbaren Materialien, organischen Stoffen, Reduktionsmitteln und Säuren erfolgen. Zugangsbeschränkungen für autorisiertes Personal sind erforderlich. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen. Der Lagerbereich muss mit geeigneten Auffangwannen ausgestattet sein und über Notfallausrüstung verfügen. Regelmäßige Kontrollen der Behälterintegrität sind essentiell.

Was tun bei Kontakt mit Dinatriumchromat?

Dinatriumchromat-Kontakt erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen. Bei Hautkontakt kontaminierte Kleidung sofort entfernen und betroffene Stellen mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser spülen. Bei Augenkontakt Augen bei geöffneten Lidern ausgiebig mit Wasser spülen und sofort ärztliche Hilfe suchen. Nach Einatmen Person an die frische Luft bringen und bei Atembeschwerden Sauerstoff verabreichen. Bei Verschlucken Mund ausspülen, kein Erbrechen herbeiführen. In allen Fällen umgehend medizinische Betreuung sicherstellen und Giftinformationszentrum kontaktieren.

Wie entsorgt man Dinatriumchromat ordnungsgemäß?

Dinatriumchromat muss als Sondermüll über spezialisierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Eine Entsorgung über den normalen Hausmüll oder das Abwasser ist strengstens verboten. Sammeln Sie Abfälle in geeigneten, beschrifteten Behältern getrennt von anderen Chemikalien. Die Entsorgung unterliegt der Abfallverzeichnisverordnung und erfordert entsprechende Begleitscheine. Kontaktieren Sie zertifizierte Entsorger für Chromat-haltige Abfälle. Kleinmengen können eventuell bei kommunalen Schadstoffsammelstellen abgegeben werden, jedoch nur nach vorheriger Rücksprache.

Wie transportiert man Dinatriumchromat?

Dinatriumchromat ist als Gefahrgut der Klasse 6.1, Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt den ADR-Bestimmungen für den Straßentransport. Der Transport erfordert entsprechende UN-Verpackungen, Kennzeichnungen und Begleitdokumente. Fahrzeugführer benötigen einen ADR-Schein und entsprechende Ausrüstung. Das Fahrzeug muss mit Warntafeln und Gefahrzetteln gekennzeichnet sein. Ladungssicherung und Trennung von inkompatiblen Stoffen sind vorgeschrieben. Transportwege sollten Wohngebiete meiden, und Notfallpläne müssen verfügbar sein.

Unterliegt Dinatriumchromat besonderen Regelungen?

Dinatriumchromat unterliegt umfangreichen Regelungen aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit. Unter REACH sind Registrierung und Autorisierung erforderlich. Die CLP-Verordnung schreibt spezifische Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblätter vor. Als CMR-Stoff (krebserregend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend) gelten strenge Arbeitsplatzgrenzwerte und Verwendungsbeschränkungen. Die Gefahrstoffverordnung regelt Umgang und Schutzmaßnahmen. Meldepflichten gegenüber Behörden und regelmäßige Gesundheitsüberwachung von Beschäftigten sind obligatorisch. Exportbeschränkungen können je nach Zielland gelten.

Wo kann man Dinatriumchromat in Europa kaufen?

Dinatriumchromat ist aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit nur für autorisierte gewerbliche Anwender verfügbar. OYSI als spezialisierter europäischer Distributor für technische Chemikalien kann qualifizierte Kunden mit entsprechenden Genehmigungen beliefern. Der Erwerb erfordert Nachweis der fachkundigen Verwendung und Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Umfassende Dokumentation über Verwendungszweck, Lagerung und Entsorgung ist erforderlich. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit und spezifische Anforderungen. Alternative, weniger gefährliche Chemikalien werden bevorzugt empfohlen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.