Bis(arsenic(3+));tris(oxygen(2-))

As2O3

bis(arsenic(3+));tris(oxygen(2-))

CAS1327-53-3
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

Beratung für Bis(arsenic(3+));tris(oxygen(2-))

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
1327-53-3
EG-Nummer
215-481-4
UN-Nummer
1561
Index-Nummer
033-003-00-0
PubChem CID
14888

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
As2O3
Molare Masse
197.84 g/mol
IUPAC-Name
bis(arsenic(3+));tris(oxygen(2-))

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2As.3O/q2*+3;3*-2
InChI Key
QTLQKAJBUDWPIB-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Diarsentrioxid (CAS 1327-53-3) ist eine hochgiftige anorganische Arsenverbindung mit krebserregenden Eigenschaften und extremer akuter Toxizität. Diese kristalline Substanz mit der Summenformel As2O3 und einer Molmasse von 197,841 g/mol stellt eines der gefährlichsten Industriechemikalien dar. Als Arsen(III)-oxid zeigt die Verbindung ausgeprägte toxikologische Eigenschaften, die eine außerordentlich sorgfältige Handhabung erfordern. Die Einstufung als karzinogen der Kategorie 1A sowie die akute Toxizität der Kategorie 2 unterstreichen das erhebliche Gesundheitsrisiko für exponierte Personen. Die Substanz weist hautätzende Eigenschaften auf und ist sowohl akut als auch chronisch gewässergefährdend. Die GHS-Piktogramme GHS08 (Gesundheitsgefahr), GHS06 (Totenkopf), GHS05 (Ätzwirkung) und GHS09 (Umweltgefahr) sowie das Signalwort "Danger" verdeutlichen die Mehrfachgefährdung. Der ADR-Transport erfolgt unter Klasse 6.1 für giftige Stoffe. Industriell findet Diarsentrioxid hauptsächlich in der Glasindustrie als Läutermittel zur Blasenentfernung sowie in der Holzschutzmittelproduktion Verwendung. In der Halbleiterindustrie dient es als Dotierungsmittel für elektronische Bauteile. Im Gegensatz zu anderen hochtoxischen Verbindungen wie 2-Chloroacetaldehyd oder 1-Chlor-4-isocyanatobenzen, die in der organischen Synthese eingesetzt werden, bleibt Diarsentrioxid primär auf anorganische Anwendungen beschränkt. OYSI bietet diese hochspezialisierte Chemikalie unter strengsten Sicherheitsauflagen für qualifizierte industrielle Anwender in Europa an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 1A; Acute Tox. 2 *; Skin Corr. 1B; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H350

Kann Krebs erzeugen.

H300

Lebensgefahr bei Verschlucken.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Lebensgefahr

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1561
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameArsentrioxid
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Arsen(III)-oxid?

Arsen(III)-oxid (As2O3) ist eine hochgiftige anorganische Verbindung mit der CAS-Nummer 1327-53-3 und einer Molmasse von 197,841 g/mol. Diese Substanz ist als krebserregend der Kategorie 1A klassifiziert und stellt sowohl für Menschen als auch für die Umwelt eine erhebliche Gefahr dar. Es handelt sich um ein weißes, kristallines Pulver, das in verschiedenen industriellen Anwendungen verwendet wird, jedoch strengen Sicherheits- und Handhabungsvorschriften unterliegt.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Arsen(III)-oxid?

Arsen(III)-oxid ist ein weißes, kristallines Pulver ohne charakteristischen Geruch bei Raumtemperatur. Die Verbindung ist mäßig wasserlöslich und sublimiert beim Erhitzen, ohne zu schmelzen. Mit einer Molmasse von 197,841 g/mol besitzt es eine relativ hohe Dichte. Die Substanz ist chemisch stabil unter normalen Bedingungen, kann aber bei hohen Temperaturen toxische Arsendämpfe freisetzen. Sie reagiert mit starken Oxidationsmitteln und kann korrosive Eigenschaften aufweisen.

Wofür wird Arsen(III)-oxid verwendet?

Arsen(III)-oxid wird hauptsächlich in der Glasindustrie zur Herstellung von Spezialgläsern und als Entfärbungsmittel verwendet. In der Metallurgie dient es zur Raffination bestimmter Metalle und in der Halbleiterindustrie als Dotierungsmittel. Weitere Anwendungen finden sich in der Herstellung von Pigmenten, Insektiziden und anderen arsenorganischen Verbindungen. Aufgrund seiner hohen Toxizität ist die Verwendung jedoch stark reguliert und auf spezialisierte industrielle Anwendungen beschränkt.

Wie handhabt man Arsen(III)-oxid sicher?

Arsen(III)-oxid erfordert maximale Sicherheitsvorkehrungen aufgrund seiner extremen Toxizität und krebserregenden Eigenschaften. Tragen Sie vollständige Schutzausrüstung: Atemschutzmaske P3, chemikalienbeständige Handschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich unter gut belüfteten Bedingungen oder in Abzügen. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Staub. Essen, trinken und rauchen sind im Arbeitsbereich streng verboten. Nach der Arbeit gründlich waschen und Kleidung wechseln.

Wie lagert man Arsen(III)-oxid korrekt?

Arsen(III)-oxid muss in fest verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Der Lagerbereich sollte von Wärmequellen, Oxidationsmitteln und Säuren getrennt sein. Zugang nur für autorisiertes Personal mit entsprechender Schulung. Behälter müssen deutlich gekennzeichnet sein und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Lagerung erfolgt entsprechend der ADR-Klasse 6.1, Verpackungsgruppe II. Regelmäßige Kontrolle auf Behälterbeschädigungen ist erforderlich.

Was ist bei Kontakt mit Arsen(III)-oxid zu tun?

Arsen(III)-oxid ist extrem giftig und erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten spülen und kontaminierte Kleidung entfernen. Bei Augenkontakt ebenfalls ausgiebig mit Wasser spülen und Augenlider offen halten. Nach Einatmen sofort an die frische Luft bringen und Atemwege freihalten. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen, Mund ausspülen. In allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe suchen und Giftnotruf kontaktieren.

Wie entsorgt man Arsen(III)-oxid ordnungsgemäß?

Arsen(III)-oxid ist als gefährlicher Abfall klassifiziert und darf nicht über den normalen Hausmüll oder das Abwasser entsorgt werden. Die Entsorgung muss über zugelassene Sondermüllentsorger erfolgen, die über entsprechende Genehmigungen für arsenhaltige Abfälle verfügen. Reste müssen in den Originalbehältern oder geeigneten, dicht verschlossenen Behältern gesammelt werden. Eine ordnungsgemäße Kennzeichnung und Dokumentation ist erforderlich. Informieren Sie sich über lokale Vorschriften und kontaktieren Sie spezialisierte Entsorgungsunternehmen.

Wie transportiert man Arsen(III)-oxid?

Arsen(III)-oxid unterliegt der ADR-Transportklasse 6.1 (giftige Stoffe) der Verpackungsgruppe II und erfordert entsprechende Transportvorschriften. Der Transport darf nur von geschulten und zugelassenen Fahrern mit ADR-Schulung durchgeführt werden. Verwendung spezieller UN-zugelassener Verpackungen und entsprechender Kennzeichnung mit Gefahrzetteln ist vorgeschrieben. Das Fahrzeug muss mit Warntafeln versehen sein und über entsprechende Sicherheitsausrüstung verfügen. Beförderungspapiere und Unfallmerkblätter sind mitzuführen.

Unterliegt Arsen(III)-oxid besonderen Regelungen?

Arsen(III)-oxid unterliegt strengsten gesetzlichen Regelungen aufgrund seiner Klassifizierung als krebserregend (Carc. 1A) und hochgiftig. Unter der REACH-Verordnung sind umfassende Registrierungs- und Zulassungsverfahren erforderlich. Die CLP-Verordnung schreibt spezielle Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften vor. Nationale Arbeitsschutzgesetze limitieren die Exposition am Arbeitsplatz. Import, Verwendung und Handel können Genehmigungen erfordern. Unternehmen müssen Sicherheitsdatenblätter bereitstellen und Mitarbeiter entsprechend schulen.

Wo kann man Arsen(III)-oxid in Europa kaufen?

Arsen(III)-oxid ist aufgrund seiner hohen Toxizität und regulatorischen Beschränkungen nur über spezialisierte Chemikaliendistributoren erhältlich. OYSI bietet als europäischer Distributor von Industriechemikalien Zugang zu dieser Substanz für qualifizierte gewerbliche Kunden. Der Erwerb setzt entsprechende Genehmigungen, Fachkenntnisse und Sicherheitsmaßnahmen voraus. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, Spezifikationen und regulatorische Anforderungen. Alle Transaktionen erfolgen unter Einhaltung der geltenden europäischen Chemikalienvorschriften.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.