trichlorophosphane
Cl3P
Beratung für trichlorophosphane
Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.
Identifikation
- CAS-Nummer
- 7719-12-2
- EG-Nummer
- 231-749-3
- UN-Nummer
- 1809
- Index-Nummer
- 015-007-00-4
- PubChem CID
- 24387
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- Cl3P
- Molare Masse
- 137.33 g/mol
- IUPAC-Name
- trichlorophosphane
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/Cl3P/c1-4(2)3
- InChI Key
- FAIAAWCVCHQXDN-UHFFFAOYSA-N
Überblick
Trichlorophosphane (CAS-Nummer 7719-12-2) ist eine anorganische Phosphorverbindung mit der Molekularformel Cl₃P, die in der chemischen Industrie als wichtiger Ausgangsstoff für verschiedene Synthesereaktionen eingesetzt wird. Diese farblose bis leicht gelbliche Flüssigkeit mit einer Molmasse von 137,33 g/mol gehört zur Stoffklasse der Phosphorhalogenide und zeichnet sich durch ihre hohe Reaktivität aus. Als hochgiftiger und ätzender Stoff der ADR-Klasse 6.1 erfordert Trichlorophosphane besondere Sicherheitsvorkehrungen bei Handhabung und Transport. Die Substanz trägt das Signalwort "Danger" und ist mit den GHS-Piktogrammen für akute Toxizität, Gesundheitsgefahr und Ätzwirkung gekennzeichnet. In industriellen Anwendungen wird Trichlorophosphane hauptsächlich als Zwischenprodukt in der Synthese von Organophosphorverbindungen verwendet, insbesondere bei der Herstellung von Phosphinesäureestern und Phosphonaten. Ein weiteres bedeutendes Einsatzgebiet liegt in der Produktion von Flammschutzmitteln, wo es als Ausgangsstoff für phosphorhaltige Additive dient. Darüber hinaus findet die Verbindung Anwendung in der Halbleiterindustrie bei speziellen Dotierungsprozessen. Die Lagerung und der Umgang mit Trichlorophosphane erfordern aufgrund der klassifizierten Gefahren wie akuter Toxizität und Hautätzung entsprechend qualifiziertes Personal und geeignete Schutzausrüstung. Als europäischer Distributor für technische Chemikalien bietet OYSI seinen Kunden professionelle Beratung und zuverlässige Lieferung dieser anspruchsvollen Spezialchemikalie für industrielle Anwendungen.
Sicherheit & Klassifizierung
Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 2 *; STOT RE 2 *; Skin Corr. 1A
GHS-Piktogramme
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Einatmen
Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P304BEI EINATMEN:
- +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
- +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Hautkontakt
Maßnahmen bei Berührung mit der Haut
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
- +P352Mit viel Wasser waschen.
- +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Augenkontakt
Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
- +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
- +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Verschlucken
Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P301BEI VERSCHLUCKEN:
- +P330Mund ausspülen.
- +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
- +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Allgemeine Maßnahmen
Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 1809 |
| ADR-Klasse | 6.1 |
| Verpackungsgruppe | I |
| Tunnelbeschränkungscode | C/D |
| Proper Shipping Name | Phosphortrichlorid |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Trichlorophosphan und welche Eigenschaften hat es?
Trichlorophosphan (Cl3P, CAS: 7719-12-2) ist eine anorganische Phosphorverbindung, die als farblose, rauchende Flüssigkeit vorliegt. Sie reagiert heftig mit Wasser unter Bildung von Phosphorsäure und Chlorwasserstoff. Die Substanz ist hochgiftig, ätzend und verursacht schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden. Aufgrund ihrer reaktiven Eigenschaften muss sie unter wasserfreien Bedingungen gelagert werden.
Wofür wird Trichlorophosphan verwendet?
Trichlorophosphan wird hauptsächlich als Zwischenprodukt in der chemischen Industrie eingesetzt. Es dient zur Herstellung von Organophosphorverbindungen, Pestiziden und pharmazeutischen Wirkstoffen. In der Halbleiterindustrie wird es für die Dotierung von Silizium verwendet. Darüber hinaus findet es Anwendung bei der Synthese von Flammschutzmitteln und anderen Phosphorchemikalien für spezialisierte industrielle Prozesse.
Wie sollte Trichlorophosphan sicher gehandhabt und gelagert werden?
Trichlorophosphan erfordert äußerste Vorsicht bei der Handhabung. Tragen Sie vollständige Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, da die Substanz hochgiftig ist (Acute Tox. 2) und schwere Hautverätzungen verursacht (Skin Corr. 1A). Lagern Sie es in trockenen, gut belüfteten Bereichen, fern von Wasser und Feuchtigkeit. Verwenden Sie nur in geschlossenen Systemen und sorgen Sie für Notfallausrüstung zur Dekontamination.
Wo kann ich Trichlorophosphan kaufen?
OYSI ist Ihr zuverlässiger europäischer Distributor für Trichlorophosphan und andere Spezialchemikalien. Als etablierter Lieferant bieten wir qualitätsgeprüfte Produkte mit vollständiger Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern. Kontaktieren Sie unser Vertriebsteam für Verfügbarkeit, technische Beratung und maßgeschneiderte Lösungen. Wir unterstützen Sie bei allen regulatorischen Anforderungen und bieten professionelle Abwicklung für Ihre chemischen Beschaffungsbedürfnisse.
Welche ADR-Klassifizierung hat Trichlorophosphan und wie wird es transportiert?
Trichlorophosphan ist gemäß ADR als Klasse 6.1 (Giftige Stoffe), Verpackungsgruppe I klassifiziert. Dies bedeutet höchste Gefährlichkeit und erfordert entsprechende Transportvorschriften. Der Transport muss in zugelassenen Verpackungen erfolgen, mit vollständiger Dokumentation und Gefahrgutbegleitpapieren. Nur zertifizierte Transportunternehmen dürfen diese Substanz befördern, und alle Beteiligten müssen über entsprechende Gefahrgutschulung verfügen.
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