Potassium chlorate

ClKO3

potassium chlorate

CAS3811-04-9
GHS03 Gefahrensymbol: Brandfördernd – Flamme über Kreis
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
3811-04-9
EG-Nummer
223-289-7
UN-Nummer
1485
Index-Nummer
017-004-00-3
PubChem CID
6426889

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
ClKO3
Molare Masse
122.55 g/mol
IUPAC-Name
potassium chlorate

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/ClHO3.K/c2-1(3)4;/h(H,2,3,4);/q;+1/p-1
InChI Key
VKJKEPKFPUWCAS-UHFFFAOYSA-M

Überblick

Potassium chlorate (CAS 3811-04-9) ist ein anorganisches Chloratsalz mit starken oxidierenden Eigenschaften und vielfältigen industriellen Anwendungen. Dieses kristalline, weiße Pulver mit der Molekularformel ClKO3 gehört zur Familie der Alkali-Chlorate und weist eine Molmasse von 122,55 g/mol auf. Als starkes Oxidationsmittel der Klasse Ox. Sol. 1 nach GHS-Klassifizierung erfordert Potassium chlorate besondere Vorsichtsmaßnahmen im Umgang und in der Lagerung. Die Substanz ist wasserlöslich und zersetzt sich bei erhöhten Temperaturen unter Sauerstoffabgabe. Die sicherheitstechnischen Eigenschaften von Potassium chlorate erfordern höchste Aufmerksamkeit. Als Gefahrstoff der Klasse ADR 5.1 mit den GHS-Piktogrammen GHS03 und GHS06 sowie dem Signalwort "Danger" kann es bei unsachgemäßem Umgang mit brennbaren Materialien zu heftigen Reaktionen führen. Die akute Toxizität der Kategorie 3 macht zusätzliche Schutzmaßnahmen beim Handling erforderlich. In der chemischen Industrie findet Potassium chlorate hauptsächlich als Oxidationsmittel in verschiedenen Syntheseprozessen Verwendung. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet liegt in der Herstellung von Sauerstoff für spezielle technische Anwendungen, wobei die kontrollierte thermische Zersetzung genutzt wird. Die pyrotechnische Industrie setzt die Verbindung aufgrund ihrer sauerstoffliefernden Eigenschaften in speziellen Formulierungen ein. Wie das verwandte sodium chlorate gehört auch Potassium chlorate zu den wichtigen industriellen Oxidationsmitteln mit spezifischen Anwendungsbereichen. OYSI bietet Potassium chlorate in verschiedenen Qualitäten für industrielle Anwendungen an und gewährleistet dabei höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards für unsere europäischen Kunden.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Ox. Sol. 1; Acute Tox. 3

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H271

Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

H301

Giftig bei Verschlucken.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1485
ADR-Klasse5.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameKaliumchlorat, fest
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Kaliumchlorat?

Kaliumchlorat ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel ClKO3 und der CAS-Nummer 3811-04-9. Diese kristalline Substanz mit einer Molmasse von 122,55 g/mol gehört zur Gruppe der Chlorate und wird als starkes Oxidationsmittel klassifiziert. Aufgrund seiner oxidierenden Eigenschaften ist es als Gefahrstoff der Klasse Ox. Sol. 1 eingestuft und trägt das Gefahrensymbol GHS03.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Kaliumchlorat?

Kaliumchlorat ist ein weißer, kristalliner Feststoff, der geruchlos ist und eine gute Wasserlöslichkeit aufweist. Als starkes Oxidationsmittel reagiert es heftig mit brennbaren Materialien und organischen Stoffen. Die Substanz ist thermisch instabil und kann bei Erhitzung Sauerstoff freisetzen. Diese Eigenschaften machen es zu einem potenten Oxidationsmittel mit spezifischen Handhabungsanforderungen.

Wofür wird Kaliumchlorat verwendet?

Kaliumchlorat wird hauptsächlich in der pyrotechnischen Industrie, bei der Herstellung von Streichhölzern und als Oxidationsmittel in verschiedenen chemischen Prozessen eingesetzt. In der Textil- und Papierindustrie dient es als Bleichmittel. Aufgrund seiner starken oxidierenden Eigenschaften findet es auch Anwendung in speziellen chemischen Synthesen und als Laborchemikalie für analytische Zwecke.

Wie manipuliert man Kaliumchlorat sicher?

Kaliumchlorat muss mit extremer Vorsicht gehandhabt werden, da es ein starkes Oxidationsmittel ist. Tragen Sie immer geeignete persönliche Schutzausrüstung einschließlich Schutzbrille, Handschuhe und Laborkittel. Vermeiden Sie jeden Kontakt mit brennbaren Materialien, organischen Stoffen und Reduktionsmitteln. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen und halten Sie Feuerlöschgeräte bereit. Vermeiden Sie Reibung, Stoß und Erwärmung.

Wie lagert man Kaliumchlorat korrekt?

Kaliumchlorat muss in einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Lagerbereich aufbewahrt werden, getrennt von brennbaren Materialien, organischen Stoffen und Reduktionsmitteln. Die Lagerung erfolgt in fest verschlossenen Originalbehältern, geschützt vor Feuchtigkeit und Wärmequellen. Aufgrund der ADR-Klassifizierung 5.1, Verpackungsgruppe II, gelten besondere Lagervorschriften für oxidierende Stoffe. Inkompatible Materialien müssen räumlich getrennt gelagert werden.

Was tun bei Kontakt mit Kaliumchlorat?

Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie mindestens 15 Minuten mit Wasser und suchen einen Arzt auf. Bei Einatmung bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus, geben viel Wasser zu trinken und suchen sofort medizinische Hilfe auf. Erbrechen nicht auslösen.

Wie entsorgt man Kaliumchlorat ordnungsgemäß?

Kaliumchlorat darf nicht über den normalen Hausmüll oder das Abwasser entsorgt werden. Die Entsorgung muss über zugelassene Entsorgungsunternehmen für Sonderabfälle erfolgen, die auf oxidierende Stoffe spezialisiert sind. Beachten Sie die lokalen und nationalen Vorschriften für Gefahrstoffentsorgung. Leere Behälter gelten als kontaminiert und müssen ebenfalls als Sonderabfall entsorgt werden. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen.

Wie transportiert man Kaliumchlorat?

Kaliumchlorat ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 5.1 (oxidierende Stoffe), Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert spezielle Verpackungen und Kennzeichnungen nach ADR-Vorschriften. Das Fahrzeug muss mit entsprechenden Warntafeln versehen sein, und der Fahrer benötigt eine ADR-Schulungsbescheinigung. Die Beförderungspapiere müssen korrekte UN-Nummern und Gefahrenklassen enthalten. Separate Lagerung von inkompatiblen Stoffen während des Transports ist zwingend erforderlich.

Unterliegt Kaliumchlorat besonderen Regelungen?

Kaliumchlorat unterliegt der CLP-Verordnung mit der Einstufung als Ox. Sol. 1 und Acute Tox. 3, was spezielle Kennzeichnungs- und Sicherheitsdatenblattanforderungen zur Folge hat. Es ist nicht als SVHC-Stoff unter REACH registriert. Die Verwendung kann nationalen Beschränkungen unterliegen, insbesondere bezüglich der Abgabe an Privatpersonen. Beachten Sie lokale Vorschriften für Lagerung, Verwendung und den Umgang mit oxidierenden Stoffen.

Wo kann man Kaliumchlorat in Europa kaufen?

Kaliumchlorat ist über OYSI, einen etablierten europäischen Distributor für technische Chemikalien, erhältlich. Als professioneller Lieferant bietet OYSI qualitätsgeprüfte Produkte mit vollständiger Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern. Aufgrund der Gefahrstoffeigenschaften ist der Verkauf meist auf gewerbliche Kunden und Forschungseinrichtungen beschränkt. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Anfragen bezüglich Verfügbarkeit, Verpackungsgrößen und Lieferbedingungen in Ihrer Region.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.