Lead(2+) diacetate

C4H6O4Pb

lead(2+) diacetate

CAS301-04-2
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
301-04-2
EG-Nummer
206-104-4
UN-Nummer
1616
Index-Nummer
082-005-00-8
PubChem CID
9317

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C4H6O4Pb
Molare Masse
325.00 g/mol
IUPAC-Name
lead(2+) diacetate

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2C2H4O2.Pb/c2*1-2(3)4;/h2*1H3,(H,3,4);/q;;+2/p-2
InChI Key
GUWSLQUAAYEZAF-UHFFFAOYSA-L

Überblick

Lead(2+) diacetate (CAS 301-04-2) ist eine anorganische Bleiverbindung mit hoher Wasserlöslichkeit und erheblichen toxikologischen Eigenschaften. Diese Substanz, auch bekannt unter ihrer IUPAC-Bezeichnung lead(2+) diacetate, stellt einen wichtigen Vertreter der Bleiacetat-Verbindungen dar. Mit der Summenformel C4H6O4Pb und einer molaren Masse von 325 g/mol zeigt diese kristalline Verbindung charakteristische Eigenschaften von zweiwertigen Bleisalzen. Die Substanz unterliegt strengen regulatorischen Bestimmungen aufgrund ihrer Einstufung als reproduktionstoxisch (Repr. 1A) und ihrer spezifischen Zielorgantoxizität bei wiederholter Exposition (STOT RE 2). Die Sicherheitskennzeichnung mit den GHS-Piktogrammen GHS08 und GHS09 sowie dem Signalwort "Danger" unterstreicht sowohl die gesundheitlichen als auch die umwelttoxischen Risiken. Als Gefahrgut der ADR-Klasse 6.1 erfordert Lead(2+) diacetate besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Transport und Handhabung. Die Einstufung als akut und chronisch gewässergefährdend (Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1) macht deutlich, dass strenge Umweltschutzmaßnahmen erforderlich sind. In der chemischen Industrie findet die Verbindung Anwendung in spezialisierten Syntheseverfahren, als Katalysator in organischen Reaktionen und in der Herstellung von Pigmenten. Ähnlich wie andere Bleiverbindungen, etwa tris(lead(2+)) diphosphate, unterliegt auch Lead(2+) diacetate zunehmenden Verwendungsbeschränkungen aufgrund der bekannten Bleiotoxizität. OYSI bietet Lead(2+) diacetate für qualifizierte industrielle Anwender unter Einhaltung aller relevanten Sicherheits- und Umweltbestimmungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Repr. 1A; STOT RE 2 *; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Transport (ADR)

UN-Nummer1616
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeIII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameBleiacetat, wasserfrei, fest
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Blei(II)-acetat?

Blei(II)-acetat ist eine anorganische Bleiverbindung mit der chemischen Formel C4H6O4Pb und der CAS-Nummer 301-04-2. Diese Substanz hat eine Molmasse von 325 g/mol und gehört zu den Bleisalzen der Essigsäure. Aufgrund seiner reproduktionstoxischen Eigenschaften ist es als fortpflanzungsgefährdend der Kategorie 1A eingestuft und trägt das Gefahrensignal "Danger" mit den GHS-Piktogrammen GHS08 und GHS09.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Blei(II)-acetat?

Blei(II)-acetat ist typischerweise ein weißer kristalliner Feststoff bei Raumtemperatur. Als Bleisalz der Essigsäure zeigt es charakteristische Löslichkeitseigenschaften in polaren Lösungsmitteln. Die Verbindung hat eine Molmasse von 325 g/mol und liegt in Form von farblosen bis weißen Kristallen vor. Aufgrund seiner chemischen Struktur als Metallacetat weist es die typischen Eigenschaften von Bleisalzen auf.

Wofür wird Blei(II)-acetat verwendet?

Blei(II)-acetat wird hauptsächlich in spezialisierten industriellen Anwendungen eingesetzt, insbesondere in der chemischen Synthese als Reagenz und Katalysator. Aufgrund seiner toxischen Eigenschaften und der strengen Regulierung von Bleiverbindungen ist sein Einsatz jedoch stark eingeschränkt. Historisch wurde es in verschiedenen chemischen Prozessen verwendet, aber moderne Anwendungen sind aufgrund von Sicherheits- und Umweltbedenken sehr begrenzt.

Wie manipuliert man Blei(II)-acetat sicher?

Blei(II)-acetat erfordert aufgrund seiner Reproduktionstoxizität und systemischen Toxizität höchste Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssen geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen, einschließlich Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeglichen Hautkontakt und das Einatmen von Staub. Nach der Handhabung sind gründliches Händewaschen und Dekontamination der Arbeitsflächen unerlässlich.

Wie lagert man Blei(II)-acetat korrekt?

Blei(II)-acetat muss in verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Der Lagerbereich sollte vor unbefugtem Zugang geschützt und deutlich gekennzeichnet sein. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Lebensmitteln oder Futtermitteln. Die Behälter müssen gegen Beschädigung geschützt und regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden. Halten Sie die Substanz von Feuchtigkeit und inkompatiblen Materialien fern.

Was tun bei Kontakt mit Blei(II)-acetat?

Bei Hautkontakt mit Blei(II)-acetat spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie gründlich mit Wasser und suchen umgehend ärztliche Hilfe auf. Falls eingeatmet, bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und sofort medizinische Hilfe suchen. Informieren Sie das medizinische Personal über die Exposition mit Bleiverbindungen.

Wie entsorgt man Blei(II)-acetat ordnungsgemäß?

Blei(II)-acetat muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Die Entsorgung darf nur durch zugelassene Entsorgungsunternehmen erfolgen, die für die Behandlung von bleihaltigen Abfällen zertifiziert sind. Sammeln Sie Reste und kontaminierte Materialien in geeigneten, gekennzeichneten Behältern. Eine Entsorgung über den normalen Hausmüll oder das Abwasser ist strengstens untersagt. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den rechtlichen Anforderungen.

Wie transportiert man Blei(II)-acetat?

Blei(II)-acetat ist als ADR-Klasse 6.1 (giftige Stoffe) der Verpackungsgruppe III klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechend zugelassene Verpackungen und Kennzeichnungen gemäß ADR-Vorschriften. Die Fahrzeuge müssen mit den erforderlichen Gefahrguttafeln und Warnschildern versehen sein. Der Fahrer benötigt eine gültige ADR-Bescheinigung. Beförderungspapiere müssen die korrekte UN-Nummer und Bezeichnung enthalten. Informieren Sie sich über spezielle Tunnel- und Routenbeschränkungen.

Unterliegt Blei(II)-acetat besonderen Vorschriften?

Blei(II)-acetat unterliegt strengen europäischen Vorschriften unter REACH und CLP-Verordnung aufgrund seiner Einstufung als reproduktionstoxisch (Repr. 1A) und gewässergefährdend. Als Bleiverbindung kann es zusätzlichen nationalen Beschränkungen unterliegen. Verwender müssen Sicherheitsdatenblätter bereitstellen und Expositionsszenarien befolgen. Die Verwendung kann genehmigungspflichtig sein oder bestimmten Anwendungsbeschränkungen unterliegen. Prüfen Sie stets die aktuellen regulatorischen Anforderungen in Ihrem Land.

Wo kann man Blei(II)-acetat in Europa kaufen?

Blei(II)-acetat können Sie über OYSI, einen etablierten europäischen Distributor für Spezialchemikalien, beziehen. Als professioneller Lieferant bietet OYSI qualitätsgeprüfte Produkte mit vollständiger Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern. Aufgrund der besonderen Gefährlichkeit dieser Substanz erfolgt der Verkauf ausschließlich an gewerbliche Kunden mit entsprechender Qualifikation und Berechtigung. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, technische Beratung und spezifische Anwendungsanforderungen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.