Tris(lead(2+)) diphosphate
O8P2Pb3
tris(lead(2+)) diphosphate
Beratung für Tris(lead(2+)) diphosphate
Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.
Identifikation
- CAS-Nummer
- 7446-27-7
- EG-Nummer
- 231-205-5
- UN-Nummer
- 3077
- Index-Nummer
- 082-006-00-3
- PubChem CID
- 24009
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- O8P2Pb3
- Molare Masse
- 810.00 g/mol
- IUPAC-Name
- tris(lead(2+)) diphosphate
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/2H3O4P.3Pb/c2*1-5(2,3)4;;;/h2*(H3,1,2,3,4);;;/q;;3*+2/p-6
- InChI Key
- HUTDDBSSHVOYJR-UHFFFAOYSA-H
Überblick
Tris(lead(2+)) diphosphate (CAS 7446-27-7) ist eine anorganische Bleiverbindung mit hoher Toxizität und reproduktionstoxischen Eigenschaften. Diese Substanz, auch bekannt unter der IUPAC-Bezeichnung tris(lead(2+)) diphosphate, gehört zur Gruppe der Bleiphosphate und weist die Summenformel O8P2Pb3 bei einer molaren Masse von 810 g/mol auf. Die Verbindung fällt unter die Europäische Chemikalienverordnung mit der EC-Nummer 231-205-5 und ist als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft. Aufgrund ihrer Bleikomponente zeigt diese Verbindung erhebliche Gesundheitsrisiken. Sie ist als reproduktionstoxisch der Kategorie 1A klassifiziert und kann spezifische Zielorganschäden bei wiederholter Exposition verursachen (STOT RE 2). Die Einstufung als akut und chronisch gewässergefährdend (Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1) unterstreicht ihre Umweltrelevanz. Die GHS-Kennzeichnung mit den Piktogrammen GHS08 und GHS09 sowie dem Signalwort "Danger" verdeutlicht die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang. Im industriellen Bereich findet tris(lead(2+)) diphosphate Anwendung als Stabilisator in speziellen Kunststoffformulierungen und als Korrosionsschutzmittel in Beschichtungssystemen. Anders als verwandte Bleiverbindungen wie lead(2+) diacetate bietet es spezifische phosphatbasierte Eigenschaften für anspruchsvolle technische Anwendungen. Der Transport erfolgt gemäß ADR-Klasse 9 als umweltgefährdender Stoff unter Einhaltung entsprechender Vorschriften. OYSI stellt diese hochspezialisierte Chemikalie für qualifizierte industrielle Anwendungen zur Verfügung und gewährleistet dabei umfassende technische Beratung sowie die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen.
Sicherheit & Klassifizierung
Repr. 1A; STOT RE 2 *; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1
GHS-Piktogramme
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 3077 |
| ADR-Klasse | 9 |
| Verpackungsgruppe | III |
| Tunnelbeschränkungscode | - |
| Proper Shipping Name | Tribleibis(orthophosphat) |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Tris(blei(2+)) diphosphat?
Tris(blei(2+)) diphosphat ist eine anorganische Bleiverbindung mit der Summenformel O8P2Pb3 und der CAS-Nummer 7446-27-7. Diese Chemikalie hat eine Molmasse von 810 g/mol und gehört zu den Bleiphosphaten. Sie ist als reproduktionstoxisch der Kategorie 1A klassifiziert und stellt eine erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar.
Welche physikochemischen Eigenschaften hat Tris(blei(2+)) diphosphat?
Tris(blei(2+)) diphosphat ist ein anorganisches Salz mit einer Molmasse von 810 g/mol und der Molekularformel O8P2Pb3. Als Bleiphosphat weist es typischerweise eine geringe Wasserlöslichkeit auf und liegt in der Regel als kristalliner Feststoff vor. Die genauen physikalischen Eigenschaften wie Farbe und Schmelzpunkt sind abhängig von der spezifischen Kristallstruktur und Reinheit der Verbindung.
Wofür wird Tris(blei(2+)) diphosphat verwendet?
Tris(blei(2+)) diphosphat wird hauptsächlich als Stabilisator in der Kunststoffindustrie, insbesondere für PVC-Produkte, eingesetzt. Es dient auch als Pigment in speziellen Beschichtungen und kann in der Keramikindustrie Verwendung finden. Aufgrund seiner hohen Toxizität und Umweltgefährdung unterliegt die Verwendung jedoch strengen rechtlichen Beschränkungen und wird zunehmend durch weniger gefährliche Alternativen ersetzt.
Wie manipuliert man Tris(blei(2+)) diphosphat sicher?
Tris(blei(2+)) diphosphat erfordert strenge Sicherheitsmaßnahmen aufgrund seiner Reproduktionstoxizität. Tragen Sie immer geeignete Schutzausrüstung einschließlich Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug, vermeiden Sie Staubbildung und Hautkontakt. Nach der Handhabung waschen Sie gründlich Hände und exponierte Hautbereiche. Schwangere Personen dürfen nicht mit dieser Substanz arbeiten.
Wie lagert man Tris(blei(2+)) diphosphat korrekt?
Tris(blei(2+)) diphosphat muss in verschlossenen Originalbehältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Der Lagerbereich sollte vor unbefugtem Zugang geschützt und deutlich gekennzeichnet sein. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Säuren und oxidierenden Mitteln. Aufgrund der Umweltgefährdung müssen geeignete Auffangvorrichtungen vorhanden sein, um ein Austreten in die Umwelt zu verhindern.
Was ist bei Kontakt mit Tris(blei(2+)) diphosphat zu tun?
Tris(blei(2+)) diphosphat erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser ab. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und konsultieren einen Arzt. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus und suchen sofort ärztliche Hilfe auf.
Wie entsorgt man Tris(blei(2+)) diphosphat ordnungsgemäß?
Tris(blei(2+)) diphosphat muss als gefährlicher Abfall über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Aufgrund des Bleigehalts und der Umweltgefährdung ist eine Deponierung oder unsachgemäße Entsorgung strengstens untersagt. Die Substanz muss gemäß nationalen und europäischen Abfallvorschriften klassifiziert und in geeigneten, gekennzeichneten Behältern gesammelt werden. Kontaktieren Sie einen zertifizierten Entsorgungsdienstleister für die fachgerechte Behandlung.
Wie transportiert man Tris(blei(2+)) diphosphat?
Tris(blei(2+)) diphosphat ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 9 (verschiedene gefährliche Stoffe) Verpackungsgruppe III klassifiziert. Der Transport muss gemäß ADR-Vorschriften in zugelassenen Verpackungen erfolgen, die ordnungsgemäß gekennzeichnet und etikettiert sind. Ein Beförderungspapier mit korrekter UN-Nummer und Bezeichnung ist erforderlich. Der Fahrer benötigt eine ADR-Schulungsbescheinigung und das Fahrzeug muss entsprechend ausgerüstet sein.
Unterliegt Tris(blei(2+)) diphosphat besonderen Regelungen?
Tris(blei(2+)) diphosphat unterliegt strengen EU-Regelungen unter REACH und CLP-Verordnung. Als reproduktionstoxische Substanz der Kategorie 1A ist sie besonders reglementiert und erfordert Autorisierungsverfahren für bestimmte Verwendungen. Die Verwendung kann durch nationale Gesetze weiter eingeschränkt sein. Arbeitsschutzbestimmungen schreiben spezielle Schutzmaßnahmen vor, und die Substanz muss gemäß CLP-Verordnung mit Gefahrenpiktogrammen GHS08 und GHS09 gekennzeichnet werden.
Wo kann man Tris(blei(2+)) diphosphat in Europa kaufen?
Tris(blei(2+)) diphosphat können Sie über OYSI, einen etablierten europäischen Distributor für Spezialchemikalien, beziehen. OYSI bietet professionelle Beratung zu Handhabung, Sicherheit und regulatorischen Anforderungen. Aufgrund der strengen Vorschriften für bleihaltige Verbindungen ist eine fachkundige Beratung bezüglich Verwendungsbeschränkungen und Autorisierungsanforderungen unerlässlich. Kontaktieren Sie OYSI für individuelle Angebote und technische Unterstützung.
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Tris(lead(2+)) diphosphate ist ein Gefahrgut. Wir unterstützen Sie bei Kennzeichnung, Verpackung und Transportdokumentation.
Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.