Lead

Pb

lead

CAS7439-92-1
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

Beratung für Lead

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
7439-92-1
EG-Nummer
231-100-4
UN-Nummer
3077
Index-Nummer
082-013-00-1
PubChem CID
5352425

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
Pb
Molare Masse
207.00 g/mol
IUPAC-Name
lead

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/Pb
InChI Key
WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Lead (CAS 7439-92-1) ist ein toxisches Schwermetall mit hoher Dichte und ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeitseigenschaften. Blei gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Metallen und findet trotz seiner bekannten Toxizität weiterhin wichtige Anwendungen in verschiedenen Industriezweigen. Das silbrig-graue Schwermetall mit der Ordnungszahl 82 zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Formbarkeit, hohe Dichte von 11,34 g/cm³ und bemerkenswerte Beständigkeit gegen Korrosion aus. Diese Eigenschaften machen Blei zu einem unverzichtbaren Material für spezielle technische Anwendungen. Die Sicherheitsklassifizierung als reproduktionstoxisch der Kategorie 1A sowie als gewässergefährdend erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang. Das GHS08-Piktogramm warnt vor Gesundheitsgefahren, während GHS09 auf die Umweltgefährlichkeit hinweist. Die Einstufung in die ADR-Klasse 9 als sonstiger gefährlicher Stoff unterstreicht die Notwendigkeit spezieller Transport- und Lagerungsvorschriften. In der Industrie wird Blei hauptsächlich für Bleiakkumulatoren in der Automobilindustrie und für unterbrechungsfreie Stromversorgungen eingesetzt. Aufgrund seiner hervorragenden Abschirmungseigenschaften gegen Röntgen- und Gammastrahlung findet es Verwendung im Strahlenschutz in medizinischen und nuklearen Einrichtungen. Die chemische Industrie nutzt Blei für korrosionsbeständige Auskleidungen und Rohrleitungen, insbesondere bei der Schwefelsäureproduktion. OYSI bietet technisches Blei in verschiedenen Reinheitsgraden für industrielle Anwendungen an und gewährleistet dabei die Einhaltung aller relevanten Sicherheits- und Umweltvorschriften.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Repr. 1A; Lact.; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H362

Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Transport (ADR)

UN-Nummer3077
ADR-Klasse9
VerpackungsgruppeIII
Tunnelbeschränkungscode-
Proper Shipping NameBlei-Pulver
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Blei?

Blei ist ein schweres, weiches Schwermetall mit der chemischen Formel Pb und dem CAS-Code 7439-92-1. Es besitzt eine Masse von 207,0 g/mol und gehört zu den ältesten bekannten Metallen. Blei zeichnet sich durch seine hohe Dichte, niedrige Schmelztemperatur und Korrosionsbeständigkeit aus. Aufgrund seiner reproduktionstoxischen Eigenschaften ist es als gefährlicher Stoff der Kategorie Repr. 1A klassifiziert und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang.

Welche physiko-chemischen Eigenschaften hat Blei?

Blei ist ein bläulich-graues, weiches Metall mit hoher Dichte von 11,34 g/cm³. Es schmilzt bei 327°C und siedet bei 1749°C. Das Metall ist geruchlos und oxidiert an der Luft langsam unter Bildung einer schützenden Oxidschicht. Blei ist in Wasser praktisch unlöslich, löst sich jedoch in Säuren. Es zeigt eine hohe Verformbarkeit und lässt sich leicht bearbeiten, was seine vielseitige industrielle Nutzung ermöglicht.

Wofür wird Blei verwendet?

Blei wird hauptsächlich in der Batterieindustrie für Blei-Säure-Akkumulatoren verwendet. Weitere wichtige Anwendungen umfassen Strahlenschutz in medizinischen und nuklearen Einrichtungen, Dachdeckung und Bauwerksabdichtung sowie die Herstellung von Legierungen. In der Glasindustrie dient es zur Produktion von Kristallglas, und in der Kabelindustrie als Ummantelung. Aufgrund der Toxizität sind viele frühere Verwendungen wie in Farben oder Rohrleitungen heute verboten.

Wie manipuliert man Blei sicher?

Blei erfordert strenge Sicherheitsmaßnahmen aufgrund seiner reproduktionstoxischen Eigenschaften. Tragen Sie immer Atemschutz, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen oder unter Absaugung, um Staubbildung zu vermeiden. Vermeiden Sie das Einatmen von Bleidämpfen oder -staub. Nach dem Umgang waschen Sie gründlich Hände und Gesicht. Essen, trinken oder rauchen Sie nicht am Arbeitsplatz. Schwangere und stillende Frauen sollten jeden Kontakt mit Blei vermeiden.

Wie lagert man Blei korrekt?

Blei muss in trockenen, gut belüfteten Räumen bei Raumtemperatur gelagert werden. Halten Sie es von Säuren, Oxidationsmitteln und organischen Materialien fern. Die Lagerung sollte in verschlossenen, beschrifteten Behältern erfolgen, um Staubbildung zu verhindern. Begrenzen Sie den Zugang auf autorisiertes Personal und kennzeichnen Sie Lagerbereiche deutlich mit Warnhinweisen. Vermeiden Sie mechanische Beanspruchung, die zu Staubentwicklung führen könnte. Führen Sie regelmäßige Kontrollen der Lagerbedingungen durch.

Was tun bei Kontakt mit Blei?

Bei Hautkontakt mit Blei waschen Sie die betroffenen Stellen sofort gründlich mit Wasser und Seife ab. Bei Einatmen von Bleistaub bringen Sie die Person an die frische Luft und sorgen für Ruhe. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen mindestens 15 Minuten mit klarem Wasser. Entfernen Sie kontaminierte Kleidung. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und sofort ärztliche Hilfe suchen. Kontaktieren Sie bei allen Expositionsfällen umgehend einen Arzt oder Giftnotruf.

Wie entsorgt man Blei ordnungsgemäß?

Blei ist als gefährlicher Abfall zu behandeln und darf nicht über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Es muss über zugelassene Entsorgungsunternehmen als Sondermüll entsorgt werden. Sammeln Sie Bleiabfälle getrennt in beschrifteten, verschließbaren Behältern. Vermeiden Sie Staubbildung während der Sammlung. Die Entsorgung erfolgt idealerweise durch Recycling, da Blei gut wiederverwendbar ist. Dokumentieren Sie die Entsorgung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und bewahren Sie Nachweise auf.

Wie transportiert man Blei?

Blei ist als ADR-Klasse 9 (verschiedene gefährliche Stoffe) der Verpackungsgruppe III klassifiziert. Der Transport erfordert entsprechende Kennzeichnung mit den GHS-Piktogrammen GHS08 und GHS09 sowie dem Signalwort 'Danger'. Verwenden Sie zugelassene Verpackungen und vermeiden Sie Beschädigungen, die zu Staubfreisetzung führen können. Transportdokumente müssen vollständig ausgefüllt werden. Fahrzeugführer benötigen eine ADR-Schulungsbescheinigung. Beachten Sie Tunnelbeschränkungen und spezielle Transportvorschriften für gefährliche Güter.

Unterliegt Blei besonderen Regelungen?

Blei unterliegt strengen europäischen Regelungen unter REACH und CLP-Verordnung aufgrund seiner reproduktionstoxischen und umweltgefährdenden Eigenschaften. Es ist als Repr. 1A und Aquatic Chronic 1 klassifiziert. Verschiedene Bleiverbindungen stehen unter REACH-Beschränkungen, besonders in Verbraucherprodukten. Arbeitsplatzgrenzwerte sind streng geregelt. In vielen Anwendungen wie Farben, Spielzeug oder Schmuck ist Blei verboten. Unternehmen müssen Expositionsszenarien erstellen und Sicherheitsdatenblätter bereitstellen.

Wo kann man Blei in Europa kaufen?

Blei können Sie als professioneller Anwender bei OYSI erwerben, einem etablierten europäischen Distributor für Chemikalien und Metalle. OYSI bietet Blei in verschiedenen Reinheitsgraden und Mengen für industrielle Anwendungen an. Als spezialisierter Händler gewährleistet OYSI die ordnungsgemäße Dokumentation, Kennzeichnung und Lieferung gemäß den geltenden Sicherheits- und Transportbestimmungen. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Anfragen zu Verfügbarkeit, Spezifikationen und Lieferbedingungen für Ihre Anwendung.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.