Benzo[a]pyrene

C20H12

benzo[a]pyrene

CAS50-32-8
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
50-32-8
EG-Nummer
200-028-5
UN-Nummer
3077
Index-Nummer
601-032-00-3
PubChem CID
2336

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C20H12
Molare Masse
252.30 g/mol
IUPAC-Name
benzo[a]pyrene

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C20H12/c1-2-7-17-15(4-1)12-16-9-8-13-5-3-6-14-10-11-18(17)20(16)19(13)14/h1-12H
InChI Key
FMMWHPNWAFZXNH-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Benzo[a]pyrene (CAS 50-32-8) ist ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit stark krebserregenden und mutagenen Eigenschaften. Benzo[a]pyrene gehört zu den bekanntesten und am besten untersuchten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in der chemischen Industrie. Diese organische Verbindung mit der Summenformel C20H12 und einer Molmasse von 252,3 g/mol entsteht hauptsächlich bei unvollständigen Verbrennungsprozessen organischer Materialien und ist in verschiedenen industriellen Anwendungen von Bedeutung. Die Substanz zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Stabilität und ihre charakteristischen spektroskopischen Eigenschaften aus, die sie für analytische Zwecke wertvoll machen. Aufgrund ihrer chemischen Struktur zeigt sie eine starke Fluoreszenz, was ihre Detektion und Quantifizierung in geringsten Konzentrationen ermöglicht. Diese Eigenschaft unterscheidet sie deutlich von anderen organischen Verbindungen wie 4-[(4-amino-3-chlorophenyl)methyl]-2-chloroaniline, das andere analytische Herausforderungen mit sich bringt. Die Sicherheitsklassifizierung als krebserregend der Kategorie 1B, mutagen 1B und reproduktionstoxisch 1B erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang. Die Einstufung als sensibilisierend für die Haut sowie die akute und chronische Gewässergefährdung unterstreichen die Notwendigkeit professioneller Handhabung und entsprechender Schutzausrüstung. In der Industrie findet Benzo[a]pyrene hauptsächlich als Referenzstandard in der Umweltanalytik, als Kalibriersubstanz in der instrumentellen Analytik und in der toxikologischen Forschung Verwendung. Diese Anwendungen nutzen die charakteristischen Eigenschaften der Verbindung für präzise Messungen und wissenschaftliche Untersuchungen. OYSI bietet Benzo[a]pyrene in verschiedenen Reinheitsgraden für industrielle und analytische Anwendungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 1B; Muta. 1B; Repr. 1B; Skin Sens. 1; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3077
ADR-Klasse9
VerpackungsgruppeIII
Tunnelbeschränkungscode-
Proper Shipping NameBenzo[def]chrysen
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Benzo[a]pyren?

Benzo[a]pyren ist ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff (PAK) mit der chemischen Formel C20H12 und der CAS-Nummer 50-32-8. Diese Substanz mit einer Molmasse von 252,3 g/mol gehört zu den gefährlichsten organischen Verbindungen und ist als krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Benzo[a]pyren entsteht bei unvollständigen Verbrennungsprozessen und ist ein weit verbreiteter Umweltschadstoff, der sowohl in industriellen Prozessen als auch in der analytischen Chemie von Bedeutung ist.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Benzo[a]pyren?

Benzo[a]pyren ist ein kristalliner Feststoff mit gelber bis gelblich-grüner Farbe bei Raumtemperatur. Die Verbindung ist praktisch unlöslich in Wasser, löst sich jedoch gut in organischen Lösungsmitteln wie Benzol, Toluol und Dichlormethan. Aufgrund seiner aromatischen Struktur zeigt es charakteristische Fluoreszenzeigenschaften. Die Substanz ist thermisch stabil, neigt jedoch zur Photooxidation unter UV-Licht-Einwirkung. Bei normalem Atmosphärendruck sublimiert Benzo[a]pyren bei erhöhten Temperaturen direkt vom festen in den gasförmigen Zustand.

Wofür wird Benzo[a]pyren verwendet?

Benzo[a]pyren wird hauptsächlich als Referenzstandard und Analysensubstanz in der analytischen Chemie und Umweltanalytik verwendet. In der Forschung dient es als Modellsubstanz für toxikologische Studien und zur Untersuchung von PAK-Kontaminationen. Die Substanz findet Anwendung in der Kalibrierung von Messgeräten zur Bestimmung von Umweltschadstoffen sowie in der Entwicklung von Nachweismethoden. Aufgrund ihrer extremen Toxizität hat sie keine direkten industriellen Anwendungen als Endprodukt, sondern wird ausschließlich für wissenschaftliche und analytische Zwecke eingesetzt.

Wie manipuliert man Benzo[a]pyren sicher?

Benzo[a]pyren erfordert aufgrund seiner krebserregenen und erbgutverändernden Eigenschaften höchste Sicherheitsvorkehrungen. Tragen Sie immer chemikalienresistente Handschuhe, Schutzbrille und Laborkittel. Arbeiten Sie ausschließlich unter einem gut funktionierenden Abzug oder in einer Glove-Box. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen oder Staub. Verwenden Sie bei Pulverform zusätzlich eine Atemschutzmaske P3. Alle kontaminierten Materialien müssen als Sondermüll entsorgt werden. Arbeitsplätze sind nach Gebrauch gründlich zu dekontaminieren.

Wie lagert man Benzo[a]pyren korrekt?

Benzo[a]pyren muss in dicht verschlossenen, chemikalienresistenten Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Schützen Sie die Substanz vor direkter Sonneneinstrahlung und UV-Licht, da sie zur Photooxidation neigt. Die Lagerung sollte in einem speziellen Gefahrstofflager oder -schrank erfolgen, getrennt von Oxidationsmitteln und inkompatiblen Chemikalien. Sorgen Sie für eine deutliche Kennzeichnung mit allen relevanten Gefahrensymbolen und Sicherheitshinweisen. Die Lagertemperatur sollte konstant unter 25°C gehalten werden, um Sublimation zu vermeiden.

Was tun bei Kontakt mit Benzo[a]pyren?

Bei Hautkontakt mit Benzo[a]pyren entfernen Sie sofort kontaminierte Kleidung und waschen die betroffene Stelle ausgiebig mit Wasser und Seife. Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe auf. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser und konsultieren einen Augenarzt. Nach Einatmen bringen Sie die Person sofort an die frische Luft und sorgen für Ruhe. Bei Verschlucken lösen Sie kein Erbrechen aus, spülen den Mund aus und suchen sofort einen Arzt auf. Informieren Sie medizinisches Personal über die Substanz und deren Eigenschaften.

Wie entsorgt man Benzo[a]pyren ordnungsgemäß?

Benzo[a]pyren muss als gefährlicher Abfall der Kategorie krebserzeugender Stoffe entsorgt werden. Die Substanz darf niemals über das normale Abwassersystem oder den Hausmüll entsorgt werden. Sammeln Sie Reste und kontaminierte Materialien in speziellen, dicht verschließbaren und gekennzeichneten Behältern. Die Entsorgung muss über zugelassene Sonderabfall-Entsorgungsunternehmen erfolgen, die über eine Genehmigung zur Behandlung krebserzeugender Abfälle verfügen. Dokumentieren Sie die Entsorgung gemäß den lokalen Vorschriften und bewahren Sie entsprechende Nachweise auf.

Wie transportiert man Benzo[a]pyren?

Benzo[a]pyren ist als ADR-Klasse 9 (verschiedene gefährliche Stoffe), Verpackungsgruppe III klassifiziert. Für den Transport sind UN-spezifizierte Verpackungen erforderlich, die den entsprechenden Prüfanforderungen genügen. Der Transport muss mit korrekter Dokumentation erfolgen, einschließlich Gefahrgutbegleitpapieren und Sicherheitsdatenblättern. Fahrzeuge müssen mit entsprechenden Warntafeln gekennzeichnet sein. Transportpersonal benötigt eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung. Aufgrund der extremen Toxizität sind zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen gegen Leckagen und Kontamination zu treffen.

Unterliegt Benzo[a]pyren besonderen Vorschriften?

Benzo[a]pyren unterliegt strengen EU-Vorschriften unter REACH und CLP-Verordnung. Die Substanz ist als krebserzeugend Kategorie 1B, erbgutverändernd 1B und fortpflanzungsgefährdend 1B eingestuft. Sie fällt unter besondere Beschränkungen für das Inverkehrbringen und die Verwendung. In vielen EU-Ländern gelten Grenzwerte für Benzo[a]pyren in Lebensmitteln, Umwelt und Arbeitsplätzen. Unternehmen müssen spezielle Sicherheitsmaßnahmen implementieren und Expositionsszenarien dokumentieren. Die Substanz unterliegt auch der Meldepflicht bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA.

Wo kann man Benzo[a]pyren in Europa kaufen?

Benzo[a]pyren ist über OYSI, einem führenden europäischen Distributeur für Spezialchemikalien, erhältlich. Als zertifizierter Lieferant bietet OYSI hochreine Qualitäten für analytische und Forschungszwecke an. Der Erwerb erfordert aufgrund der extremen Toxizität eine entsprechende fachliche Qualifikation und den Nachweis einer berechtigten Verwendung. OYSI unterstützt Kunden bei der Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen und stellt vollständige Dokumentationen zur Verfügung. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Verfügbarkeiten, Qualitäten und regulatorische Beratung zu dieser kontrollierten Substanz.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.