Hydroxylamine;nitric acid

H4N2O4

hydroxylamine;nitric acid

CAS13465-08-2
GHS01 Gefahrensymbol: Explosionsgefährlich – Explodierende Bombe
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
13465-08-2
EG-Nummer
236-691-2
UN-Nummer
Index-Nummer
007-028-00-2
PubChem CID
10129901

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
H4N2O4
Molare Masse
96.04 g/mol
IUPAC-Name
hydroxylamine;nitric acid

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/HNO3.H3NO/c2-1(3)4;1-2/h(H,2,3,4);2H,1H2
InChI Key
NILJXUMQIIUAFY-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Hydroxylamin-Nitrat (CAS 13465-08-2) ist eine anorganische Salzverbindung mit hochexplosiven Eigenschaften und starker biologischer Aktivität. Diese chemische Verbindung entsteht durch die Reaktion von Hydroxylamin mit Salpetersäure und bildet kristalline Strukturen mit der Molekularformel H4N2O4. Mit einer Molmasse von 96,04 g/mol gehört sie zu den energiereichen Materialien, die aufgrund ihrer extremen Instabilität besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordern. Die Substanz ist als Sprengstoff der Klasse 1.1 eingestuft und weist zusätzlich karzinogene Eigenschaften auf, was sie zu einem hochregulierten Chemikalienprodekt macht. Die Sicherheitsklassifizierung umfasst mehrere kritische Gefahrenkategorien: explosive Eigenschaften, akute Toxizität, Karzinogenität der Kategorie 2, sowie haut- und augenreizende Wirkungen. Die GHS-Piktogramme GHS01, GHS08, GHS06 und GHS09 kennzeichnen die vielfältigen Risiken dieser Verbindung. Aufgrund der hohen Explosionsgefahr und der toxikologischen Eigenschaften ist eine spezialisierte Lagerung und Handhabung unter kontrollierten Bedingungen unerlässlich. In industriellen Anwendungen findet Hydroxylamin-Nitrat hauptsächlich in der Sprengstoffindustrie sowie in spezialisierten chemischen Synthesen Verwendung. Ähnlich wie andere energiereiche Verbindungen der Nitroaromaten-Familie, zu denen auch 2-Methyl-1,3,5-trinitrobenzol gehört, wird es für pyrotechnische Anwendungen und als Oxidationsmittel in kontrollierten chemischen Prozessen eingesetzt. OYSI bietet diese hochspezialisierte Chemikalie für qualifizierte industrielle Anwender mit entsprechenden Sicherheitszertifizierungen und Transportgenehmigungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Expl. 1.1 ****; Carc. 2; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 4 *; STOT RE 2 *; Skin Irrit. 2; Eye Irrit. 2...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H201

Explosiv; Gefahr der Massenexplosion.

H351

Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H311

Giftig bei Hautkontakt.

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Giftig

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Häufige Fragen

Was ist Hydroxylammoniumnitrat?

Hydroxylammoniumnitrat ist eine anorganische Verbindung mit der Formel H4N2O4 und der CAS-Nummer 13465-08-2. Diese Substanz entsteht durch die Reaktion von Hydroxylamin mit Salpetersäure und hat eine Molmasse von 96,04 g/mol. Aufgrund ihrer chemischen Struktur weist sie sowohl explosive Eigenschaften als auch toxische Wirkungen auf. Das Nitrat von Hydroxylamin wird hauptsächlich in der chemischen Industrie verwendet und erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Hydroxylammoniumnitrat?

Hydroxylammoniumnitrat ist ein kristalliner Feststoff mit hoher Explosivität der Klasse 1.1. Die Verbindung ist wasserlöslich und thermisch instabil, was zu ihrer explosiven Natur beiträgt. Sie zeigt ätzende Eigenschaften gegenüber Haut und Augen und kann bei unsachgemäßer Handhabung gefährliche Dämpfe freisetzen. Die Substanz reagiert empfindlich auf Hitze, Reibung und Schlag, weshalb besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Lagerung und dem Transport erforderlich sind.

Wofür wird Hydroxylammoniumnitrat verwendet?

Hydroxylammoniumnitrat wird hauptsächlich als Zwischenprodukt in der chemischen Synthese eingesetzt. Es dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Pharmazeutika, Agrochemikalien und anderen organischen Verbindungen. In der analytischen Chemie findet es Anwendung als Reduktionsmittel. Aufgrund seiner explosiven Eigenschaften wird es auch in spezialisierten pyrotechnischen Anwendungen verwendet, wobei strenge Sicherheitsvorschriften zu beachten sind. Die Verwendung erfolgt ausschließlich in professionellen, kontrollierten Umgebungen.

Wie manipuliert man Hydroxylammoniumnitrat sicher?

Hydroxylammoniumnitrat erfordert äußerste Vorsicht aufgrund seiner explosiven und toxischen Eigenschaften. Tragen Sie vollständige Schutzausrüstung einschließlich Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutz. Arbeiten Sie nur in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jegliche Reibung, Schlag oder Hitzeeinwirkung. Verwenden Sie nur funkenfreie Werkzeuge und stellen Sie sicher, dass keine Zündquellen in der Nähe sind. Halten Sie Notfallausrüstung bereit und informieren Sie sich über Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Wie lagert man Hydroxylammoniumnitrat korrekt?

Hydroxylammoniumnitrat muss in einem speziell zugelassenen Explosivstofflager bei kühlen, trockenen Bedingungen gelagert werden. Die Lagerung erfolgt getrennt von brennbaren Materialien, Säuren und anderen inkompatiblen Substanzen. Verwenden Sie nur zugelassene, antistatische Behälter und stellen Sie sicher, dass der Lagerbereich erschütterungsfrei ist. Die Temperatur sollte konstant niedrig gehalten werden, um thermische Zersetzung zu vermeiden. Regelmäßige Kontrollen und Einhaltung der Explosivstoffverordnung sind obligatorisch.

Was tun bei Kontakt mit Hydroxylammoniumnitrat?

Hydroxylammoniumnitrat erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und entfernen Sie kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie sofort mit Wasser und halten Sie die Augenlider geöffnet. Bei Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht zum Erbrechen bringen und sofort medizinische Hilfe rufen. In allen Fällen ist unverzüglich ärztliche Behandlung erforderlich.

Wie entsorgt man Hydroxylammoniumnitrat ordnungsgemäß?

Hydroxylammoniumnitrat muss als gefährlicher Abfall gemäß den Vorschriften für explosive Stoffe entsorgt werden. Die Entsorgung darf nur durch zugelassene Fachbetriebe erfolgen, die über entsprechende Genehmigungen für Explosivstoffentsorgung verfügen. Kleine Mengen können unter kontrollierten Bedingungen durch Verdünnung und chemische Neutralisation unschädlich gemacht werden. Mischen Sie niemals mit anderen Abfällen und informieren Sie den Entsorger über die genaue Zusammensetzung. Die Entsorgung muss dokumentiert werden.

Wie transportiert man Hydroxylammoniumnitrat?

Hydroxylammoniumnitrat unterliegt als explosiver Stoff strengen Transportvorschriften nach ADR/RID. Der Transport erfordert spezielle Genehmigungen und darf nur von zertifizierten Transportunternehmen mit entsprechender Ausrüstung durchgeführt werden. Die Verpackung muss den UN-Spezifikationen für explosive Stoffe entsprechen. Fahrzeuge müssen mit entsprechender Sicherheitsausrüstung und Warntafeln ausgestattet sein. Der Fahrer benötigt einen ADR-Schein für explosive Stoffe. Bestimmte Routen und Zeiten können beschränkt sein.

Unterliegt Hydroxylammoniumnitrat besonderen Regelungen?

Hydroxylammoniumnitrat unterliegt als krebserregender und explosiver Stoff strengen Regelungen. Es fällt unter die CLP-Verordnung mit Kennzeichnungspflicht und Sicherheitsdatenblatt. Die REACH-Verordnung erfordert Registrierung bei bestimmten Mengen. Nationale Explosivstoffgesetze regeln Herstellung, Lagerung und Transport. Als krebserregender Stoff der Kategorie 2 gelten besondere Arbeitsschutzbestimmungen. Berufliche Verwendung erfordert oft behördliche Genehmigungen und regelmäßige Überwachung. Meldepflichten können je nach Verwendungszweck und Menge bestehen.

Wo kann man Hydroxylammoniumnitrat in Europa kaufen?

Hydroxylammoniumnitrat können Sie als professioneller Anwender bei OYSI, einem führenden europäischen Distributeur für Chemikalien, beziehen. Aufgrund der explosiven und toxischen Eigenschaften ist der Verkauf auf qualifizierte Fachkunden mit entsprechenden Genehmigungen beschränkt. OYSI bietet fachkundige Beratung zu Sicherheitsaspekten, Lagerung und Transport. Für Verfügbarkeit und spezifische Anforderungen kontaktieren Sie unsere Experten direkt. Der Kauf erfordert Nachweis der fachlichen Qualifikation und oft behördliche Genehmigungen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.