Dioxycyanomercury

C2HgN2O2

dioxycyanomercury

CAS628-86-4
GHS01 Gefahrensymbol: Explosionsgefährlich – Explodierende Bombe
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
628-86-4
EG-Nummer
211-057-8
UN-Nummer
Index-Nummer
080-005-00-2
PubChem CID
11022444

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C2HgN2O2
Molare Masse
284.63 g/mol
IUPAC-Name
dioxycyanomercury

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2CNO.Hg/c2*1-2-3;
InChI Key
MHWLNQBTOIYJJP-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Dioxycyanomercury (CAS 628-86-4) ist eine hochgefährliche quecksilberorganische Verbindung mit explosiven und stark toxischen Eigenschaften. Diese seltene chemische Substanz mit der Molekularformel C2HgN2O2 gehört zu den Quecksilberverbindungen und weist eine Molmasse von 284,63 g/mol auf. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Gefährlichkeit wird Dioxycyanomercury als Explosivstoff der Klasse 1.1 eingestuft und trägt mehrere GHS-Piktogramme, darunter GHS01 für explosive Stoffe, GHS06 für akute Toxizität, GHS08 für Gesundheitsgefährdung und GHS09 für Umweltgefährdung. Die Verbindung zeigt extreme akute Toxizität über alle Expositionswege und kann schwerwiegende Organschäden durch wiederholte Exposition verursachen. Besonders kritisch ist die Kombination aus explosiven Eigenschaften und der hohen Toxizität von Quecksilberverbindungen. Die Substanz ist hochgradig umweltgefährdend und stellt eine akute Gefahr für Wasserorganismen dar. In der Industrie findet Dioxycyanomercury sehr begrenzte Anwendung, hauptsächlich in spezialisierten Bereichen der analytischen Chemie und als Referenzstandard. Ähnlich wie andere explosive Quecksilberverbindungen, etwa cyano(cyanomercuriooxy)mercury, erfordert die Handhabung höchste Sicherheitsmaßnahmen und spezialisierte Ausrüstung. Die Lagerung und der Transport unterliegen strengsten internationalen Vorschriften für explosive und toxische Materialien. Nur entsprechend qualifiziertes Personal darf mit dieser Substanz arbeiten. OYSI bietet Dioxycyanomercury ausschließlich für qualifizierte Anwender mit entsprechenden Genehmigungen und Sicherheitseinrichtungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Expl. 1.1; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE 2 *; Aquatic Acute 1; Aquatic ...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H201

Explosiv; Gefahr der Massenexplosion.

H331

Giftig bei Einatmen.

H311

Giftig bei Hautkontakt.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Giftig

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Giftig

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Häufige Fragen

Was ist Dioxycyanomercury?

Dioxycyanomercury ist eine hochgefährliche quecksilberhaltige chemische Verbindung mit der Molekularformel C2HgN2O2 und der CAS-Nummer 628-86-4. Diese Substanz weist eine Molmasse von 284,63 g/mol auf und gehört zu den explosiven Stoffen der Klasse 1.1. Sie ist sowohl akut toxisch als auch umweltgefährdend, was durch die GHS-Piktogramme GHS01, GHS06, GHS08 und GHS09 gekennzeichnet wird.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Dioxycyanomercury?

Dioxycyanomercury ist eine quecksilberhaltige Verbindung mit der Summenformel C2HgN2O2 und einer Molmasse von 284,63 g/mol. Aufgrund seiner explosiven Eigenschaften und hohen Toxizität sind detaillierte physikalische Eigenschaften wie Schmelzpunkt, Siedepunkt und Löslichkeit oft nicht vollständig dokumentiert oder nur unter speziellen Sicherheitsbedingungen bestimmbar. Die Verbindung zeigt typische Eigenschaften quecksilberhaltiger Cyanverbindungen.

Wofür wird Dioxycyanomercury verwendet?

Dioxycyanomercury findet aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit und explosiven Eigenschaften nur sehr begrenzte und hochspezielle Anwendungen. Die Substanz wird hauptsächlich in der Forschung und möglicherweise in spezifischen analytischen Verfahren eingesetzt. Aufgrund der hohen Toxizität und Umweltgefährdung sind die Anwendungen streng reglementiert und erfordern höchste Sicherheitsstandards. Industrielle Großanwendungen sind praktisch ausgeschlossen.

Wie manipuliert man Dioxycyanomercury sicher?

Dioxycyanomercury erfordert höchste Sicherheitsvorkehrungen aufgrund seiner explosiven und toxischen Eigenschaften. Sie müssen vollständige Schutzausrüstung tragen, einschließlich Atemschutz, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung. Die Arbeit darf nur in speziell ausgestatteten Laboren mit Abzugshauben und Explosionsschutz erfolgen. Vermeiden Sie jegliche Reibung, Schläge oder Hitzeeinwirkung. Nur geschultes Personal darf mit dieser Substanz umgehen.

Wie lagert man Dioxycyanomercury korrekt?

Dioxycyanomercury muss als explosiver Stoff unter strengsten Sicherheitsbedingungen gelagert werden. Die Lagerung erfolgt in speziellen, explosionssicheren Behältern bei konstanter, niedriger Temperatur und ohne Erschütterungen. Sie müssen die Substanz von Hitze, Zündquellen und inkompatiblen Materialien fernhalten. Die Lagerräume benötigen spezielle Belüftung und müssen den Vorschriften für explosive Stoffe entsprechen. Regelmäßige Sicherheitskontrollen sind obligatorisch.

Was tun bei Kontakt mit Dioxycyanomercury?

Dioxycyanomercury erfordert sofortige Notfallmaßnahmen bei jedem Kontakt. Bei Hautkontakt spülen Sie sofort mit viel Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Einatmung bringen Sie die Person an die frische Luft und sorgen für Ruhe. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen. In allen Fällen ist umgehend ärztliche Hilfe zu holen und der Arzt über die Quecksilber- und Cyanidvergiftung zu informieren.

Wie entsorgt man Dioxycyanomercury ordnungsgemäß?

Dioxycyanomercury muss als Sondermüll durch spezialisierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Die Substanz darf niemals über normale Abfallwege entsorgt oder in die Umwelt freigesetzt werden. Sie müssen sich an die nationalen und europäischen Vorschriften für gefährliche Abfälle halten. Die Entsorgung erfordert spezielle Behälter und Transportbedingungen. Dokumentieren Sie die Entsorgung vollständig und bewahren Sie alle Nachweise auf.

Wie transportiert man Dioxycyanomercury?

Dioxycyanomercury unterliegt als explosiver und toxischer Stoff strengsten Transportvorschriften gemäß ADR/RID. Der Transport darf nur durch zertifizierte Unternehmen mit entsprechender Ausrüstung und Schulung erfolgen. Sie benötigen spezielle explosionssichere Verpackungen und müssen alle Kennzeichnungs- und Dokumentationsvorschriften beachten. Der Transport erfordert Begleitpapiere und Notfallinformationen. Private oder ungeschulte Transporte sind strengstens verboten.

Unterliegt Dioxycyanomercury besonderen Vorschriften?

Dioxycyanomercury unterliegt strengsten europäischen und nationalen Vorschriften aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit. Die Substanz fällt unter REACH-Registrierungspflicht und CLP-Kennzeichnungsvorschriften. Sie benötigen spezielle Genehmigungen für Erwerb, Besitz und Verwendung. Zusätzlich gelten Explosivstoffgesetze und Umweltschutzbestimmungen. Die Substanz ist nicht SVHC-gelistet, unterliegt aber dennoch höchsten Sicherheitsanforderungen und Meldepflichten.

Wo kann man Dioxycyanomercury in Europa kaufen?

Dioxycyanomercury ist aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit nur über spezialisierte chemische Distributoren wie OYSI erhältlich. OYSI als europäischer Distributor für technische Chemikalien kann Sie bezüglich Verfügbarkeit und regulatorischen Anforderungen beraten. Sie benötigen entsprechende Lizenzen und Genehmigungen für den Erwerb. Der Verkauf erfolgt nur an qualifizierte Abnehmer mit nachgewiesener Fachkompetenz und angemessener Sicherheitsausstattung.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.