Tribromoarsane
AsBr3
tribromoarsane
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Identifikation
- CAS-Nummer
- 7784-33-0
- EG-Nummer
- 232-057-4
- UN-Nummer
- 1555
- Index-Nummer
- 033-002-00-5
- PubChem CID
- 24569
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- AsBr3
- Molare Masse
- 314.63 g/mol
- IUPAC-Name
- tribromoarsane
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/AsBr3/c2-1(3)4
- InChI Key
- JMBNQWNFNACVCB-UHFFFAOYSA-N
Überblick
Tribromoarsane (CAS 7784-33-0) ist eine anorganische Arsenverbindung mit drei Bromatomen, die als kristalliner Feststoff mit ausgeprägten toxischen Eigenschaften vorliegt. Diese Arsenverbindung mit der Summenformel AsBr3 und einer Molmasse von 314,63 g/mol gehört zur Klasse der Arsenhalogenide und stellt einen wichtigen Baustein in der anorganischen Synthesechemie dar. Das Tribromoarsane kristallisiert in einer pyramidalen Molekülstruktur, bei der das Arsenatom zentral von drei Bromatomen umgeben ist. Die Verbindung zeigt typische Eigenschaften von Arsenverbindungen und erfordert aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur ADR-Klasse 6.1 besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Transport und Handhabung. In industriellen Anwendungen findet Tribromoarsane hauptsächlich als Synthesereagenz in der organischen Chemie Verwendung, insbesondere bei der Herstellung von organischen Arsenverbindungen und als Bromierungsmittel in spezialisierten chemischen Reaktionen. Ein weiterer Anwendungsbereich liegt in der Halbleiterindustrie, wo es als Precursor für die Abscheidung arsenbasierter Dünnschichten eingesetzt wird. Die Verbindung dient außerdem als Ausgangsstoff für die Synthese anderer Arsenverbindungen in der pharmazeutischen Forschung. Bei der Arbeit mit Tribromoarsane sind strenge Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, da Arsenverbindungen bekanntermaßen toxische Eigenschaften besitzen. Im Gegensatz zu organischen Nitroverbindungen wie 4-Nitroanilin oder 4-Nitrophenol, die andere Toxizitätsprofile aufweisen, erfordern Arsenverbindungen spezielle Schutzausrüstung und kontrollierte Arbeitsbedingungen. OYSI bietet Tribromoarsane in verschiedenen Reinheitsgraden für industrielle und Forschungsanwendungen an.
Sicherheit & Klassifizierung
Keine Gefahrstoffeinstufung
Diese Substanz ist nicht als gefährlich eingestuft gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 1555 |
| ADR-Klasse | 6.1 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Tunnelbeschränkungscode | D/E |
| Proper Shipping Name | Arsenbromid, fest |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Tribromoarsan?
Tribromoarsan ist eine anorganische Arsenverbindung mit der chemischen Formel AsBr3 und der CAS-Nummer 7784-33-0. Diese Verbindung hat eine Molmasse von 314,63 g/mol und besteht aus einem Arsenatom, das mit drei Bromatomen verbunden ist. Tribromoarsan gehört zu den Arsenhalogeniden und wird hauptsächlich in der chemischen Synthese verwendet. Als Arsenverbindung erfordert diese Substanz besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung und Lagerung aufgrund der toxischen Eigenschaften von Arsen.
Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Tribromoarsan?
Tribromoarsan ist ein kristalliner Feststoff bei Raumtemperatur mit einer charakteristischen gelb-orangen Farbe. Die Verbindung ist hygroskopisch und reagiert mit Feuchtigkeit unter Hydrolyse. Sie ist in polaren organischen Lösungsmitteln wie Ethanol und Aceton löslich, aber praktisch unlöslich in Wasser. Tribromoarsan hat einen niedrigen Schmelzpunkt und kann bei Erhitzung sublimieren. Die Verbindung ist lichtempfindlich und sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Wofür wird Tribromoarsan verwendet?
Tribromoarsan wird hauptsächlich als Reagenz in der organischen Synthese eingesetzt, insbesondere bei Bromierungsreaktionen und als Katalysator in verschiedenen chemischen Prozessen. Es findet Anwendung in der pharmazeutischen Industrie als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Arzneimitteln und in der Halbleiterindustrie für spezielle Dotierungsprozesse. Darüber hinaus wird es in Forschungslaboratorien für analytische Zwecke und als Ausgangsmaterial für die Synthese anderer Arsenverbindungen verwendet.
Wie handhabt man Tribromoarsan sicher?
Tribromoarsan erfordert das Tragen vollständiger persönlicher Schutzausrüstung einschließlich Schutzbrille, Handschuhen aus geeignetem Material und Laborkittel. Arbeiten Sie ausschließlich unter einem gut funktionierenden Abzug, um Dämpfe zu vermeiden. Vermeiden Sie jeden Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Stäuben oder Dämpfen. Halten Sie die Arbeitsplätze sauber und verwenden Sie geeignete Werkzeuge für die Handhabung. Nach der Arbeit mit der Substanz waschen Sie gründlich Hände und exponierte Hautbereiche.
Wie lagert man Tribromoarsan ordnungsgemäß?
Tribromoarsan muss in einem trockenen, gut belüfteten Bereich bei kontrollierter Raumtemperatur gelagert werden. Bewahren Sie die Substanz in fest verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern auf und schützen Sie sie vor Feuchtigkeit und direktem Licht. Die Lagerung sollte getrennt von unverträglichen Materialien wie starken Oxidationsmitteln, Säuren und Basen erfolgen. Stellen Sie sicher, dass der Lagerbereich für unbefugte Personen nicht zugänglich ist und über geeignete Notfallausrüstung verfügt.
Was ist bei Kontakt mit Tribromoarsan zu tun?
Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser für mindestens 15 Minuten ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf. Falls die Substanz eingeatmet wird, bringen Sie die betroffene Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht zum Erbrechen bringen und sofort medizinische Hilfe kontaktieren. In allen Fällen sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren und das Sicherheitsdatenblatt bereithalten.
Wie entsorgt man Tribromoarsan sachgerecht?
Tribromoarsan muss als gefährlicher Abfall gemäß den geltenden nationalen und europäischen Vorschriften entsorgt werden. Die Substanz darf nicht über das normale Abwassersystem oder den Hausmüll entsorgt werden. Sammeln Sie Abfälle in geeigneten, gekennzeichneten Behältern und übergeben Sie diese an zugelassene Entsorgungsunternehmen für Sonderabfall. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den behördlichen Anforderungen. Kleinere Mengen können durch Neutralisation und anschließende fachgerechte Behandlung unschädlich gemacht werden.
Wie transportiert man Tribromoarsan?
Tribromoarsan ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 6.1 (giftige Stoffe) der Verpackungsgruppe II klassifiziert. Für den Transport sind spezielle UN-konforme Verpackungen erforderlich, die entsprechend gekennzeichnet und etikettiert sein müssen. Der Transport muss von qualifiziertem Personal durchgeführt werden, das über eine gültige ADR-Bescheinigung verfügt. Begleitpapiere müssen die korrekten Versandbezeichnungen und Gefahrzettel enthalten. Stellen Sie sicher, dass Notfallmaßnahmen und Erste-Hilfe-Informationen während des Transports verfügbar sind.
Unterliegt Tribromoarsan besonderen Vorschriften?
Tribromoarsan unterliegt den Bestimmungen der REACH-Verordnung und muss bei entsprechenden Mengen registriert werden. Als Arsenverbindung kann es zusätzlichen nationalen Beschränkungen für Verwendung, Vertrieb und Import unterliegen. Die CLP-Verordnung regelt die Einstufung und Kennzeichnung der Substanz. Benutzer müssen Sicherheitsdatenblätter bereitstellen und angemessene Risikobewertungen durchführen. Je nach Anwendungsbereich können weitere spezifische Vorschriften wie die Biozid-Verordnung oder industrielle Emissionsrichtlinien gelten.
Wo kann man Tribromoarsan in Europa kaufen?
Tribromoarsan ist über OYSI, einen führenden europäischen Distributeur für Chemikalien, erhältlich. Als spezialisierter Anbieter kann OYSI die erforderlichen Dokumentationen, Sicherheitsdatenblätter und Konformitätszertifikate bereitstellen. Aufgrund der regulatorischen Anforderungen für Arsenverbindungen ist es wichtig, mit einem erfahrenen Lieferanten zu arbeiten, der die geltenden Vorschriften versteht. Kontaktieren Sie OYSI direkt für Verfügbarkeit, technische Spezifikationen und Lieferbedingungen, da diese je nach Anwendungsbereich und Menge variieren können.
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Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.