Sulfane

S

sulfane

CAS7704-34-9
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
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Identifikation

CAS-Nummer
7704-34-9
EG-Nummer
231-722-6
UN-Nummer
1350
Index-Nummer
016-094-00-1
PubChem CID
5362487

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
S
Molare Masse
32.07 g/mol
IUPAC-Name
sulfane

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/S
InChI Key
NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Sulfane (CAS 7783-06-4) ist ein farbloses, giftiges Gas mit charakteristischem Geruch nach faulen Eiern und hoher Brennbarkeit. Sulfane, auch als Schwefelwasserstoff bekannt, stellt eine der wichtigsten anorganischen Schwefelverbindungen in der chemischen Industrie dar. Mit seiner Molekularformel H2S und einer Molmasse von 34,08 g/mol gehört es zur Familie der Hydride und weist ähnliche Eigenschaften wie andere gasförmige Verbindungen auf, wobei es sich deutlich von verwandten Substanzen wie Methanethiol unterscheidet, das eine zusätzliche Kohlenstoffkomponente enthält. Die Substanz zeichnet sich durch ihre extreme Toxizität aus, weshalb sie in die Gefahrenklasse Acute Tox. 2 eingestuft wird. Bereits geringe Konzentrationen können schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen, während höhere Konzentrationen lebensbedrohlich sind. Als hochentzündliches Gas der Kategorie Flam. Gas 1A erfordert Sulfane besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Handhabung und Lagerung. Die ADR-Klassifizierung als Klasse 2 unterstreicht die besonderen Transportanforderungen für dieses Druckgas. In industriellen Anwendungen findet Sulfane hauptsächlich in der Metallurgie zur Sulfidierung von Erzen Verwendung, in der chemischen Synthese als Schwefelquelle für verschiedene Schwefelverbindungen sowie in der Analytik als Reagenz für qualitative und quantitative Bestimmungen. Die charakteristische Geruchsschwelle macht es auch als Warngas in Erdgasleitungen wertvoll. OYSI bietet Sulfane in verschiedenen Reinheitsgraden für technische und analytische Anwendungen an, wobei alle Lieferungen den strengen europäischen Sicherheitsstandards entsprechen.

Sicherheit & Klassifizierung

Achtung
Einstufung:

Skin Irrit. 2

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H315

Verursacht Hautreizungen.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1350
ADR-Klasse4.1
VerpackungsgruppeIII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameSchwefel, Brocken oder grobkörniges Pulver
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Sulfan?

Sulfan ist eine chemische Verbindung mit der Formel H2S und der CAS-Nummer 7783-06-4. Es handelt sich um ein farbloses Gas mit einer molaren Masse von 34,08 g/mol. Sulfan ist hochgiftig und brennbar, weshalb es als gefährlicher Stoff klassifiziert wird. Das Gas ist bekannt für seinen charakteristischen Geruch nach faulen Eiern und kommt natürlich in vulkanischen Gasen und bei der Zersetzung organischer Materie vor.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Sulfan?

Sulfan ist ein farbloses Gas bei Raumtemperatur mit einem charakteristischen, penetranten Geruch nach faulen Eiern. Es ist brennbar und gehört zur Gefahrenklasse Flam. Gas 1A sowie Press. Gas. Das Gas ist wasserlöslich und schwerer als Luft, weshalb es sich in tiefer liegenden Bereichen ansammeln kann. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften reagiert Sulfan mit verschiedenen Metallen und kann korrosiv wirken.

Wofür wird Sulfan verwendet?

Sulfan wird hauptsächlich in der chemischen Industrie als Ausgangsstoff für die Herstellung von Schwefelverbindungen verwendet. Es dient als Reduktionsmittel in verschiedenen chemischen Prozessen und wird in der Analytik als Reagenz eingesetzt. In der Metallurgie wird es zur Sulfidierung von Metallen verwendet. Darüber hinaus findet es Anwendung in der Forschung und bei speziellen industriellen Verfahren, die schwefelhaltige Verbindungen erfordern.

Wie manipuliert man Sulfan sicher?

Sulfan erfordert äußerste Vorsicht bei der Handhabung, da es als Acute Tox. 2 klassifiziert ist. Tragen Sie immer geeignete persönliche Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz und arbeiten Sie nur in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jede Zündquelle, da das Gas hochentzündlich ist. Verwenden Sie nur explosionsgeschützte Geräte und stellen Sie sicher, dass Notfallmaßnahmen und Erste-Hilfe-Ausrüstung verfügbar sind.

Wie lagert man Sulfan korrekt?

Sulfan muss in speziellen Druckgasbehältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Halten Sie es von Zündquellen, Hitze und direkter Sonneneinstrahlung fern. Der Lagerbereich sollte für unbefugte Personen unzugänglich sein und über entsprechende Warnschilder verfügen. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Oxidationsmitteln und anderen inkompatiblen Stoffen. Regelmäßige Kontrollen der Behälter sind erforderlich.

Was tun bei Kontakt mit Sulfan?

Sulfan ist hochgiftig und erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Exposition. Bringen Sie die betroffene Person sofort an die frische Luft und sorgen Sie für Ruhe. Bei Bewusstlosigkeit oder Atemstillstand leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie unverzüglich den Notarzt. Vermeiden Sie Mund-zu-Mund-Beatmung und verwenden Sie geeignete Beatmungsgeräte. Bei Hautkontakt mit flüssigem Produkt spülen Sie mit viel Wasser und suchen Sie ärztliche Hilfe auf.

Wie entsorgt man Sulfan ordnungsgemäß?

Sulfan darf nicht in die Umwelt freigesetzt werden, da es als Aquatic Acute 1 klassifiziert ist. Die Entsorgung muss durch spezialisierte Entsorgungsunternehmen erfolgen, die über die erforderlichen Genehmigungen und Ausrüstungen verfügen. Leere Behälter müssen fachgerecht behandelt werden, da sie noch Produktreste enthalten können. Beachten Sie alle örtlichen und nationalen Vorschriften für die Entsorgung gefährlicher Abfälle und wenden Sie sich an zugelassene Entsorger.

Wie transportiert man Sulfan?

Sulfan ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 2 klassifiziert und unterliegt strengen Transportvorschriften. Der Transport muss in zugelassenen Druckgasbehältern erfolgen, die ordnungsgemäß gekennzeichnet und gesichert sind. Nur geschulte Fahrer mit entsprechender ADR-Bescheinigung dürfen den Transport durchführen. Die Fahrzeuge müssen mit geeigneter Sicherheitsausrüstung ausgestattet sein. Begleitpapiere und Sicherheitsdatenblätter müssen mitgeführt werden.

Unterliegt Sulfan besonderen Vorschriften?

Sulfan unterliegt umfangreichen regulatorischen Bestimmungen aufgrund seiner Gefährlichkeit. Es ist nicht als SVHC-Stoff eingestuft, fällt jedoch unter die CLP-Verordnung mit dem Signalwort 'Danger' und den GHS-Piktogrammen 02, 04, 06 und 09. Die REACH-Verordnung kann Registrierungspflichten vorsehen. Zusätzlich gelten arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen, Transportvorschriften und möglicherweise spezielle nationale Regelungen für den Umgang mit diesem hochgiftigen Gas.

Wo kann man Sulfan in Europa kaufen?

Sulfan können Sie als spezialisiertes Industriegas über OYSI, einen führenden europäischen Distributeur für Chemikalien, beziehen. Als Experte für technische Chemikalien bietet OYSI professionelle Beratung und stellt sicher, dass alle regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. Aufgrund der besonderen Gefährlichkeit von Sulfan ist eine fachkundige Beratung bezüglich Handhabung, Lagerung und Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich. Kontaktieren Sie OYSI für spezifische Anfragen und Verfügbarkeit.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.