Oxoberyllium

BeO

oxoberyllium

CAS1304-56-9
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
Danger

Beratung für Oxoberyllium

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
1304-56-9
EG-Nummer
215-133-1
UN-Nummer
1566
Index-Nummer
004-003-00-8
PubChem CID
14775

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
BeO
Molare Masse
25.01 g/mol
IUPAC-Name
oxoberyllium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/Be.O
InChI Key
LTPBRCUWZOMYOC-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Oxoberyllium (CAS 1304-56-9) ist eine anorganische Berylliumverbindung mit außergewöhnlicher thermischer Stabilität und hoher Toxizität. Diese kristalline Verbindung, auch bekannt unter ihrer IUPAC-Bezeichnung Oxoberyllium, stellt eines der wichtigsten Oxide der Gruppe 2 des Periodensystems dar. Mit einer Molekülmasse von 25,012 g/mol und der chemischen Formel BeO zeichnet sich diese Substanz durch ihre bemerkenswerten physikalischen und chemischen Eigenschaften aus, die sie für spezialisierte industrielle Anwendungen unverzichtbar machen. Die Sicherheitsklassifizierung von Oxoberyllium erfordert höchste Vorsicht im Umgang. Als karzinogene Substanz der Kategorie 1B mit akuter Toxizität und als hautreizender Stoff klassifiziert, unterliegt es strengen Transportvorschriften gemäß ADR-Klasse 6.1. Die GHS-Piktogramme GHS08 und GHS06 sowie das Signalwort "Danger" verdeutlichen die erheblichen Gesundheitsrisiken, die mit dieser Verbindung verbunden sind. In der Industrie findet Oxoberyllium hauptsächlich in der Elektronik- und Keramikbranche Anwendung, wo seine hervorragenden thermischen und elektrischen Isolationseigenschaften geschätzt werden. Die Substanz wird ebenfalls in speziellen Hochtemperaturanwendungen und als Komponente in fortschrittlichen Materialien eingesetzt. Im Gegensatz zu reinem Beryllium bietet Oxoberyllium verbesserte Stabilität unter extremen Bedingungen. Aufgrund der komplexen Handhabungsanforderungen und Sicherheitsbestimmungen ist eine sachkundige Beratung bei der Beschaffung dieser Substanz unerlässlich. OYSI stellt als erfahrener europäischer Distributor die fachgerechte Verfügbarkeit von Oxoberyllium für qualifizierte industrielle Anwender sicher.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 1B; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 3 *; STOT SE 3; STOT RE 1; Skin Irrit. 2; Eye Irrit. 2; Skin...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H335

Kann die Atemwege reizen.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer1566
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameBerylliumoxid
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Oxoberyllium?

Oxoberyllium ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel BeO und der CAS-Nummer 1304-56-9. Es handelt sich um Berylliumoxid, ein weißes kristallines Pulver mit einer Molekülmasse von 25,012 g/mol. Diese Substanz ist hochgefährlich und als krebserzeugend der Kategorie 1B eingestuft. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften findet es trotz seiner Toxizität Anwendung in spezialisierten industriellen Bereichen.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Oxoberyllium?

Oxoberyllium ist ein weißes, geruchloses kristallines Pulver mit hoher thermischer Leitfähigkeit und elektrischer Isolationsfähigkeit. Es besitzt einen sehr hohen Schmelzpunkt von etwa 2570°C und ist praktisch unlöslich in Wasser. Die Verbindung zeichnet sich durch außergewöhnliche Härte und chemische Beständigkeit aus. Diese einzigartigen Eigenschaften machen es zu einem wertvollen Material für Hochtemperaturanwendungen trotz seiner erheblichen Gesundheitsrisiken.

Wofür wird Oxoberyllium verwendet?

Oxoberyllium wird hauptsächlich in der Elektronik- und Nuklearindustrie verwendet. Es dient als thermisch leitfähiges, elektrisch isolierendes Material in Hochleistungshalbleitern, Mikrowellengeräten und Kernreaktoren. Weitere Anwendungen finden sich in der Luft- und Raumfahrttechnik sowie bei der Herstellung von Spezialkeramiken. Aufgrund seiner extremen Toxizität ist die Verwendung streng reglementiert und auf spezialisierte industrielle Anwendungen beschränkt, wo seine einzigartigen Eigenschaften unersetzlich sind.

Wie manipuliert man Oxoberyllium sicher?

Oxoberyllium erfordert höchste Sicherheitsmaßnahmen bei der Handhabung. Tragen Sie immer vollständige persönliche Schutzausrüstung einschließlich Atemschutzgerät, Schutzbrille, Handschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Absaugung. Vermeiden Sie jegliche Staubbildung und Hautkontakt. Essen, Trinken und Rauchen am Arbeitsplatz sind strengstens verboten. Nach der Arbeit gründlich waschen und kontaminierte Kleidung separat reinigen lassen.

Wie lagert man Oxoberyllium korrekt?

Oxoberyllium muss in fest verschlossenen, deutlich gekennzeichneten Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Der Lagerbereich sollte vor unbefugtem Zugang geschützt und mit entsprechenden Warnschildern versehen sein. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Säuren und organischen Materialien. Die Behälter müssen staubdicht sein, um Kontamination zu verhindern. Regelmäßige Kontrollen auf Behälterschäden sind erforderlich, und ein Notfallplan für Verschüttungen muss vorhanden sein.

Was tun bei Kontakt mit Oxoberyllium?

Bei Hautkontakt sofort alle kontaminierten Kleidungsstücke entfernen und die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser spülen. Bei Augenkontakt die Augen bei geöffneten Lidern mindestens 15 Minuten ausspülen. Bei Einatmung die Person sofort an die frische Luft bringen und ruhig lagern. In allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe suchen und den Arzt über die Berylliumexposition informieren. Niemals Erbrechen herbeiführen bei Verschlucken.

Wie entsorgt man Oxoberyllium ordnungsgemäß?

Oxoberyllium muss als gefährlicher Abfall gemäß nationalen und europäischen Vorschriften entsorgt werden. Die Entsorgung darf nur durch zugelassene Entsorgungsunternehmen erfolgen, die auf berylliumhaltige Abfälle spezialisiert sind. Sammeln Sie alle Reste und kontaminierten Materialien in geeigneten, gekennzeichneten Behältern. Eine ordnungsgemäße Dokumentation ist erforderlich. Niemals über den normalen Hausmüll oder das Abwasser entsorgen, da dies zu schwerwiegenden Umweltkontaminationen führen kann.

Wie transportiert man Oxoberyllium?

Oxoberyllium wird gemäß ADR-Vorschriften als Gefahrgut der Klasse 6.1, Verpackungsgruppe II transportiert. Der Transport erfordert spezielle Kennzeichnung, Verpackung und Dokumentation. Nur geschulte Personen dürfen mit dem Transport beauftragt werden. Die Fahrzeuge müssen entsprechend ausgerüstet und gekennzeichnet sein. Ein Notfallplan für Unfälle während des Transports ist obligatorisch. Alle nationalen und internationalen Transportvorschriften für giftige Stoffe müssen strikt eingehalten werden.

Unterliegt Oxoberyllium besonderen Regelungen?

Oxoberyllium unterliegt strengen Regelungen unter REACH, CLP und nationalen Chemikaliengesetzen. Als krebserzeugender Stoff der Kategorie 1B gelten besondere Arbeitsschutzbestimmungen und Verwendungsbeschränkungen. Die Substanz erfordert Sicherheitsdatenblätter, Expositionsszenarien und möglicherweise eine Zulassung für bestimmte Verwendungen. Arbeitgeber müssen spezielle Schutzmaßnahmen implementieren und Gesundheitsüberwachung der exponierten Arbeiter durchführen. Meldepflichten und Dokumentationsanforderungen sind zu beachten.

Wo kann man Oxoberyllium in Europa kaufen?

Oxoberyllium können Sie bei OYSI, einem spezialisierten europäischen Distributor für technische Chemikalien, beziehen. Aufgrund der extremen Gefährlichkeit dieser Substanz ist der Verkauf nur an qualifizierte industrielle Anwender mit entsprechender Zulassung und Sachkunde möglich. OYSI stellt sicher, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt werden und bietet umfassende technische Unterstützung. Kontaktieren Sie OYSI für detaillierte Informationen zu Verfügbarkeit, Spezifikationen und den erforderlichen Dokumenten für den Erwerb dieser kontrollierten Substanz.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.