Oxalic acid

C2H2O4

oxalic acid

CAS144-62-7
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
Warning

Beratung für Oxalic acid

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
144-62-7
EG-Nummer
205-634-3
UN-Nummer
3261
Index-Nummer
607-006-00-8
PubChem CID
971

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C2H2O4
Molare Masse
90.03 g/mol
IUPAC-Name
oxalic acid

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C2H2O4/c3-1(4)2(5)6/h(H,3,4)(H,5,6)
InChI Key
MUBZPKHOEPUJKR-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Oxalsäure (CAS 144-62-7) ist eine zweibasige organische Säure mit starken reduktiven Eigenschaften und charakteristischer Kristallstruktur. Diese vielseitige Carbonsäure, auch unter der IUPAC-Bezeichnung Oxalsäure bekannt, stellt einen wichtigen Baustein in der chemischen Industrie dar. Mit ihrer Molekularformel C2H2O4 und einer Molmasse von 90,03 g/mol gehört sie zu den einfachsten Dicarbonsäuren und zeichnet sich durch ihre ausgezeichnete Wasserlöslichkeit aus. Die Substanz kristallisiert typischerweise als farbloses Dihydrat und zeigt bemerkenswerte chelatbildende Eigenschaften gegenüber Metallionen. Aus sicherheitstechnischer Sicht ist Oxalsäure als akut toxisch der Kategorie 4 klassifiziert und trägt das GHS07-Piktogramm mit dem Signalwort "Warning". Die ADR-Klasse 8 kennzeichnet sie als ätzenden Stoff, weshalb beim Umgang entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Besondere Vorsicht gilt bei der Handhabung, da die Substanz sowohl über die Haut als auch durch Inhalation gesundheitsschädlich wirken kann. In industriellen Anwendungen findet Oxalsäure breite Verwendung als Reinigungsmittel für Metalloxide und Rostentfernung, wo ihre komplexbildenden Eigenschaften optimal genutzt werden. In der Textil- und Lederindustrie dient sie als Bleichmittel und zur pH-Regulierung, während sie in der analytischen Chemie als Primärstandard für Permanganat-Titrationen eingesetzt wird. OYSI bietet Ihnen hochqualitative Oxalsäure für verschiedene technische Anwendungen mit zuverlässiger Lieferung in ganz Europa.

Sicherheit & Klassifizierung

Achtung
Einstufung:

Acute Tox. 4 *; Acute Tox. 4 *

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H312

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3261
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeIII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameOxalsäure, wasserfrei, fest
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Oxalsäure?

Oxalsäure ist eine organische Dicarbonsäure mit der Formel C2H2O4 und der CAS-Nummer 144-62-7. Sie kommt natürlich in vielen Pflanzen vor, insbesondere in Rhabarber, Spinat und anderen Blattgemüsen. Diese kristalline Substanz mit einer Molmasse von 90,03 g/mol ist eine der stärksten organischen Säuren und wird sowohl industriell als auch im Haushalt vielfältig eingesetzt.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Oxalsäure?

Oxalsäure ist ein weißer, kristalliner Feststoff, der geruchlos ist und sich gut in Wasser löst. Die Substanz hat eine Molmasse von 90,03 g/mol und schmilzt bei etwa 189°C unter Zersetzung. Sie ist hygroskopisch, das bedeutet, sie zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. In wässriger Lösung wirkt sie stark sauer und kann Metallionen komplexieren.

Wofür wird Oxalsäure verwendet?

Oxalsäure wird hauptsächlich als Bleichmittel für Holz und Textilien, als Rostentferner und Metallreiniger eingesetzt. In der Industrie dient sie zur Herstellung von Farbstoffen, Pharmazeutika und als Reduktionsmittel in der analytischen Chemie. Darüber hinaus findet sie Anwendung bei der Lederbearbeitung, als Beizmittel und in der Fotografie zur Entwicklung von Filmen.

Wie manipuliert man Oxalsäure sicher?

Oxalsäure muss mit entsprechender Schutzausrüstung gehandhabt werden, da sie als akut toxisch (Kategorie 4) klassifiziert ist. Tragen Sie Handschuhe, Schutzbrille und geeignete Arbeitskleidung. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung und vermeiden Sie das Einatmen von Staub. Arbeiten Sie in gut belüfteten Räumen und halten Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen bereit. Das GHS07-Piktogramm warnt vor den Gesundheitsgefahren.

Wie lagert man Oxalsäure richtig?

Oxalsäure sollte in einem trockenen, gut belüfteten Bereich bei Raumtemperatur gelagert werden, geschützt vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung. Verwenden Sie dicht verschlossene, korrosionsbeständige Behälter und lagern Sie die Substanz getrennt von unverträglichen Stoffen wie starken Basen und Oxidationsmitteln. Kennzeichnen Sie alle Behälter deutlich und halten Sie sie außerhalb der Reichweite von Kindern.

Was tun bei Kontakt mit Oxalsäure?

Bei Hautkontakt mit Oxalsäure spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie gründlich mit Wasser und suchen einen Arzt auf. Nach Verschlucken nicht erbrechen, den Mund ausspülen und sofort ärztliche Hilfe suchen. Bei Einatmen von Staub bringen Sie die Person an die frische Luft.

Wie entsorgt man Oxalsäure ordnungsgemäß?

Oxalsäure muss als gefährlicher Abfall über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgt werden und darf nicht über das Abwasser oder den Hausmüll beseitigt werden. Sammeln Sie Reste in den Originalbehältern oder geeigneten, gekennzeichneten Behältern. Beachten Sie lokale und nationale Abfallvorschriften sowie die Bestimmungen für gefährliche Stoffe. Kleine Mengen können nach entsprechender Neutralisation fachgerecht entsorgt werden.

Wie transportiert man Oxalsäure?

Oxalsäure ist als ADR-Klasse 8 (ätzende Stoffe), Verpackungsgruppe III klassifiziert, was bedeutet, dass sie als ätzend mit geringer Gefahr eingestuft wird. Beim Transport müssen entsprechende Verpackungsvorschriften eingehalten und die Sendungen ordnungsgemäß gekennzeichnet werden. Verwenden Sie zugelassene Verpackungen und stellen Sie sicher, dass alle Transportdokumente korrekt ausgefüllt sind. Der Transport erfordert die Einhaltung der ADR-Bestimmungen.

Unterliegt Oxalsäure besonderen Vorschriften?

Oxalsäure unterliegt der CLP-Verordnung und ist als akut toxisch (Kategorie 4) mit dem Signalwort "Warning" und dem GHS07-Piktogramm klassifiziert. Sie ist nicht als SVHC-Stoff (besonders besorgniserregender Stoff) unter REACH eingestuft. Dennoch müssen bei der gewerblichen Verwendung die entsprechenden Arbeitsschutzbestimmungen beachtet und Sicherheitsdatenblätter bereitgestellt werden. Informieren Sie sich über nationale Beschränkungen.

Wo kann man Oxalsäure in Europa kaufen?

Oxalsäure können Sie bei OYSI, einem führenden europäischen Distributor für Chemikalien, beziehen. OYSI bietet Ihnen professionelle Beratung, zuverlässige Lieferung und alle erforderlichen Sicherheitsdatenblätter. Als etablierter Chemikalienhändler gewährleistet OYSI die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen und bietet Ihnen Qualitätsprodukte für industrielle und professionelle Anwendungen in ganz Europa.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.