Methyl 2-chlorosulfonyl-4-(methanesulfonamidomethyl)benzoate

C10H12ClNO6S2

methyl 2-chlorosulfonyl-4-(methanesulfonamidomethyl)benzoate

CAS393509-79-0
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
393509-79-0
EG-Nummer
443-120-2
UN-Nummer
3261
Index-Nummer
607-664-00-6
PubChem CID
22494947

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C10H12ClNO6S2
Molare Masse
341.80 g/mol
IUPAC-Name
methyl 2-chlorosulfonyl-4-(methanesulfonamidomethyl)benzoate

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C10H12ClNO6S2/c1-18-10(13)8-4-3-7(6-12-19(2,14)15)5-9(8)20(11,16)17/h3-5,12H,6H2,1-2H3
InChI Key
NPMBYJAYDLKLCX-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Methyl 2-chlorosulfonyl-4-(methanesulfonamidomethyl)benzoate (CAS 393509-79-0) ist eine spezialisierte organische Verbindung mit reaktiven Sulfonyl- und Sulfonamid-Funktionalitäten für synthetische Anwendungen. Diese komplexe aromatische Verbindung mit der Molekularformel C10H12ClNO6S2 und einer Molmasse von 341,8 g/mol zeichnet sich durch ihre vielfältigen funktionellen Gruppen aus. Die Struktur kombiniert einen Benzoesäuremethylester mit einer Chlorsulfonylgruppe und einer Methanesulfonamidomethyl-Seitenkette, was ihr einzigartige reaktive Eigenschaften verleiht. Diese multifunktionelle Architektur macht sie zu einem wertvollen Baustein in der organischen Synthese. Aufgrund der reaktiven Chlorsulfonylgruppe erfordert diese Verbindung besondere Sicherheitsvorkehrungen. Sie ist als augenverätzendes Material der Kategorie 1 klassifiziert und trägt das Gefahrensignal "Danger" mit den GHS-Piktogrammen GHS05 und GHS09. Die Einstufung als chronisch gewässergefährdend (Aquatic Chronic 2) unterstreicht die Notwendigkeit einer sachgemäßen Handhabung und Entsorgung. Der Transportklassifizierung ADR 8 entsprechend wird sie als ätzender Stoff befördert. In der pharmazeutischen und agrochemischen Industrie findet diese Verbindung Anwendung als Syntheseintermediat für komplexe Wirkstoffe. Ihre Reaktivität macht sie auch für die Entwicklung spezieller Funktionsmaterialien interessant. Im Gegensatz zu einfacheren Synthesebausteinen wie 2-(phosphonomethylamino)acetic acid bietet sie durch ihre multiple Funktionalisierung erweiterte synthetische Möglichkeiten. OYSI stellt Ihnen diese hochspezialisierte Verbindung in entsprechender Qualität für Ihre anspruchsvollen synthetischen Projekte zur Verfügung.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Eye Dam. 1; Aquatic Chronic 2

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3261
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeIII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameMethyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonylaminomethyl)benzoat
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat ist eine organische Schwefelverbindung mit der CAS-Nummer 393509-79-0 und der Summenformel C10H12ClNO6S2. Diese komplexe Verbindung besitzt eine Molmasse von 341,8 g/mol und gehört zur Gruppe der Chlorsulfonylbenzoate. Die Substanz ist als gefährlich eingestuft (Eye Dam. 1; Aquatic Chronic 2) und erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang aufgrund ihrer korrosiven Eigenschaften.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat weist aufgrund seiner komplexen Molekülstruktur mit Chlorsulfonyl- und Methansulfonamid-Gruppen spezifische Eigenschaften auf. Die Verbindung mit der Molmasse von 341,8 g/mol ist wahrscheinlich bei Raumtemperatur fest und zeigt typische Reaktivität von Chlorsulfonylverbindungen. Aufgrund der funktionellen Gruppen ist mit einer gewissen Hydrolyseempfindlichkeit zu rechnen, weshalb trockene Lagerbedingungen empfohlen werden.

Wofür wird Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat verwendet?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat dient hauptsächlich als Zwischenprodukt in der pharmazeutischen und chemischen Synthese. Die reaktive Chlorsulfonyl-Gruppe ermöglicht vielfältige Kopplungsreaktionen zur Herstellung komplexerer Moleküle. In der Arzneimittelforschung wird diese Verbindung als Baustein für die Entwicklung bioaktiver Substanzen eingesetzt. Aufgrund ihrer spezifischen Struktur findet sie auch Anwendung in der Synthese von Spezialchemikalien und Funktionsmaterialien.

Wie handhabt man Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat sicher?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat erfordert aufgrund seiner Einstufung als Eye Dam. 1 besondere Vorsichtsmaßnahmen. Tragen Sie immer Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Labormantel. Arbeiten Sie unter einem gut belüfteten Abzug, da die Substanz korrosive Dämpfe freisetzen kann. Vermeiden Sie jeden Kontakt mit Haut, Augen und Atemwegen. Halten Sie geeignete Augenduschen und Notfallausrüstung bereit. Verwenden Sie nur in geschlossenen Systemen oder mit angemessener Belüftung.

Wie lagert man Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat korrekt?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat muss in dicht verschlossenen Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Schützen Sie die Substanz vor Feuchtigkeit, da Chlorsulfonylverbindungen hydrolyseempfindlich sind. Lagern Sie getrennt von Basen, Alkoholen und oxidierenden Stoffen. Verwenden Sie korrosionsbeständige Behälter und stellen Sie sicher, dass der Lagerbereich mit geeigneten Auffangwannen ausgestattet ist. Regelmäßige Kontrolle der Behälterintegrität ist erforderlich.

Was ist bei Kontakt mit Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat zu tun?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat kann schwere Augenschäden verursachen - spülen Sie bei Augenkontakt sofort mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Bei Hautkontakt waschen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Seife und Wasser. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und sofort medizinische Hilfe rufen. Kontaminierte Kleidung entfernen.

Wie entsorgt man Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat ordnungsgemäß?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat muss als gefährlicher Abfall über lizenzierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Die Substanz darf nicht in die Kanalisation, Gewässer oder den Hausmüll gelangen, da sie als Aquatic Chronic 2 eingestuft ist. Sammeln Sie Reste in geeigneten, gekennzeichneten Behältern und übergeben Sie diese an zugelassene Sonderabfallentsorger. Halten Sie dabei alle nationalen und lokalen Vorschriften zur Abfallentsorgung ein. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den Vorschriften.

Wie transportiert man Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat ist als ADR-Klasse 8, Verpackungsgruppe III eingestuft und gilt als ätzender Stoff. Der Transport erfordert entsprechende UN-Verpackungen und Kennzeichnung nach ADR-Vorschriften. Verwenden Sie zugelassene Verpackungen für ätzende Stoffe und stellen Sie sicher, dass alle Transportdokumente korrekt ausgefüllt sind. Fahrer müssen eine ADR-Schulung absolviert haben. Transportfahrzeuge benötigen entsprechende Warntafeln und Ausrüstung für Notfälle.

Unterliegt Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat besonderen Vorschriften?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat unterliegt der REACH-Verordnung und muss entsprechend registriert werden bei Mengen über 1 Tonne pro Jahr. Die Substanz ist nach CLP-Verordnung als Eye Dam. 1 und Aquatic Chronic 2 eingestuft und erfordert entsprechende Kennzeichnung mit den Piktogrammen GHS05 und GHS09 sowie dem Signalwort 'Danger'. Sie ist nicht als SVHC gelistet, unterliegt aber dennoch den allgemeinen Chemikalienvorschriften für gefährliche Stoffe.

Wo kann man Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat in Europa kaufen?

Methyl-2-chlorsulfonyl-4-(methansulfonamidomethyl)benzoat ist über OYSI als europäischen Distributor für Spezialchemikalien erhältlich. OYSI bietet professionelle Beratung zu technischen Anforderungen, Sicherheitsdatenblättern und regulatorischen Aspekten. Als etablierter Chemikalienhändler gewährleistet OYSI ordnungsgemäße Verpackung, Kennzeichnung und Dokumentation gemäß europäischen Vorschriften. Für Verfügbarkeit, Spezifikationen und Angebote kontaktieren Sie direkt das OYSI-Vertriebsteam, das Sie bei der Auswahl der passenden Qualität unterstützt.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.