Difluorocadmium

CdF2

difluorocadmium

CAS7790-79-6
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
7790-79-6
EG-Nummer
232-222-0
UN-Nummer
2570
Index-Nummer
048-006-00-2
PubChem CID
24634

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
CdF2
Molare Masse
150.41 g/mol
IUPAC-Name
difluorocadmium

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/Cd.2FH/h;2*1H/q+2;;/p-2
InChI Key
LVEULQCPJDDSLD-UHFFFAOYSA-L

Überblick

Difluorocadmium (CAS 7790-79-6) ist eine anorganische Cadmiumverbindung mit hochgiftigen Eigenschaften und starker Umweltgefährdung. Difluorocadmium, auch unter der IUPAC-Bezeichnung difluorocadmium bekannt, gehört zu den gefährlichsten Cadmiumverbindungen und wird in der chemischen Industrie für spezielle Anwendungen eingesetzt. Mit der Molekularformel CdF2 und einer Molmasse von 150,41 g/mol stellt diese kristalline Substanz aufgrund ihrer extremen Toxizität besondere Anforderungen an Handhabung und Lagerung. Die EU-Nummer 232-222-0 kennzeichnet diese Verbindung als regulierte Substanz unter europäischer Chemikaliengesetzgebung. Die Gefahrenklassifizierung von Difluorocadmium ist außerordentlich umfangreich und umfasst krebserzeugende (Carc. 1B), erbgutverändernde (Muta. 1B) und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften (Repr. 1B). Zusätzlich weist die Substanz akute Toxizität auf und kann bei wiederholter Exposition schwere Organschäden verursachen (STOT RE 1). Die aquatische Toxizität macht besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang erforderlich. Die GHS-Piktogramme 08, 06 und 09 sowie das Signalwort "Danger" unterstreichen die kritischen Sicherheitsaspekte dieser Verbindung. In der Industrie findet Difluorocadmium hauptsächlich in der Halbleiterherstellung, bei der Produktion spezieller Keramiken und in der Oberflächentechnik Anwendung. Ähnlich wie dichlorocadmium wird es für katalytische Prozesse eingesetzt, wobei die Fluor-Variante spezifische Reaktionseigenschaften bietet. Der ADR-Transportklasse 6.1 entsprechend erfordert der Transport besondere Sicherheitsvorkehrungen. OYSI bietet Difluorocadmium für qualifizierte industrielle Anwender mit entsprechender Fachkunde und Sicherheitsausstattung an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 1B; Muta. 1B; Repr. 1B; Acute Tox. 2 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE 1; Aquatic Acute 1; Aquatic...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H350

Kann Krebs erzeugen.

H340

Kann genetische Defekte verursachen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer2570
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameCadmiumfluorid
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Difluorcadmium?

Difluorcadmium ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel CdF2 und der CAS-Nummer 7790-79-6. Diese cadmiumhaltige Fluorverbindung hat eine Molmasse von 150,41 g/mol und gehört zu den hochgefährlichen Stoffen. Das Difluorcadmium weist mehrere schwerwiegende Gefahrenklassen auf, darunter krebserzeugende, erbgutverändernde und reproduktionstoxische Eigenschaften. Aufgrund seiner extremen Toxizität trägt es das Signalwort "Gefahr" und erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen im Umgang.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Difluorcadmium?

Difluorcadmium ist ein kristalliner Feststoff bei Raumtemperatur mit charakteristischen Eigenschaften von Cadmiumfluoriden. Als Fluorid zeigt es typische Eigenschaften wie begrenzte Wasserlöslichkeit und hohe thermische Stabilität. Die Verbindung bildet normalerweise weiße bis farblose Kristalle. Wie andere Cadmiumverbindungen ist es chemisch stabil, aber aufgrund der Anwesenheit von Cadmium extrem toxisch. Die genauen physikalischen Parameter sollten dem aktuellen Sicherheitsdatenblatt entnommen werden.

Wofür wird Difluorcadmium verwendet?

Difluorcadmium findet hauptsächlich Anwendung in spezialisierten industriellen Prozessen und der Forschung. Es wird typischerweise als Ausgangsmaterial für die Synthese anderer Cadmiumverbindungen verwendet oder in der Materialwissenschaft für die Herstellung spezieller Beschichtungen eingesetzt. In der Halbleiterindustrie kann es bei der Produktion bestimmter elektronischer Komponenten zum Einsatz kommen. Aufgrund seiner extremen Toxizität ist die Verwendung jedoch stark reglementiert und auf hochspezialisierte Anwendungen beschränkt.

Wie kann Difluorcadmium sicher gehandhabt werden?

Difluorcadmium erfordert aufgrund seiner Klassifizierung als Acute Tox. 2 und 3 sowie Carc. 1B höchste Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssen vollständige persönliche Schutzausrüstung tragen, einschließlich Atemschutz, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Stäuben. Verwenden Sie geeignete Arbeitstechniken, um Staubbildung zu minimieren, und sorgen Sie für entsprechende Notfallausrüstung.

Wie sollte Difluorcadmium gelagert werden?

Difluorcadmium muss in verschlossenen Originalbehältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Die Lagerung sollte in speziell dafür vorgesehenen Bereichen erfolgen, getrennt von Lebensmitteln und inkompatiblen Materialien. Aufgrund der ADR-Klasse 6.1 (Giftige Stoffe) sind besondere Lagervorschriften zu beachten. Der Zugang muss auf autorisiertes Personal beschränkt werden. Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von starken Oxidationsmitteln und sorgen Sie für entsprechende Kennzeichnung und Warnschilder.

Was ist bei Kontakt mit Difluorcadmium zu tun?

Bei Hautkontakt mit Difluorcadmium sofort alle kontaminierten Kleidungsstücke entfernen und die betroffenen Stellen mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser spülen. Bei Augenkontakt die Augen bei geöffneten Lidern gründlich mit Wasser spülen. Bei Einatmen die Person an die frische Luft bringen und ruhig halten. Bei Verschlucken nicht zum Erbrechen bringen. In allen Fällen ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen und dabei das Sicherheitsdatenblatt oder die Produktinformationen mitzubringen.

Wie wird Difluorcadmium ordnungsgemäß entsorgt?

Difluorcadmium muss als gefährlicher Abfall gemäß den nationalen und EU-Abfallvorschriften entsorgt werden. Die Entsorgung darf nur über zugelassene Entsorgungsunternehmen erfolgen, die für die Behandlung cadmiumhaltiger Abfälle zertifiziert sind. Leere Behälter gelten als kontaminiert und müssen ebenfalls als gefährlicher Abfall behandelt werden. Keinesfalls darf das Material in die Kanalisation, Gewässer oder den normalen Hausmüll gelangen. Konsultieren Sie die örtlichen Behörden für spezifische Entsorgungsvorschriften und dokumentieren Sie die Entsorgung ordnungsgemäß.

Wie wird Difluorcadmium transportiert?

Difluorcadmium ist nach ADR als Gefahrgut der Klasse 6.1 (Giftige Stoffe) mit Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert eine entsprechende Gefahrgutverpackung und -kennzeichnung sowie geschultes Personal. Die Beförderungspapiere müssen die korrekten UN-Nummern und Gefahrenklassen enthalten. Fahrzeuge müssen mit entsprechenden Warntafeln ausgestattet sein. Nur zugelassene Transportunternehmen dürfen diese Substanz befördern. Bei internationalen Transporten sind zusätzliche Bestimmungen wie ADN (Binnenschifffahrt) oder IATA (Luftfracht) zu beachten.

Unterliegt Difluorcadmium besonderen Regelungen?

Difluorcadmium unterliegt strengen Regelungen unter REACH und CLP aufgrund seiner Klassifizierung als krebserzeugend, erbgutverändernd und reproduktionstoxisch (CMR Kategorie 1B). Als cadmiumhaltige Verbindung fallen zusätzliche Beschränkungen unter der RoHS-Richtlinie und anderen cadmiumspezifischen EU-Verordnungen an. Die Verwendung ist stark reglementiert und erfordert entsprechende Genehmigungen. Betriebe müssen besondere Arbeitsschutzmaßnahmen einhalten und regelmäßige Gesundheitsüberwachungen der Mitarbeiter durchführen. Meldepflichten gegenüber den Behörden können bestehen.

Wo kann Difluorcadmium in Europa gekauft werden?

Difluorcadmium können Sie als europäischer Distributor von Spezialchemikalien bei OYSI beziehen. Aufgrund der extremen Toxizität und strengen Regelungen ist der Vertrieb nur an qualifizierte industrielle Anwender mit entsprechenden Genehmigungen möglich. OYSI kann Sie bei der Beschaffung beraten und unterstützt bei der Einhaltung aller relevanten Sicherheits- und Transportvorschriften. Für Anfragen und detaillierte Informationen zu Verfügbarkeit und Lieferbedingungen kontaktieren Sie bitte direkt das OYSI-Vertriebsteam.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.