Chloro(methyl)mercury

CH3ClHg

chloro(methyl)mercury

CAS115-09-3
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
115-09-3
EG-Nummer
204-064-2
UN-Nummer
3467
Index-Nummer
080-012-00-0
PubChem CID
409301

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
CH3ClHg
Molare Masse
251.08 g/mol
IUPAC-Name
chloro(methyl)mercury

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/CH3.ClH.Hg/h1H3;1H;/q;;+1/p-1
InChI Key
BABMCXWQNSQAOC-UHFFFAOYSA-M

Überblick

Chloro(methyl)mercury (CAS 115-09-3) ist eine hochgiftige organoquecksilberverbindung mit extremer Toxizität für Mensch und Umwelt. Diese chemische Substanz mit der Molekularformel CH3ClHg und einer Molmasse von 251,08 g/mol gehört zu den gefährlichsten Quecksilberverbindungen und unterliegt strengsten Sicherheitsbestimmungen. Als organische Quecksilberverbindung zeigt Chloro(methyl)mercury außergewöhnlich hohe Toxizität durch alle Aufnahmewege - dermal, inhalativ und oral. Die Substanz ist als krebserzeugend der Kategorie 2, reproduktionstoxisch der Kategorie 1A und akut toxisch der Kategorie 2 klassifiziert. Die GHS-Piktogramme GHS08, GHS06 und GHS09 sowie das Signalwort "Danger" unterstreichen die erheblichen Gesundheits- und Umweltgefahren. Im Transportrecht ist die Verbindung der ADR-Klasse 6.1 zugeordnet. Die extreme Persistenz und Bioakkumulation von Chloro(methyl)mercury macht sie zu einer besonders problematischen Umweltchemikalie. Anders als weniger toxische Substanzen wie N-methylaniline oder phenylhydrazine, die ebenfalls in der organischen Synthese verwendet werden, erfordert diese Quecksilberverbindung höchste Schutzmaßnahmen und spezialisierte Handhabung. Industrielle Anwendungen finden sich hauptsächlich in der hochspezialisierten organischen Synthese, als Katalysator in bestimmten chemischen Reaktionen und in der analytischen Chemie als Referenzstandard. Aufgrund der extremen Toxizität ist der Einsatz jedoch stark reglementiert und auf wenige spezialisierte Anwendungen beschränkt. OYSI bietet Chloro(methyl)mercury ausschließlich für qualifizierte Industriekunden mit entsprechenden Sicherheitsvoraussetzungen und Genehmigungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Carc. 2; Repr. 1A; Lact.; Acute Tox. 2; Acute Tox. 2; Acute Tox. 2; STOT RE 1; Aquatic Acute 1; A...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H351

Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H362

Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H310

Lebensgefahr bei Hautkontakt.

H300

Lebensgefahr bei Verschlucken.

H372

Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Lebensgefahr

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Lebensgefahr

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3467
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameMethylquecksilberchlorid
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Chlor(methyl)quecksilber?

Chlor(methyl)quecksilber ist eine hochgiftige organische Quecksilberverbindung mit der chemischen Formel CH3ClHg und der CAS-Nummer 115-09-3. Diese Substanz hat eine Molmasse von 251,08 g/mol und gehört zu den gefährlichsten Chemikalien aufgrund ihrer krebserregenden, reproduktionstoxischen und akut toxischen Eigenschaften. Sie wird als extrem umweltgefährdend eingestuft und erfordert höchste Sicherheitsmaßnahmen bei der Handhabung.

Welche sind die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Chlor(methyl)quecksilber?

Chlor(methyl)quecksilber ist eine organische Quecksilberverbindung, die typischerweise als weißer bis gelblicher kristalliner Feststoff vorliegt. Die Verbindung ist in polaren Lösungsmitteln löslich und zeigt eine hohe Flüchtigkeit, was das Inhalationsrisiko erhöht. Sie ist chemisch instabil und kann sich unter bestimmten Bedingungen zersetzen, wobei toxische Dämpfe freigesetzt werden. Die Substanz weist eine hohe Bioakkumulation auf.

Wofür wird Chlor(methyl)quecksilber verwendet?

Chlor(methyl)quecksilber wird hauptsächlich in der analytischen Chemie als Referenzstandard und in speziellen Forschungsanwendungen verwendet. Aufgrund seiner extremen Toxizität ist die industrielle Verwendung stark eingeschränkt und unterliegt strengen Kontrollen. Historisch wurde es in der organischen Synthese als Methylierungsreagenz eingesetzt, diese Anwendungen sind jedoch heute weitgehend durch sicherere Alternativen ersetzt worden. Jede Verwendung erfordert spezielle Genehmigungen.

Wie handhabt man Chlor(methyl)quecksilber sicher?

Chlor(methyl)quecksilber erfordert höchste Sicherheitsmaßnahmen einschließlich vollständiger Schutzausrüstung mit chemikalienresistenten Handschuhen, Schutzbrille und Atemschutz. Die Arbeit muss unter einem Abzug oder in einer Glove-Box erfolgen. Direkter Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen müssen unbedingt vermieden werden. Alle Arbeitsplätze müssen über geeignete Notfallausrüstung verfügen und das Personal muss speziell geschult sein.

Wie lagert man Chlor(methyl)quecksilber korrekt?

Chlor(methyl)quecksilber muss in einem gut belüfteten, sicheren Bereich bei kontrollierter Temperatur gelagert werden, getrennt von inkompatiblen Materialien wie starken Oxidationsmitteln. Die Lagerung erfolgt in dicht verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern unter Verschluss mit begrenztem Zugang nur für autorisiertes Personal. Die Lagerstätte muss über Auffangwannen verfügen und regelmäßig auf Leckagen kontrolliert werden. Eine Inventarführung ist obligatorisch.

Was tun bei Kontakt mit Chlor(methyl)quecksilber?

Bei Hautkontakt mit Chlor(methyl)quecksilber sofort die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser spülen und kontaminierte Kleidung entfernen. Bei Augenkontakt gründlich mit Wasser ausspülen und Kontaktlinsen entfernen. Bei Einatmen die Person an die frische Luft bringen. In allen Fällen ist umgehend medizinische Hilfe zu holen und der Arzt über die spezifische Substanz zu informieren.

Wie entsorgt man Chlor(methyl)quecksilber ordnungsgemäß?

Chlor(methyl)quecksilber muss als gefährlicher Sonderabfall durch zertifizierte Entsorgungsunternehmen entsorgt werden, die auf quecksilberhaltige Abfälle spezialisiert sind. Eine Entsorgung über normale Abfallwege ist streng verboten. Alle Behälter, Werkzeuge und kontaminierte Materialien gelten als gefährlicher Abfall. Die Entsorgung muss dokumentiert werden und entspricht den nationalen und europäischen Vorschriften für Quecksilberabfälle einschließlich der Quecksilberverordnung.

Wie transportiert man Chlor(methyl)quecksilber?

Chlor(methyl)quecksilber ist als gefährlicher Stoff der ADR-Klasse 6.1, Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt strengen Transportvorschriften. Der Transport erfordert zugelassene Verpackungen, entsprechende Kennzeichnung und geschultes Personal. Es müssen Beförderungspapiere mitgeführt und Notfallmaßnahmen verfügbar sein. Der Transport darf nur durch zertifizierte Spediteure erfolgen, die über die erforderlichen ADR-Zulassungen verfügen.

Unterliegt Chlor(methyl)quecksilber besonderen Vorschriften?

Chlor(methyl)quecksilber unterliegt strengsten regulatorischen Kontrollen unter REACH, CLP-Verordnung und der EU-Quecksilberverordnung. Die Substanz ist als krebserregend (Kategorie 2) und reproduktionstoxisch (Kategorie 1A) eingestuft und erfordert spezielle Zulassungen für Verwendung und Handel. Aufgrund ihrer extremen Gefährlichkeit sind Beschränkungen bezüglich Verkauf, Verwendung und Besitz in Kraft. Unternehmen müssen umfassende Sicherheitsdatenblätter bereitstellen.

Wo kann man Chlor(methyl)quecksilber in Europa kaufen?

Chlor(methyl)quecksilber ist aufgrund seiner extremen Toxizität nur über spezialisierte Chemikalienhändler wie OYSI erhältlich, die über die erforderlichen Zulassungen für den Handel mit gefährlichen Stoffen verfügen. Der Erwerb erfordert den Nachweis einer berechtigten Verwendung und entsprechende Sicherheitsqualifikationen. OYSI als europäischer Distributor kann bei der Beschaffung unter Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen und mit vollständiger Dokumentation unterstützen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.