Calcium dihypochlorite
CaCl2O2
calcium dihypochlorite
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Identifikation
- CAS-Nummer
- 7778-54-3
- EG-Nummer
- 231-908-7
- UN-Nummer
- 3485
- Index-Nummer
- 017-012-00-7
- PubChem CID
- 24504
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- CaCl2O2
- Molare Masse
- 142.98 g/mol
- IUPAC-Name
- calcium dihypochlorite
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/Ca.2ClO/c;2*1-2/q+2;2*-1
- InChI Key
- ZKQDCIXGCQPQNV-UHFFFAOYSA-N
Überblick
Calcium dihypochlorite (CAS 7778-54-3) ist ein anorganisches Oxidationsmittel mit starken bleichenden und desinfizierenden Eigenschaften. Diese chemische Verbindung mit der Molekularformel CaCl2O2 gehört zur Familie der Hypochlorite und wird hauptsächlich als Bleichmittel und Desinfektionsmittel in verschiedenen industriellen Anwendungen eingesetzt. Mit einer Molmasse von 142,98 g/mol stellt Calcium dihypochlorite eine wichtige Alternative zu anderen chlorhaltigen Oxidationsmitteln dar. Das weiße, kristalline Pulver zeichnet sich durch seine hohe Oxidationskraft aus und wird gemäß GHS-Klassifizierung als oxidierender Feststoff der Kategorie 2 eingestuft. Die Substanz trägt das Gefahrenwort "Danger" und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Handhabung und Lagerung. Zu den Hauptgefahren zählen hautätzende Eigenschaften, akute Toxizität und Umweltgefährdung für Gewässerorganismen. Die ADR-Klassifizierung 5.1 kennzeichnet sie als oxidierenden Stoff für den Transport. In der chemischen Industrie findet Calcium dihypochlorite vorwiegend Anwendung in der Wasseraufbereitung und -desinfektion, wo es ähnlich wie andere Hypochlorite, etwa in Verbindung mit chromium(2+);dioxido(dioxo)chromium-basierten Systemen, zur Keimreduzierung eingesetzt wird. Weitere wichtige Einsatzgebiete umfassen die Papier- und Textilindustrie als Bleichmittel sowie die Oberflächenbehandlung in der chemischen Produktion. Die Lagerung erfordert trockene, kühle Bedingungen und Trennung von unverträglichen Stoffen wie organischen Materialien und Reduktionsmitteln. Bei sachgerechter Handhabung unter Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsvorschriften bietet die Substanz zuverlässige Performance in ihren Anwendungsbereichen. OYSI stellt Calcium dihypochlorite in technischer Qualität für professionelle Anwender zur Verfügung.
Sicherheit & Klassifizierung
Ox. Sol. 2; Acute Tox. 4 *; Skin Corr. 1B; Aquatic Acute 1
GHS-Piktogramme
Flamme über Kreis
GHS03
Brandfördernd (oxidierend). Kann Brand verursachen oder verstärken.
Ausrufezeichen
GHS07
Gesundheitsschädlich. Kann Reizungen, allergische Reaktionen oder Schläfrigkeit verursachen.
Ätzwirkung
GHS05
Ätzend. Verursacht schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden.
Umwelt
GHS09
Umweltgefährlich. Giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Hautkontakt
Maßnahmen bei Berührung mit der Haut
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
- +P352Mit viel Wasser waschen.
- +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Augenkontakt
Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
- +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
- +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Verschlucken
Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P301BEI VERSCHLUCKEN:
- +P330Mund ausspülen.
- +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
- +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Allgemeine Maßnahmen
Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 3485 |
| ADR-Klasse | 5.1 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Tunnelbeschränkungscode | E |
| Proper Shipping Name | Calciumhypochlorit, trocken, entzündend (oxidierend) wirkend, ätzend oder schwach ätzend |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Calciumdihypochlorit?
Calciumdihypochlorit ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel CaCl2O2 und der CAS-Nummer 7778-54-3. Diese Substanz hat eine Molekularmasse von 142,98 g/mol und gehört zur Klasse der oxidierenden Feststoffe. Es handelt sich um ein starkes Oxidationsmittel, das häufig als Bleichmittel und Desinfektionsmittel eingesetzt wird. Aufgrund seiner oxidierenden Eigenschaften ist es als gefährlicher Stoff klassifiziert und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Handhabung und Lagerung.
Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Calciumdihypochlorit?
Calciumdihypochlorit ist ein weißer kristalliner Feststoff mit charakteristischem Chlorgeruch. Die Substanz ist gut wasserlöslich und zeigt starke oxidierende Eigenschaften. Bei Kontakt mit Wasser oder Feuchtigkeit kann es Chlor und Sauerstoff freisetzen. Die Verbindung ist thermisch instabil und kann bei Erhitzung oder Kontakt mit organischen Materialien heftig reagieren. Diese Eigenschaften machen es zu einem wirksamen, aber auch gefährlichen chemischen Oxidationsmittel.
Wofür wird Calciumdihypochlorit verwendet?
Calciumdihypochlorit wird hauptsächlich als Bleichmittel in der Textil- und Papierindustrie sowie als Desinfektionsmittel zur Wasserbehandlung eingesetzt. In der Schwimmbadtechnik dient es zur Chlorierung und Desinfektion von Poolwasser. Weitere Anwendungen finden sich in der chemischen Industrie als Oxidationsmittel für verschiedene Syntheseprozesse. Aufgrund seiner starken antimikrobiellen Wirkung wird es auch in der Lebensmittelindustrie zur Oberflächendesinfektion verwendet, jedoch nur unter strengen Auflagen.
Wie handhabt man Calciumdihypochlorit sicher?
Calciumdihypochlorit erfordert aufgrund seiner korrosiven und oxidierenden Eigenschaften besondere Schutzmaßnahmen. Tragen Sie immer Schutzbrille, säurebeständige Handschuhe und Schutzkleidung. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung, da die Substanz chlorhaltige Dämpfe freisetzen kann. Vermeiden Sie jeden Kontakt mit brennbaren Materialien, Säuren oder organischen Stoffen. Verwenden Sie nur saubere, trockene Werkzeuge aus korrosionsbeständigen Materialien. Bei Staubentwicklung ist ein P2-Atemschutz erforderlich.
Wie lagert man Calciumdihypochlorit korrekt?
Calciumdihypochlorit muss an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden, getrennt von brennbaren Materialien, organischen Stoffen und Säuren. Die Lagerung sollte in original verschlossenen Behältern erfolgen, um Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden. Halten Sie die Substanz von Wärmequellen und direkter Sonneneinstrahlung fern. Die Lagerräume müssen feuerfest und mit geeigneten Löschsystemen ausgestattet sein. Regelmäßige Kontrolle der Behälter auf Beschädigungen ist erforderlich.
Was tun bei Kontakt mit Calciumdihypochlorit?
Bei Hautkontakt mit Calciumdihypochlorit spülen Sie die betroffene Stelle sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser ab und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie die Augen mindestens 20 Minuten mit Wasser und suchen sofort einen Arzt auf. Bei Einatmung bringen Sie die Person an die frische Luft und sorgen für Ruhe. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen, Mund ausspülen und sofort ärztliche Hilfe suchen. In allen Fällen umgehend medizinische Beratung einholen.
Wie entsorgt man Calciumdihypochlorit ordnungsgemäß?
Calciumdihypochlorit muss als gefährlicher Abfall entsprechend den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Eine Entsorgung über den normalen Hausmüll oder das Abwasser ist strengstens untersagt. Wenden Sie sich an zugelassene Entsorgungsunternehmen für Sonderabfall. Reste können durch kontrollierte Verdünnung und Neutralisation behandelt werden, jedoch nur durch Fachpersonal. Leere Behälter gelten ebenfalls als kontaminiert und müssen fachgerecht entsorgt werden. Dokumentieren Sie die Entsorgung gemäß den Abfallnachweisverordnungen.
Wie transportiert man Calciumdihypochlorit?
Calciumdihypochlorit ist als ADR-Klasse 5.1 (oxidierende Stoffe), Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt den Gefahrgutvorschriften. Der Transport erfordert spezielle UN-zugelassene Verpackungen und entsprechende Kennzeichnung mit den Gefahrzetteln. Fahrzeugführer benötigen einen ADR-Schein, und das Fahrzeug muss mit geeigneter Ausrüstung ausgestattet sein. Beförderungspapiere und Sicherheitsdatenblätter müssen mitgeführt werden. Der Transport muss getrennt von brennbaren Stoffen und organischen Materialien erfolgen.
Unterliegt Calciumdihypochlorit besonderen Regelungen?
Calciumdihypochlorit unterliegt der CLP-Verordnung mit der Einstufung als oxidierender Feststoff (Ox. Sol. 2), hautätzend (Skin Corr. 1B) und akut toxisch (Acute Tox. 4). Die Substanz ist REACH-registrierungspflichtig, aber nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) eingestuft. Bei gewerblicher Verwendung gelten die Arbeitsschutzvorschriften und Meldepflichten. Spezielle Vorschriften können je nach Verwendungszweck (z.B. Biozide, Lebensmittelbereich) zusätzlich gelten. Die Kennzeichnung muss die entsprechenden Gefahrenpiktogramme und Sicherheitshinweise enthalten.
Wo kann man Calciumdihypochlorit in Europa kaufen?
Calciumdihypochlorit können Sie als gewerblicher Kunde bei OYSI, einem führenden europäischen Distributeur für Industriechemikalien, beziehen. OYSI bietet professionelle Beratung und Lieferung in verschiedenen Gebindegrößen für industrielle Anwendungen. Als spezialisierter Chemikalienhändler gewährleistet OYSI die ordnungsgemäße Dokumentation, Kennzeichnung und den sicheren Transport gemäß ADR-Vorschriften. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, technische Spezifikationen und individuelle Lösungen für Ihre Anwendungsanforderungen.
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Calcium dihypochlorite ist ein Gefahrgut. Wir unterstützen Sie bei Kennzeichnung, Verpackung und Transportdokumentation.
Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.