Tetrachloromethane
CCl4
tetrachloromethane
Beratung für Tetrachloromethane
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Identifikation
- CAS-Nummer
- 56-23-5
- EG-Nummer
- 200-262-8
- UN-Nummer
- 1846
- Index-Nummer
- 602-008-00-5
- PubChem CID
- 5943
Physikalisch-chemische Eigenschaften
- Summenformel
- CCl4
- Molare Masse
- 153.80 g/mol
- IUPAC-Name
- tetrachloromethane
Chemische Identifikatoren
- InChI
- InChI=1S/CCl4/c2-1(3,4)5
- InChI Key
- VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N
Überblick
Tetrachloromethane (CAS 56-23-5) ist ein chloriertes Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel mit hoher chemischer Stabilität und ausgeprägten toxischen Eigenschaften. Tetrachloromethane, auch unter der historischen Bezeichnung Tetrachlorkohlenstoff bekannt, gehört zu den vollständig chlorierten Methanen und stellt eine wichtige Industriechemikalie dar. Mit der Summenformel CCl4 und einer Molmasse von 153,8 g/mol handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem süßlichem Geruch. Die Substanz zeichnet sich durch ihre hohe chemische Beständigkeit und hervorragenden Lösungseigenschaften für organische Verbindungen aus. Aufgrund der erheblichen Sicherheitsrisiken unterliegt Tetrachloromethane strengen regulatorischen Beschränkungen. Die Einstufung als karzinogener Stoff der Kategorie 2 sowie die akute Toxizität erfordern besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang. Die GHS-Piktogramme GHS08 und GHS06 verdeutlichen sowohl die Gesundheitsgefährdung als auch die akute Toxizität. Zusätzlich wirkt die Substanz ozonabbauend und ist als umweltgefährdend eingestuft. Industriell findet Tetrachloromethane hauptsächlich als Zwischenprodukt in der chemischen Synthese Verwendung, insbesondere bei der Herstellung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen. In der analytischen Chemie dient es als Extraktions- und Lösungsmittel, wobei ähnlich wie bei anderen chlorierten Verbindungen wie Chloromethylbenzene strenge Sicherheitsprotokolle eingehalten werden müssen. Darüber hinaus wird es in spezialisierten Reinigungsanwendungen eingesetzt, wo seine ausgezeichneten entfettenden Eigenschaften gefragt sind. OYSI bietet Tetrachloromethane in verschiedenen Reinheitsgraden für qualifizierte industrielle Anwender unter Einhaltung aller europäischen Sicherheits- und Transportbestimmungen.
Sicherheit & Klassifizierung
Carc. 2; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 3 *; Acute Tox. 3 *; STOT RE 1; Aquatic Chronic 3; Ozone 1
GHS-Piktogramme
HGefahrenhinweise (H-Sätze)
Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr
Kann vermutlich Krebs erzeugen.
Giftig bei Einatmen.
Giftig bei Hautkontakt.
Giftig bei Verschlucken.
Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Schädigt die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Ozonabbau in der äußeren Atmosphäre.
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Einatmen
Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P304BEI EINATMEN:
- +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
- +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Hautkontakt
Maßnahmen bei Berührung mit der Haut
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
- +P352Mit viel Wasser waschen.
- +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
- +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Verschlucken
Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- +P301BEI VERSCHLUCKEN:
- +P330Mund ausspülen.
- +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
- +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Zugehörige Gefahrenhinweise:
Allgemeine Maßnahmen
Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.
Transport (ADR)
| UN-Nummer | 1846 |
| ADR-Klasse | 6.1 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Tunnelbeschränkungscode | D/E |
| Proper Shipping Name | Tetrachlorkohlenstoff |
| Meeresschadstoff | Nein |
Häufige Fragen
Was ist Tetrachlormethan?
Tetrachlormethan ist eine chlorierte organische Verbindung mit der chemischen Formel CCl4 und der CAS-Nummer 56-23-5. Diese Substanz hat eine Molekülmasse von 153,8 g/mol und gehört zu den halogenierten Kohlenwasserstoffen. Tetrachlormethan ist als gefährliche Chemikalie eingestuft mit mehreren Gefahrenklassen, darunter karzinogene Eigenschaften (Carc. 2) und akute Toxizität (Acute Tox. 3). Die Substanz trägt das Signalwort "Danger" und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung.
Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Tetrachlormethan?
Tetrachlormethan ist eine farblose Flüssigkeit bei Raumtemperatur mit charakteristischem süßlichem Geruch. Die Verbindung CCl4 ist nicht brennbar und hat eine hohe Dichte. Sie ist praktisch unlöslich in Wasser, löst sich aber gut in organischen Lösungsmitteln wie Alkohol und Ether. Tetrachlormethan ist chemisch stabil unter normalen Bedingungen, kann jedoch bei hohen Temperaturen oder UV-Licht-Einwirkung zersetzt werden und dabei giftige Gase wie Phosgen freisetzen.
Wofür wird Tetrachlormethan verwendet?
Tetrachlormethan wird hauptsächlich als Lösungsmittel in industriellen Anwendungen eingesetzt, obwohl sein Einsatz aufgrund der Toxizität stark eingeschränkt ist. Historisch wurde es als Reinigungsmittel, Entfettungsmittel und in der chemischen Synthese verwendet. Heute findet es begrenzte Anwendung in spezialisierten industriellen Prozessen und als Zwischenprodukt in der chemischen Industrie. Aufgrund seiner ozonabbauenden Eigenschaften und Gesundheitsrisiken ist die Verwendung durch internationale Abkommen wie das Montrealer Protokoll streng reguliert.
Wie handhabt man Tetrachlormethan sicher?
Tetrachlormethan erfordert strikte Sicherheitsmaßnahmen aufgrund seiner akuten Toxizität und karzinogenen Eigenschaften. Tragen Sie immer geeignete persönliche Schutzausrüstung einschließlich Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzugshauben. Vermeiden Sie jeden Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen. Verwenden Sie nur funkenfreie Werkzeuge und vermeiden Sie Zündquellen. Stellen Sie Notfallausrüstung und Augenspülstationen bereit.
Wie lagert man Tetrachlormethan korrekt?
Tetrachlormethan muss in dicht verschlossenen Originalbehältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Lagern Sie die Substanz getrennt von unverträglichen Materialien wie Alkalimetallen, Aluminium und starken Basen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Wärmequellen. Die Lagerung sollte in einem Bereich erfolgen, der für den Umgang mit giftigen Stoffen geeignet ist, mit entsprechender Kennzeichnung und Zugriffsbeschränkung. Regelmäßige Kontrolle der Behälter auf Undichtigkeiten ist erforderlich.
Was tun bei Kontakt mit Tetrachlormethan?
Tetrachlormethan-Exposition erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie sofort mit Wasser und suchen ärztliche Hilfe auf. Nach Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft und sorgen für Ruhe. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und sofort medizinische Hilfe rufen. In allen Fällen ist umgehend ärztliche Betreuung erforderlich.
Wie entsorgt man Tetrachlormethan ordnungsgemäß?
Tetrachlormethan muss als gefährlicher Abfall über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgt werden. Die Substanz darf niemals in Abwässer, Böden oder normale Abfälle gelangen. Sammeln Sie Reste in dicht verschließbaren, gekennzeichneten Behältern und übergeben Sie diese an lizenzierte Abfallentsorger. Die Entsorgung muss gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften sowie EU-Abfallverordnungen erfolgen. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen. Leere Behälter gelten als kontaminiert und erfordern ebenfalls fachgerechte Entsorgung.
Wie transportiert man Tetrachlormethan?
Tetrachlormethan ist als Gefahrgut der ADR-Klasse 6.1 (giftige Stoffe) der Verpackungsgruppe II klassifiziert. Der Transport erfordert spezielle Verpackungen, Kennzeichnungen und Begleitpapiere gemäß ADR-Vorschriften. Fahrzeuge müssen entsprechend ausgerüstet und Fahrer ADR-geschult sein. Die Behälter müssen den UN-Spezifikationen entsprechen und ordnungsgemäß gekennzeichnet sein. Während des Transports sind Gefahrzettel und Beförderungspapiere mitzuführen. Notfallausrüstung und schriftliche Weisungen für den Fahrer sind obligatorisch.
Unterliegt Tetrachlormethan besonderen Vorschriften?
Tetrachlormethan unterliegt strengen regulatorischen Beschränkungen in Europa. Unter REACH ist es registriert und als gefährliche Substanz eingestuft. Die CLP-Verordnung klassifiziert es als karzinogen der Kategorie 2 und akut toxisch. Das Montrealer Protokoll schränkt die Verwendung aufgrund ozonabbauender Eigenschaften ein. In der EU bestehen Verwendungsbeschränkungen für Verbraucheranwendungen. Industrielle Nutzer müssen Expositionsszenarien befolgen und Sicherheitsdatenblätter bereithalten. Spezielle Genehmigungen können für bestimmte industrielle Anwendungen erforderlich sein.
Wo kann man Tetrachlormethan in Europa kaufen?
Tetrachlormethan können Sie als qualifizierten industriellen Anwender über OYSI, einem führenden europäischen Distributor für Chemikalien, beziehen. OYSI bietet professionelle Beratung zu Anwendung, Sicherheit und regulatorischen Anforderungen. Der Kauf erfordert in der Regel den Nachweis einer berechtigten industriellen Verwendung aufgrund der strengen Regulierungen. Kontaktieren Sie OYSI für detaillierte Informationen zu Verfügbarkeit, technischen Spezifikationen und Compliance-Unterstützung. Alle Lieferungen erfolgen mit vollständigen Sicherheitsdatenblättern und entsprechender Dokumentation.
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Tetrachloromethane ist ein Gefahrgut. Wir unterstützen Sie bei Kennzeichnung, Verpackung und Transportdokumentation.
Datenquellen
Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.