(methyldisulfanyl)methane

C2H6S2

CAS624-92-0
GHS02 Gefahrensymbol: Entzündbar – Flamme
GHS06 Gefahrensymbol: Giftig – Totenkopf mit Knochen
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

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Identifikation

CAS-Nummer
624-92-0
EG-Nummer
210-871-0
UN-Nummer
2381
Index-Nummer
016-098-00-3
PubChem CID
12232

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C2H6S2
Molare Masse
94.20 g/mol
IUPAC-Name
(methyldisulfanyl)methane

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C2H6S2/c1-3-4-2/h1-2H3
InChI Key
WQOXQRCZOLPYPM-UHFFFAOYSA-N

Überblick

(Methyldisulfanyl)methane (CAS 624-92-0) ist eine organische Schwefelverbindung mit charakteristischem Geruch und hoher Reaktivität. Diese chemische Verbindung, auch bekannt unter ihrer IUPAC-Bezeichnung (methyldisulfanyl)methane, gehört zur Familie der Disulfide und zeichnet sich durch ihre Molekularformel C2H6S2 bei einer Molmasse von 94,2 g/mol aus. Die Substanz weist eine komplexe Gefahrenstoffklassifizierung auf, die besondere Vorsichtsmaßnahmen im Umgang erfordert. Die Verbindung ist als entzündbare Flüssigkeit der Kategorie 2 eingestuft und trägt das Gefahrensignal "Danger" mit den GHS-Piktogrammen für Flamme, Totenkopf, Gesundheitsgefahr und Umweltgefahr. Besonders hervorzuheben sind die akut toxischen Eigenschaften sowie das Potenzial zur Sensibilisierung der Haut. Die ADR-Klasse 3 unterstreicht die Transportanforderungen für brennbare Flüssigkeiten. In industriellen Anwendungen findet (methyldisulfanyl)methane hauptsächlich als Synthesebaustein in der organischen Chemie Verwendung, insbesondere bei der Herstellung von schwefelhaltigen Verbindungen. Die Substanz dient auch als Zwischenprodukt in der pharmazeutischen Industrie und bei der Produktion von Spezialchemikalien. Ähnlich wie andere reaktive Verbindungen der organischen Synthese, beispielsweise prop-2-enenitrile, erfordert sie spezialisierte Handhabung und Lagerung. Die charakteristischen Schwefel-Schwefel-Bindungen verleihen der Verbindung besondere chemische Eigenschaften, die sie für spezifische Reaktionsmechanismen wertvoll machen. Aufgrund der Einstufung als gewässergefährdend sind entsprechende Umweltschutzmaßnahmen bei Verwendung und Lagerung unerlässlich. OYSI bietet (methyldisulfanyl)methane als hochwertiges technisches Produkt für industrielle Anwendungen an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Flam. Liq. 2; Acute Tox. 3; Acute Tox. 3; STOT SE 3; STOT SE 1; Eye Irrit. 2; Skin Sens. 1; Aquat...

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H225

Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

H331

Giftig bei Einatmen.

H301

Giftig bei Verschlucken.

H336

Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.

H370

Schädigt die Organe.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Einatmen

Giftig

Maßnahmen bei Einatmen von Dämpfen oder Staub

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P304BEI EINATMEN:
  • +P340Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • +P311GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Giftig

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer2381
ADR-Klasse3
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameDimethyldisulfid
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist (Methyldisulfanyl)methan?

(Methyldisulfanyl)methan ist eine organische Schwefelverbindung mit der Summenformel C2H6S2 und der CAS-Nummer 624-92-0. Diese Substanz mit einer Molmasse von 94,2 g/mol gehört zur Klasse der Disulfide und zeichnet sich durch das charakteristische Vorhandensein einer Disulfanylgruppe aus. Sie wird als gefährliche Chemikalie eingestuft mit dem Signalwort "Danger" und erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen bei der Handhabung aufgrund ihrer toxischen und entzündlichen Eigenschaften.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat (Methyldisulfanyl)methan?

(Methyldisulfanyl)methan ist eine flüchtige organische Verbindung, die typischerweise als Flüssigkeit bei Raumtemperatur vorliegt. Als Disulfid besitzt sie einen charakteristischen schwefelhaltigen Geruch und zeigt eine begrenzte Wasserlöslichkeit, während sie gut in organischen Lösungsmitteln löslich ist. Die Verbindung ist brennbar und wird als entzündliche Flüssigkeit der Kategorie 2 klassifiziert, was auf einen niedrigen Flammpunkt hinweist und besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang erfordert.

Wofür wird (Methyldisulfanyl)methan verwendet?

(Methyldisulfanyl)methan dient hauptsächlich als Zwischenprodukt in der chemischen Synthese und als Reagenz in organisch-chemischen Reaktionen. Die Verbindung findet Anwendung in der Pharmazie- und Agrochemie-Industrie zur Herstellung komplexerer Moleküle. Aufgrund ihrer reaktiven Disulfidbrücke wird sie auch in der Polymerchemie und als Vernetzungsreagenz eingesetzt. In der Forschung wird sie für spezielle Synthesewege genutzt, bei denen Schwefel-Schwefel-Bindungen erforderlich sind.

Wie handhabt man (Methyldisulfanyl)methan sicher?

(Methyldisulfanyl)methan erfordert umfassende Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, Schutzhandschuhen und Schutzbrille aufgrund seiner akuten Toxizität und Augenreizung. Die Handhabung muss in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug erfolgen, da die Substanz als hautreizend und sensibilisierend eingestuft ist. Zündquellen sind fernzuhalten, da es sich um eine entzündliche Flüssigkeit handelt. Direkter Haut- und Augenkontakt ist zu vermeiden, und geeignete Notfallausrüstung sollte stets verfügbar sein.

Wie lagert man (Methyldisulfanyl)methan korrekt?

(Methyldisulfanyl)methan muss in dichten, korrosionsbeständigen Behältern an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, fern von Zündquellen und Wärmequellen. Die Lagerung sollte in einem gut belüfteten Bereich erfolgen, getrennt von unverträglichen Stoffen wie starken Oxidationsmitteln. Aufgrund der Umweltgefährlichkeit sind zusätzliche Vorkehrungen zur Verhinderung von Leckagen erforderlich. Die Behälter müssen ordnungsgemäß gekennzeichnet sein und die Lagertemperatur sollte kontrolliert werden, um Zersetzung zu vermeiden.

Was tun bei Kontakt mit (Methyldisulfanyl)methan?

(Methyldisulfanyl)methan erfordert bei Hautkontakt sofortiges Spülen mit reichlich Wasser für mindestens 15 Minuten und Entfernung kontaminierter Kleidung. Bei Augenkontakt sind die Augen ausgiebig mit Wasser zu spülen und umgehend ärztliche Hilfe zu suchen. Bei Einatmen ist die Person an die frische Luft zu bringen und bei Atemproblemen sofortige medizinische Behandlung erforderlich. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen und unverzüglich einen Arzt konsultieren. Die Giftinformationszentrale sollte kontaktiert werden.

Wie entsorgt man (Methyldisulfanyl)methan ordnungsgemäß?

(Methyldisulfanyl)methan muss als gefährlicher Abfall über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgt werden und darf nicht in die Kanalisation oder Umwelt gelangen. Die Verbindung ist umweltgefährlich und erfordert spezielle Behandlungsmethoden wie kontrollierte Verbrennung in geeigneten Anlagen. Behälter müssen vollständig entleert und entsprechend den örtlichen Vorschriften behandelt werden. Eine Vermischung mit anderen Abfällen ist zu vermeiden, und alle relevanten Sicherheitsdatenblätter sind bei der Entsorgung zu beachten.

Wie transportiert man (Methyldisulfanyl)methan?

(Methyldisulfanyl)methan wird als Gefahrgut der ADR-Klasse 3 (entzündliche Flüssigkeiten) der Verpackungsgruppe II transportiert. Der Transport erfordert spezielle Kennzeichnung, geeignete Verpackungen und geschultes Personal. Die Transportdokumente müssen vollständig sein und Notfallinformationen enthalten. Fahrzeuge müssen entsprechend ausgerüstet sein und die ADR-Vorschriften einhalten. Bei Transporten sind die Umweltschutzbestimmungen besonders zu beachten, da die Substanz gewässergefährdend ist und spezielle Vorsichtsmaßnahmen erfordert.

Unterliegt (Methyldisulfanyl)methan besonderen Regelungen?

(Methyldisulfanyl)methan unterliegt der REACH-Verordnung und muss entsprechend registriert sein, ist jedoch nicht als SVHC-Substanz gelistet. Die CLP-Verordnung schreibt spezielle Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblätter vor. Als umweltgefährliche Substanz gelten besondere Auflagen für Lagerung und Transport. Industrielle Verwender müssen Expositionsszenarien beachten und gegebenenfalls Stoffsicherheitsberichte erstellen. Nationale Chemikaliengesetze können zusätzliche Beschränkungen vorsehen, weshalb eine Prüfung der aktuellen Rechtslage vor Verwendung empfohlen wird.

Wo kann man (Methyldisulfanyl)methan in Europa kaufen?

(Methyldisulfanyl)methan ist über spezialisierte Chemikalienhändler wie OYSI, einem europäischen Distributor für technische Chemikalien, erhältlich. OYSI bietet professionelle Beratung und gewährleistet die ordnungsgemäße Dokumentation für diese regulierte Substanz. Der Erwerb erfordert üblicherweise den Nachweis einer sachgemäßen Verwendung und entsprechende Genehmigungen. Interessenten sollten sich direkt an OYSI wenden, um Verfügbarkeit, technische Spezifikationen und regulatorische Anforderungen zu klären und eine fachgerechte Lieferung sicherzustellen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.