Methanesulfonate;tin(2+)

C2H6O6S2Sn

methanesulfonate;tin(2+)

CAS53408-94-9
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
GHS05 Gefahrensymbol: Ätzend – Ätzwirkung
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Danger

Beratung für Methanesulfonate;tin(2+)

Unsere Experten unterstützen Sie bei Anwendung, Dosierung und Compliance.

Beratung anfragen

Identifikation

CAS-Nummer
53408-94-9
EG-Nummer
401-640-7
UN-Nummer
3261
Index-Nummer
050-018-00-8
PubChem CID
6452824

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C2H6O6S2Sn
Molare Masse
308.90 g/mol
IUPAC-Name
methanesulfonate;tin(2+)

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/2CH4O3S.Sn/c2*1-5(2,3)4;/h2*1H3,(H,2,3,4);/q;;+2/p-2
InChI Key
JALQQBGHJJURDQ-UHFFFAOYSA-L

Überblick

Methansulfonat;Zinn(2+) (CAS 53408-94-9) ist eine organische Zinnverbindung mit korrosiven Eigenschaften und toxikologischen Risiken für Mensch und Umwelt. Diese Zinn(II)-Verbindung mit der Summenformel C2H6O6S2Sn und einer Molmasse von 308,9 g/mol stellt das Methansulfonat-Salz des zweiwertigen Zinns dar. Als organometallische Verbindung kombiniert sie die reaktiven Eigenschaften des Zinn-Kations mit den sulfonischen Eigenschaften der Methansulfonat-Anionen. Die Substanz wird gemäß CLP-Verordnung als hautätzend (Skin Corr. 1B) und hautsensibilisierend (Skin Sens. 1) eingestuft, was besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang erfordert. Die akute Toxizität der Kategorie 4 sowie die Einstufung als gewässergefährdend mit langfristigen schädlichen Wirkungen (Aquatic Chronic 2) unterstreichen die Bedeutung sachgemäßer Handhabung und Lagerung. Als Gefahrstoff der ADR-Klasse 8 unterliegt die Verbindung besonderen Transportvorschriften für ätzende Stoffe. Die GHS-Piktogramme (GHS05, GHS07, GHS09) und das Signalwort "Danger" kennzeichnen die verschiedenen Gefährdungspotenziale. In der chemischen Industrie findet Methansulfonat;Zinn(2+) hauptsächlich als Katalysator in organischen Synthesereaktionen Verwendung, insbesondere bei Polymerisations- und Veresterungsprozessen. Weitere Anwendungsgebiete umfassen die Oberflächenbehandlung von Metallen sowie spezielle Beschichtungsverfahren. Im Kontext ähnlicher Metallsalze organischer Säuren, wie sie etwa bei lithium 1,2-benzothiazol-2-id-3-one zu finden sind, zeigt sich die Vielfältigkeit metallorganischer Verbindungen in industriellen Anwendungen. OYSI bietet Methansulfonat;Zinn(2+) als technisches Produkt für industrielle Kunden in Europa an.

Sicherheit & Klassifizierung

Gefahr
Einstufung:

Acute Tox. 4 *; Skin Corr. 1B; Skin Sens. 1; Aquatic Chronic 2

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Augenkontakt

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei Kontakt mit den Augen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P305BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
  • +P351Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.
  • +P338Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3261
ADR-Klasse8
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeE
Proper Shipping NameZinn(II)-methansulfonat
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Methansulfonat;Zinn(2+)?

Methansulfonat;Zinn(2+) ist eine anorganische Zinnverbindung mit der chemischen Formel C2H6O6S2Sn und der CAS-Nummer 53408-94-9. Diese Substanz besteht aus zweiwertigen Zinnionen, die mit Methansulfonat-Anionen komplexiert sind. Mit einer Molmasse von 308,9 g/mol gehört sie zu den Zinn(II)-salzen der Methansulfonsäure. Die Verbindung wird hauptsächlich in industriellen Anwendungen eingesetzt und erfordert aufgrund ihrer Gefahreneigenschaften besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Methansulfonat;Zinn(2+)?

Methansulfonat;Zinn(2+) ist eine kristalline Festsubstanz mit einer Molmasse von 308,9 g/mol. Als Zinn(II)-methansulfonat zeigt die Verbindung typische Eigenschaften von Zinnsalzen organischer Säuren. Die genauen physikalischen Eigenschaften wie Schmelzpunkt, Löslichkeit und Farbe können je nach Reinheitsgrad und Kristallform variieren. Aufgrund der ionischen Struktur ist eine gewisse Wasserlöslichkeit zu erwarten, wobei die Stabilität in wässrigen Lösungen pH-abhängig sein kann.

Wofür wird Methansulfonat;Zinn(2+) verwendet?

Methansulfonat;Zinn(2+) wird hauptsächlich als Katalysator oder Zwischenprodukt in der chemischen Industrie eingesetzt. Zinn(II)-verbindungen finden häufig Anwendung in der organischen Synthese, bei Polymerisationsreaktionen oder als Reduktionsmittel. Die Methansulfonat-Form bietet dabei Vorteile durch ihre relativ gute Löslichkeit und Handhabbarkeit. Spezifische Anwendungen können in der Pharmazie, Feinchemie oder bei der Herstellung von Spezialpolymeren liegen, wobei die genauen Einsatzgebiete von den jeweiligen Prozessanforderungen abhängen.

Wie manipuliert man Methansulfonat;Zinn(2+) sicher?

Methansulfonat;Zinn(2+) erfordert aufgrund seiner Klassifizierung als hautätzend (Skin Corr. 1B) und hautsensibilisierend (Skin Sens. 1) strenge Sicherheitsmaßnahmen. Tragen Sie immer säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und Laborkittel. Arbeiten Sie unter einem Abzug, um Inhalation zu vermeiden. Bei Hautkontakt besteht Verätzungsgefahr, daher sind Notduschen und Augenspülstationen bereitzuhalten. Die Substanz ist als akut toxisch (Acute Tox. 4) eingestuft, weshalb jeglicher direkter Kontakt zu vermeiden ist.

Wie lagert man Methansulfonat;Zinn(2+) ordnungsgemäß?

Methansulfonat;Zinn(2+) muss in dicht verschlossenen, korrosionsbeständigen Behältern an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Als ätzende Substanz ist sie getrennt von unverträglichen Materialien wie Alkalien, starken Oxidationsmitteln und brennbaren Stoffen aufzubewahren. Die Lagerung sollte in einem Säureschrank oder separaten Bereich erfolgen. Aufgrund der Umweltgefährdung (Aquatic Chronic 2) sind Vorkehrungen gegen Freisetzung in die Umwelt zu treffen. Behälter sind entsprechend zu kennzeichnen.

Was tut man bei Kontakt mit Methansulfonat;Zinn(2+)?

Bei Hautkontakt mit Methansulfonat;Zinn(2+) sofort kontaminierte Kleidung entfernen und betroffene Stellen mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser spülen, da Verätzungsgefahr besteht. Bei Augenkontakt ebenfalls ausgiebig mit Wasser spülen und Augenlider offenhalten. Nach Einatmen die Person an die frische Luft bringen. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen, sondern Mund ausspülen. In allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen und das Sicherheitsdatenblatt vorlegen. Aufgrund der akuten Toxizität ist schnelles Handeln erforderlich.

Wie entsorgt man Methansulfonat;Zinn(2+) ordnungsgemäß?

Methansulfonat;Zinn(2+) ist als gefährlicher Abfall gemäß den nationalen und europäischen Abfallvorschriften zu entsorgen. Die Substanz darf nicht über das Abwasser oder den Hausmüll entsorgt werden. Sammeln Sie Reste in geeigneten, gekennzeichneten Behältern und übergeben Sie diese an zugelassene Entsorgungsunternehmen für anorganische Schwermetallverbindungen. Aufgrund der Umweltgefährdung und der ätzenden Eigenschaften sind besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Umfüllen und Transport zu beachten. Leere Behälter gelten als kontaminiert und müssen entsprechend entsorgt werden.

Wie transportiert man Methansulfonat;Zinn(2+)?

Methansulfonat;Zinn(2+) ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 8 (ätzende Stoffe) mit Verpackungsgruppe II eingestuft. Der Transport erfordert entsprechende UN-konforme Verpackungen und Kennzeichnung mit den Gefahrzetteln für ätzende Stoffe. Fahrzeuge müssen mit der entsprechenden ADR-Ausrüstung versehen sein, und der Fahrer benötigt einen ADR-Schein. Die Ladungssicherung muss gewährleisten, dass keine Beschädigungen oder Leckagen auftreten können. Bei internationalen Transporten sind zusätzliche länderspezifische Vorschriften zu beachten.

Unterliegt Methansulfonat;Zinn(2+) besonderen Vorschriften?

Methansulfonat;Zinn(2+) unterliegt der europäischen REACH-Verordnung und muss entsprechend registriert sein. Die CLP-Verordnung schreibt die Kennzeichnung mit Gefahrenpiktogrammen GHS05, GHS07 und GHS09 sowie dem Signalwort 'Danger' vor. Als Zinnverbindung können zusätzliche nationale Beschränkungen gelten. Die Substanz ist nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) eingestuft. Dennoch sind arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten, und bei gewerblicher Verwendung können Meldepflichten bestehen. Exporteure müssen ländesspezifische Importbestimmungen prüfen.

Wo kann man Methansulfonat;Zinn(2+) in Europa kaufen?

Methansulfonat;Zinn(2+) ist über OYSI, einen etablierten europäischen Distributor für Spezialchemikalien, erhältlich. OYSI bietet professionelle Beratung zu technischen Spezifikationen, Sicherheitsanforderungen und regulatorischen Aspekten. Als spezialisierte Zinnverbindung wird die Substanz hauptsächlich an industrielle Anwender und Forschungseinrichtungen geliefert. Aufgrund der komplexen Sicherheits- und Transportanforderungen empfiehlt sich der Bezug über erfahrene Fachhändler, die entsprechende Expertise in der Handhabung gefährlicher Güter besitzen und alle erforderlichen Zertifizierungen vorweisen können.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.