Diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate

C10H20N2S4

diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate

CAS97-77-8
GHS07 Gefahrensymbol: Gesundheitsschädlich/Reizend – Ausrufezeichen
GHS08 Gefahrensymbol: Gesundheitsgefahr – Gesundheitsgefahr
GHS09 Gefahrensymbol: Umweltgefährlich – Umwelt
Warning

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Identifikation

CAS-Nummer
97-77-8
EG-Nummer
202-607-8
UN-Nummer
3077
Index-Nummer
006-079-00-8
PubChem CID
3117

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C10H20N2S4
Molare Masse
296.50 g/mol
IUPAC-Name
diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C10H20N2S4/c1-5-11(6-2)9(13)15-16-10(14)12(7-3)8-4/h5-8H2,1-4H3
InChI Key
AUZONCFQVSMFAP-UHFFFAOYSA-N

Überblick

Diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate (CAS 97-77-8) ist eine organische Schwefelverbindung mit ausgeprägten fungiziden und bakteriziden Eigenschaften. Diese spezialisierte chemische Verbindung mit der Summenformel C10H20N2S4 und einer Molmasse von 296,5 g/mol gehört zur Gruppe der Dithiocarbamate und zeichnet sich durch ihre charakteristische Molekularstruktur mit vier Schwefelatomen aus. Das Produkt wird unter der EC-Nummer 202-607-8 geführt und unterliegt spezifischen Sicherheitsbestimmungen aufgrund seiner biologischen Aktivität. Die Substanz weist mehrere wichtige Sicherheitsklassifikationen auf, darunter akute Toxizität der Kategorie 4, Hautsensibilisierung der Kategorie 1 sowie spezifische Zielorgantoxizität bei wiederholter Exposition der Kategorie 2. Zusätzlich ist sie als gewässergefährdend eingestuft (Aquatic Acute 1 und Aquatic Chronic 1), was besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Handhabung und Lagerung erfordert. Die Kennzeichnung erfolgt mit den GHS-Piktogrammen GHS07, GHS08 und GHS09 sowie dem Signalwort "Warning". In industriellen Anwendungen findet diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate hauptsächlich als Fungizid in der Pflanzenschutzmittelherstellung Verwendung, wo es zur Bekämpfung verschiedener Pilzkrankheiten eingesetzt wird. Darüber hinaus dient es als Zwischenprodukt in der Synthese spezialisierter Agrochemikalien und als Additiv in der Gummiindustrie zur Vulkanisation. Im Vergleich zu verwandten Verbindungen wie S-(2,3,3-trichloroprop-2-enyl) N,N-di(propan-2-yl)carbamothioate zeigt es spezifische Wirkungsspektren und Anwendungsprofile. OYSI bietet diethylcarbamothioylsulfanyl N,N-diethylcarbamodithioate als hochwertiges technisches Produkt für professionelle industrielle Anwendungen in Europa an.

Sicherheit & Klassifizierung

Achtung
Einstufung:

Acute Tox. 4 *; STOT RE 2 *; Skin Sens. 1; Aquatic Acute 1; Aquatic Chronic 1

HGefahrenhinweise (H-Sätze)

Beschreiben Art und Schweregrad der Gefahr

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die vollständige Liste der Gefahren- und Sicherheitshinweise finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDS).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Reizend

Maßnahmen bei Berührung mit der Haut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:
  • +P352Mit viel Wasser waschen.
  • +P361Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • +P313Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Verschlucken

Gesundheitsschädlich

Maßnahmen bei versehentlichem Verschlucken

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • +P301BEI VERSCHLUCKEN:
  • +P330Mund ausspülen.
  • +P331KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • +P310Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Zugehörige Gefahrenhinweise:

Allgemeine Maßnahmen

Notruf 112 | Giftnotruf: +49 30 19240 (DE), +33 1 45 42 59 59 (FR), +31 30 274 88 88 (NL)

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen basieren auf der CLP-Einstufung und den zugehörigen P-Sätzen. Sie ersetzen nicht das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Konsultieren Sie im Ernstfall immer das vollständige SDB und einen Arzt.

Transport (ADR)

UN-Nummer3077
ADR-Klasse9
VerpackungsgruppeIII
Tunnelbeschränkungscode-
Proper Shipping NameDisulfiram
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat ist eine organische Schwefelverbindung mit der CAS-Nummer 97-77-8 und der Molekularformel C10H20N2S4. Diese Substanz gehört zur Gruppe der Dithiocarbamate und hat eine Molmasse von 296,5 g/mol. Sie wird hauptsächlich als Vulkanisationsbeschleuniger in der Gummi- und Kautschukindustrie eingesetzt. Die Verbindung ist als gesundheitsgefährdend klassifiziert und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat ist eine feste Substanz mit einer Molmasse von 296,5 g/mol und der Summenformel C10H20N2S4. Als organische Schwefelverbindung zeigt sie typische Eigenschaften von Dithiocarbamaten. Die genauen physikalischen Parameter wie Schmelzpunkt, Siedepunkt und Löslichkeit hängen von den spezifischen Reinheitsgraden und Formulierungen ab. Aufgrund ihrer chemischen Struktur ist sie in organischen Lösungsmitteln besser löslich als in Wasser.

Wofür wird Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat verwendet?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat wird hauptsächlich als Vulkanisationsbeschleuniger in der Gummi- und Kautschukindustrie eingesetzt. Diese Verbindung beschleunigt den Vernetzungsprozess bei der Herstellung von Gummiprodukten wie Reifen, Dichtungen und technischen Gummiartikeln. Darüber hinaus kann sie als Zwischenprodukt in der chemischen Synthese und in speziellen industriellen Formulierungen verwendet werden. Ihre schwefelreiche Struktur macht sie besonders effektiv für Vulkanisationsprozesse.

Wie handhabt man Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat sicher?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat erfordert aufgrund seiner Klassifizierung als Acute Tox. 4 und Skin Sens. 1 besondere Vorsichtsmaßnahmen. Tragen Sie geeignete persönliche Schutzausrüstung einschließlich Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Atemschutz. Arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen oder unter Absaugung. Vermeiden Sie Hautkontakt und Einatmen von Staub oder Dämpfen. Bei der Handhabung sollten Sie das Warnsignal und die GHS-Piktogramme GHS07, GHS08 und GHS09 beachten.

Wie lagert man Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat korrekt?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat sollte in einem trockenen, gut belüfteten Bereich bei Raumtemperatur gelagert werden. Bewahren Sie die Substanz in fest verschlossenen Originalbehältern auf, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit. Lagern Sie sie getrennt von unverträglichen Materialien wie starken Oxidationsmitteln und Säuren. Aufgrund der Umweltgefährlichkeit (Aquatic Acute 1, Aquatic Chronic 1) müssen Vorkehrungen gegen ein Auslaufen in die Umwelt getroffen werden.

Was tun bei Kontakt mit Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat?

Bei Hautkontakt mit Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat spülen Sie die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser und entfernen Sie kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie mindestens 15 Minuten mit klarem Wasser. Bei Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken spülen Sie den Mund aus und trinken Sie Wasser. Suchen Sie in allen Fällen umgehend ärztliche Hilfe auf, besonders bei Anzeichen einer allergischen Reaktion.

Wie entsorgt man Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat ordnungsgemäß?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Aufgrund der Umweltgefährlichkeit (Aquatic Acute 1, Aquatic Chronic 1) darf die Substanz nicht in Gewässer, Kanalisation oder Boden gelangen. Sammeln Sie Reste und kontaminierte Materialien in geeigneten, beschrifteten Behältern. Beauftragen Sie ein zugelassenes Entsorgungsunternehmen für gefährliche Abfälle. Leere Behälter können ebenfalls kontaminiert sein und müssen entsprechend behandelt werden.

Wie transportiert man Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat ist gemäß ADR als Gefahrgut der Klasse 9, Verpackungsgruppe III klassifiziert. Für den Transport müssen die entsprechenden ADR-Vorschriften eingehalten werden, einschließlich geeigneter Verpackung, Kennzeichnung und Begleitpapiere. Die Verpackung muss den UN-Spezifikationen entsprechen und ordnungsgemäß etikettiert sein. Der Transport darf nur von qualifizierten und zertifizierten Gefahrgutbeförderern durchgeführt werden, die über die erforderlichen ADR-Bescheinigungen verfügen.

Unterliegt Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat besonderen Regelungen?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat unterliegt der REACH-Verordnung und muss entsprechend registriert sein. Die Substanz ist gemäß CLP-Verordnung klassifiziert und muss entsprechend gekennzeichnet werden. Sie ist nicht als SVHC (besonders besorgniserregender Stoff) eingestuft. Dennoch gelten aufgrund der Gefahrenklassifizierung besondere Anforderungen an Arbeitsschutz, Transport und Umweltschutz. Anwender müssen die Sicherheitsdatenblätter beachten und entsprechende Risikomanagementmaßnahmen implementieren.

Wo kann man Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat in Europa kaufen?

Diethylcarbamothioylsulfanyl-N,N-diethylcarbamodithioat können Sie bei OYSI, einem führenden europäischen Distributor für Chemikalien, erwerben. OYSI verfügt über umfassende Erfahrung im Handel mit Spezialchemikalien und kann Sie bei der Beschaffung dieser Substanz unterstützen. Als etablierter Distributor gewährleistet OYSI die ordnungsgemäße Handhabung, Dokumentation und Lieferung gemäß allen relevanten europäischen Vorschriften. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, technische Unterstützung und Angebote für Ihre spezifischen Anforderungen.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.