1-methyl-2,3-dinitrobenzene

C7H6N2O4

CAS25321-14-6

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Identifikation

CAS-Nummer
25321-14-6
EG-Nummer
246-836-1
UN-Nummer
2038
Index-Nummer
609-007-00-9
PubChem CID
11761

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Summenformel
C7H6N2O4
Molare Masse
182.13 g/mol
IUPAC-Name
1-methyl-2,3-dinitrobenzene

Chemische Identifikatoren

InChI
InChI=1S/C7H6N2O4/c1-5-3-2-4-6(8(10)11)7(5)9(12)13/h2-4H,1H3
InChI Key
DYSXLQBUUOPLBB-UHFFFAOYSA-N

Überblick

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol (CAS 602-01-7) ist eine aromatische Nitroverbindung mit zwei Nitrogruppen am Benzolring und ausgeprägten toxikologischen Eigenschaften. Diese organische Verbindung mit der Molekularformel C7H6N2O4 gehört zur Familie der Dinitrotoluole und weist eine Molmasse von 182,13 g/mol auf. Als substituierter Benzolring mit einer Methylgruppe und zwei Nitrogruppen in ortho-Stellung zeigt 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol charakteristische Eigenschaften aromatischer Nitroverbindungen. Die Substanz ist eng verwandt mit anderen Isomeren wie 1-Methyl-2,4-dinitrobenzol, unterscheidet sich jedoch durch die spezifische Positionierung der Nitrogruppen, was zu unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften führt. Die Verbindung erfordert besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Sicherheitsbestimmungen, da sie gemäß CLP-Verordnung als karzinogen der Kategorie 1B, mutagen der Kategorie 2 und reproduktionstoxisch der Kategorie 2 eingestuft ist. Zusätzlich weist sie akute Toxizität der Kategorie 3 auf verschiedenen Expositionswegen auf und kann bei wiederholter Exposition Organschäden verursachen. Die Kennzeichnung erfolgt mit den GHS-Piktogrammen für Gesundheitsgefahr, akute Toxizität und Umweltgefährdung sowie dem Signalwort "Gefahr". In der chemischen Industrie findet 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol hauptsächlich als Zwischenprodukt in der organischen Synthese Verwendung, insbesondere bei der Herstellung von Farbstoffen und pharmazeutischen Wirkstoffen. Weitere Anwendungen umfassen die Produktion spezieller Chemikalien und als Ausgangsstoff für Reduktionsreaktionen zur Darstellung entsprechender Aminoverbindungen. OYSI bietet 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol als hochwertiges technisches Produkt für industrielle Anwendungen mit entsprechender Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern.

Sicherheit & Klassifizierung

Keine Gefahrstoffeinstufung

Diese Substanz ist nicht als gefährlich eingestuft gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.

Transport (ADR)

UN-Nummer2038
ADR-Klasse6.1
VerpackungsgruppeII
TunnelbeschränkungscodeD/E
Proper Shipping NameDinitrotoluene, Isomere oder Isomerengemisch, flüssig
MeeresschadstoffNein

Häufige Fragen

Was ist 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol ist eine organische Verbindung mit der Summenformel C7H6N2O4 und einem Molekulargewicht von 182,13 g/mol. Diese aromatische Nitroverbindung besteht aus einem Benzolring mit einer Methylgruppe und zwei Nitrogruppen in 2,3-Position. Die Substanz trägt die CAS-Nummer 602-01-7 und gehört zu den Dinitrotoluol-Derivaten. Sie ist als hochgefährlicher Stoff klassifiziert und unterliegt strengen Sicherheitsbestimmungen.

Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften hat 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol ist typischerweise ein kristalliner Feststoff bei Raumtemperatur mit charakteristischen Eigenschaften aromatischer Nitroverbindungen. Als Dinitrobenzol-Derivat zeigt die Verbindung begrenzte Wasserlöslichkeit, ist aber in organischen Lösungsmitteln besser löslich. Die beiden Nitrogruppen verleihen dem Molekül stark elektronenziehende Eigenschaften und beeinflussen sowohl die Reaktivität als auch die physikalischen Eigenschaften der Substanz erheblich.

Wofür wird 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol verwendet?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol wird hauptsächlich als chemisches Zwischenprodukt in der organischen Synthese verwendet. Die Verbindung dient als Ausgangsstoff für die Herstellung verschiedener Anilin-Derivate durch Reduktion der Nitrogruppen. In der chemischen Industrie findet sie Anwendung bei der Synthese von Farbstoffen, pharmazeutischen Wirkstoffen und anderen spezialisierten organischen Verbindungen. Aufgrund ihrer hohen Gefährlichkeit ist die Verwendung auf professionelle industrielle Anwendungen beschränkt.

Wie manipuliert man 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol sicher?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol erfordert aufgrund seiner Klassifizierung als krebserregend, mutagen und reproduktionstoxisch höchste Sicherheitsvorkehrungen. Tragen Sie vollständige persönliche Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz, chemikalienbeständige Handschuhe und Schutzkleidung. Arbeiten Sie ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug. Vermeiden Sie jeglichen Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen oder Staub. Die Manipulation sollte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.

Wie lagert man 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol korrekt?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol muss in fest verschlossenen, original Behältern an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort gelagert werden. Halten Sie die Substanz von Wärmequellen, Zündquellen und inkompatiblen Materialien fern. Die Lagerung sollte in einem gesicherten Bereich erfolgen, der nur für autorisiertes Personal zugänglich ist. Beachten Sie die örtlichen Vorschriften für die Lagerung gefährlicher Stoffe und stellen Sie sicher, dass geeignete Notfallmaßnahmen verfügbar sind.

Was tun bei Kontakt mit 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol erfordert bei Kontakt sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen. Bei Hautkontakt spülen Sie die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser und entfernen kontaminierte Kleidung. Bei Augenkontakt spülen Sie gründlich mit Wasser und suchen sofort ärztliche Hilfe auf. Bei Einatmen bringen Sie die Person an die frische Luft. Bei Verschlucken nicht erbrechen lassen. In allen Fällen ist unverzüglich medizinische Hilfe zu suchen und die Sicherheitsdatenblatt-Informationen mitzubringen.

Wie entsorgt man 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol ordnungsgemäß?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol muss als gefährlicher Abfall gemäß den örtlichen und nationalen Vorschriften entsorgt werden. Die Substanz darf niemals in Abwässer, Böden oder die Umwelt gelangen. Wenden Sie sich an ein zugelassenes Entsorgungsunternehmen für gefährliche Abfälle. Leere Behälter gelten als kontaminiert und müssen ebenfalls fachgerecht entsorgt werden. Dokumentieren Sie die Entsorgung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen und bewahren Sie alle Nachweise auf.

Wie transportiert man 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol ist als ADR-Klasse 6.1 (Giftige Stoffe) der Verpackungsgruppe II klassifiziert und unterliegt strengen Transportvorschriften. Der Transport muss in zugelassenen Verpackungen durch qualifizierte Beförderer erfolgen, die über entsprechende ADR-Schulungen verfügen. Alle Transportdokumente, Kennzeichnungen und Sicherheitsdatenblätter müssen korrekt ausgefüllt und mitgeführt werden. Beachten Sie die spezifischen Vorschriften für den nationalen und internationalen Transport gefährlicher Güter.

Unterliegt 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol besonderen Regelungen?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol unterliegt umfassenden rechtlichen Bestimmungen unter REACH, CLP und nationalen Chemikaliengesetzen. Die Substanz ist als krebserregend (Carc. 1B), mutagen (Muta. 2) und reproduktionstoxisch (Repr. 2) eingestuft. Verwender müssen Expositionsszenarien befolgen, geeignete Risikomanagementmaßnahmen implementieren und möglicherweise behördliche Genehmigungen einholen. Informieren Sie sich über spezifische Beschränkungen und Meldepflichten in Ihrem Land, da sich die Vorschriften regelmäßig ändern können.

Wo kann man 1-Methyl-2,3-dinitrobenzol in Europa kaufen?

1-Methyl-2,3-dinitrobenzol können Sie bei OYSI, einem spezialisierten europäischen Distributor für Chemikalien, beziehen. Als Fachgroßhandel bietet OYSI professionelle Beratung und gewährleistet die ordnungsgemäße Handhabung dieser hochgefährlichen Substanz. Aufgrund der strengen Sicherheits- und Regulierungsanforderungen ist der Verkauf nur an qualifizierte gewerbliche Anwender möglich. Kontaktieren Sie OYSI für Verfügbarkeit, technische Unterstützung und um sicherzustellen, dass alle regulatorischen Anforderungen erfüllt werden.

Datenquellen

Klassifizierung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Daten aus ECHA und PubChem.